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Leichtathletik

Wahlkampf statt Siebenkampf: Warum Verena Mayr auf der ÖVP-Landesliste stand

Von nachrichten.at/pue   30. September 2021 11:12 Uhr

Eine Ehrenrunde für unsere Besten
Siebenkämpferin Verena Mayr

LINZ. Die Leichtathletin stand an 17. Stelle der Liste, in den Landtag wird sie nicht einziehen.

 An 17. Stelle der VP-Liste war Verena Mayr in die Landtagswahlen am vergangenen Wochenende gegangen. „Viele in meinem Umfeld waren davon überrascht, dass ich da draufstehe“, verriet die Siebenkämpferin. Auch wenn die Partei letztlich 22 Mandate errang, wird die 26-Jährige nicht in den Landtag einziehen. „Das war von Anfang an so ausgemacht und ich hätte das auch von Grund auf nicht wollen.“

Denn wer im Mehrkampf zur Weltklasse zählen will, kann nicht gleichzeitig Landesabgeordnete sein. Das gehe sich von den zeitlichen Ressourcen einfach nicht aus, winkt die Dritte der Weltmeisterschaften 2019 ab. Landeshauptmann Thomas Stelzer habe vor den Olympischen Spielen um die Unterstützung Mayrs angefragt, die gebürtige Ebenseerin willigte ein. Mit Rad-Profi Riccardo Zoidl (an 23. Stelle) stand ein zweiter Spitzensportler auf der VP-Landesliste.

Mayr hatte sich bisher nicht politisch engagiert. Themen, wie beispielsweise Kinder in Bewegung zu bringen, seien ihr jedoch eine Herzensangelegenheit „und da könnte ich auch mein Fachwissen einbringen“.

An eine etwaige politische Karriere ist derzeit nicht zu denken, spielt die Leichtathletik bis auf Weiteres doch die Hauptrolle im Leben von Oberösterreichs amtierender Sportlerin des Jahres. „Olympia ist ja schon wieder in drei Jahren“, blickte sie bereits voraus auf die Sommerspiele 2024 in Paris.

Tokio gut verdaut

Die Spiele in Tokio, auf die Mayr fünf Jahre lang hingearbeitet hatte, waren mit Rang elf – gemessen an den Ansprüchen einer WM-Dritten – enttäuschend verlaufen. Hartnäckige Probleme mit dem Oberschenkelbeuger hatten sie im Frühjahr sogar an einen Startverzicht denken lassen. Dementsprechend gelassen fiel nun ihr Rückblick auf den knapp zwei Monate zurückliegenden Höhepunkt aus: „Wenn du zu den Spielen fährst, hoffst du natürlich noch auf irgendein kleines Wunder, aber mit dieser Vorgeschichte war realistisch betrachtet nicht mehr drinnen und die Leistungen waren sehr, sehr okay.“ Der abschließende 800-Meter-Lauf, in dem sie fast noch ihre Bestzeit unterboten hatte, ließ sie letztlich sogar mit einem positiven Gefühl in die Saisonpause gehen.

Bergwandern, Laufen, Yoga oder Klettern – seit Tokio fand Mayr endlich Zeit für Dinge, die in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen waren. Das galt auch für Unternehmungen mit Freunden und Familie. „Es hat gutgetan, Abstand zu gewinnen, Energie zu tanken“, schilderte sie.

Mit täglichen Ausdauer- und Krafteinheiten ist sie in den Trainingsalltag zurückgekehrt. „Die dienen auch zur Verletzungsprophylaxe“, sagte Mayr, die aus dieser Saison vor allem eines mitgenommen hat. „Erzwingen kannst du nichts.“ 

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