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Trotz Spieler in Quarantäne: Riedau nicht zu stoppen

Von Raphael Watzinger   17.August 2020

Trotz Spieler in Quarantäne: Riedau nicht zu stoppen
Riedau (blau) hielt im Duell mit Natternbach gut dagegen.

An dieses Auftaktspiel werden sich die Kicker des gestrigen OÖN-Spiels der Woche wohl noch länger erinnern. Erst am Donnerstag fiel die Entscheidung, dass das Heimspiel von Riedau in der 1. Klasse Nord-West gegen Natternbach stattfinden kann. Mit dem besseren Ende für die Hausherren: Das Team von Trainer Roland Hofpointner gewann 2:1.

Das, obwohl die Riedauer wichtige Stützen vorgeben mussten. Der Hintergrund: Die Hofpointner-Elf testete im letzten Spiel der vergangenen Sommer-Vorbereitung gegen Bezirksligist Neumarkt. Im Nachhinein kam heraus: Ein Neumarkt-Kicker wurde positiv auf das Corona-Virus getestet, Neumarkts Saisonstart gegen Ranshofen in der Bezirksliga West sofort abgesagt. Ein ähnliches Szenario drohte auch Neumarkts Testgegner Riedau. Erst am Donnerstag kam die Information seitens der Behörden: Lediglich zwei Riedau-Kicker, die beim Freundschaftsspiel auf dem Spielfeld direkten Kontakt mit dem Neumarkt-Kicker hatten, müssen in Quarantäne. Weshalb das gestrige Auftaktspiel in Riedau doch angepfiffen werden konnte.

Augenmaß gefordert

Das Riedauer Duo musste trotzdem in Quarantäne, obwohl die Corona-Tests beider Akteure negativ ausgefallen waren. Positiv: Sogar bei Neumarkt wurde laut der Testungen trotz des positiven Falls in den eigenen Reihen kein anderer Mannschaftskollege angesteckt. "Das zeigt wieder, dass die Ansteckungsgefahr des Coronavirus durch Freiluftsportarten wie Fußball kaum gegeben ist. Solange wir nicht alle miteinander schmusen oder aus den gleichen Bechern trinken", sagt Riedau-Sektionsleiter Udo Niemetz.

Riedau wollte trotz der Quarantäne-Ausfälle unbedingt spielen. "Die Burschen haben alle für den Start gebrannt. Hoffentlich findet mit den gesammelten Erfahrungswerten bald auch ein bisschen ein Umdenken statt."

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