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Schwere Verletzungen sind kein Zufall

Von Raphael Watzinger   06.September 2021

Schwere Verletzungen sind kein Zufall
Edelweiss Linz (Mitte) hatte in der höchsten Liga des Bundeslandes bei St. Martin/M. stark ersatzgeschwächt kaum eine Chance.

"Dieses Verletzungspech ist nicht mehr normal." Damit spricht Edelweiss-Sportchef Lukas Moser aktuell auch stellvertretend für viele OÖ-Liga-Klubs. Beim 1:4 gegen St. Martin/M. musste sein Team wegen zahlreicher Ausfälle mit einer Notelf antreten. Die Gründe für die lange Ausfallsliste liegen für den Edelweiss-Funktionär auf der Hand: "In diesem Ausmaß, wie wir aktuell betroffen sind, ist es schon extrem bitter. Das sind bestimmt Auswirkungen von der langen Corona-Pause." Am schlimmsten erwischt hat es Philipp Frühwirt bereits in der Vorbereitung: Der Edelweiss-Stürmer kam gerade erst von einem Kreuzbandriss zurück, und erlitt im Sommer abermals die schwere Knieverletzung. Eine Diagnose, die nach dem vergangenen Spieltag auch bei Wallerns Stefan Dieplinger oder Pregartens Kevin Hinterberger befürchtet wird. Beim Team von Trainer Ronald Riepl wäre es nach Ivan Zeko sogar der zweite Kicker, der wegen eines Kreuzbandrisses aktuell länger ausfallen würde. "Das spielt sicher mit der langen Pause ohne Fußballtraining zusammen. Wir haben die Trainingssteuerung zwar angepasst, gegen solche Verletzungen ist man aber oft machtlos", sagt Pregartens Riepl.

Wallerns Sportchef Albert Huspek sieht es ähnlich: "Man hört auch von den anderen Liga-Klubs, dass sie ungewöhnlich viel mit Verletzungen zu kämpfen haben." Weshalb Edelweiss reagiert hat: Mit Ex-Profi Manfred Rothbauer wurde extra ein Physiotherapeut hinzugeholt, der wöchentlich mit den Linzer Kickern arbeitet. Man will zumindest alles versuchen, um weitere schwere Verletzungen zu verhindern.

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22. Oktober 2021