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WM 2018

Live: Stand bei England gegen Kroatien

11. Juli 2018 20:02 Uhr

Grenzenlose Euphorie in England und Kroatien – wem gelingt der große Coup?
Jordan Pickford: Der 24-jährige englische Torhüter in Diensten des FC Everton ist noch nicht wunschlos glücklich. Der Youngster will mit den "Three Lions" erstmals seit 1966 ins WM-Finale einziehen.

MOSKAU. WM-Halbfinale: Torhüter Jordan Pickford ist der Rückhalt der "Three Lions", die den Geist von 1966 beschwören. Aber auch Kroatien träumt heute (20 Uhr, ORF eins) vom Endspiel.

Knapp neun Jahre haben sie nicht gegeneinander gespielt, doch heute (20 Uhr, ORF eins) führt kein Weg am Duell Kroatien gegen England im Luschniki-Stadion von Moskau vorbei. Es ist jene Arena, die beide Teams auch am Sonntag (17 Uhr) betreten wollen. Dort steigt das Finale, das nur einer erreichen kann. Die "Three Lions" beschwören nicht nur den Geist von 1966 (Weltmeistertitel im Wembley), sondern auch die blendende Bilanz der jüngsten beiden Kräftemessen in der WM-Quali 2010. Im September 2008 hatten die Briten 4:1 in Zagreb triumphiert, ein Jahr später folgte ein 5:1 auf der "Insel".

Hier können Sie das Spiel im Liveticker mitverfolgen:

Mister Cool

Von den damaligen Torschützen der Engländer ist heute niemand mehr dabei. Gerrard, Lampard, Walcott, Rooney – durch die Bank klingende Namen, denen jetzt andere den Rang abgelaufen haben. Zum Beispiel Torhüter Jordan Pickford, der zu den Besten seiner Zunft bei der WM in Russland gehört.

Der erst 24-Jährige ist die Coolness in Person, sein kometenhafter Aufstieg lässt ihn zumindest nach außen hin komplett kalt. "Ich fürchte mich vor nichts", betont der Jungspund, der erst am Tag vor dem Auftaktmatch gegen Tunesien (2:1) erfuhr, dass er die Nummer eins ist. Eine weise Entscheidung von Teamchef Gareth Southgate: "Jordan hat brillant gehalten", sagt der Coach.

Im Achtelfinale war Pickford der Held im Elfmeter-Krimi gegen Kolumbien gewesen, eine Runde später gegen Schweden (2:0) wurde er zum "Man of the Match" gekürt. Sein Talent war dem FC Everton im Sommer 2017 nicht verborgen geblieben. Die "Toffies" blätterten damals 30 Millionen Euro auf den Tisch, um den Goalie vom FC Sunderland loszueisen.

Nie zuvor war für einen englischen Torhüter so viel Geld ausgegeben worden. Kein Wunder: Pickfords Vorgänger im Nationalteam bekleckerten sich nach der "Ära Peter Shilton" nicht gerade mit Ruhm.

Chris Woods, David Seaman, David James, Paul Robinson, Scott Carson, Robert Green oder zuletzt Joe Hart vermochten dem Druck nicht standzuhalten. Jetzt haben die Engländer ihren heiß ersehnten Rückhalt gefunden – und eine Welle der Euphorie in der Heimat losgetreten.

Prinz William wandte sich an die "Three Lions": "Ihr wolltet Geschichte schreiben – und nun tut ihr genau das." Auch Popstar Robbie Williams ist Feuer und Flamme: Er posierte kürzlich in einer England-Trainingsjacke und twitterte: "Football’s coming home".

"Dieses Spiel genießen"

In Kroatien ist die Begeisterung genauso riesig, Trikots des Nationalteams sind ausverkauft. Nur ein Sieg trennt Luka Modric, Ivan Rakitic & Co. vom größten Erfolg in der Geschichte. 1998 sprang bei der WM in Frankreich unter der Regie von Torschützenkönig Davor Suker, der jetzt Verbandspräsident ist, Rang drei heraus. Diesmal darf es mehr werden. "Wir werden dieses Spiel genießen", lächelt Modric. Doch nicht nur das. Er will es auch gewinnen. Wer nicht? (alex)

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