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Fußball Unterhaus

Regionalliga-Start: WSC/Hertha gilt als einer der Favoriten

Von Raphael Watzinger 25. Juli 2019 00:04 Uhr

Regionalliga-Start: WSC/Hertha gilt als einer der Favoriten
Lukas Gabriel (rechts) ist einer der vielen bekannten Sommer-Neuzugänge von WSC/Hertha.

WELS. Aufstiegsambitionen haben nur zwei Teams, bei Stadl-Paura ist die Zukunft ungewiss.

Mit sechs Vereinen aus Oberösterreich wird am morgigen Freitag die neue Saison in der Fußball-Regionalliga angepfiffen. Die OÖNachrichten beantworten vor dem Drittliga-Start die wichtigsten Fragen:

Wer sind die Aufstiegs- Favoriten in dieser Saison?

Neben den steirischen Klubs Gleisdorf und Deutschlandsberg gibt es vor der kommenden Spielzeit auch wieder einen ernstzunehmenden Titelkandidaten aus Oberösterreich: WSC/Hertha hat im Sommer groß aufgerüstet. Mit Manuel Hartl, Florian Maier, Lukas Gabriel, Mario Reiter oder David Poljanec wurde Erfahrung in Form von 754 Spielen in Österreichs beiden Profi-Ligen geholt.

In die Rolle des Top-Favoriten will man sich in Wels nicht drängen lassen. "Wir wollen beste oberösterreichische Mannschaft werden", sagt WSC/Hertha-Sportchef Gerald Perzy. Mittelfristig sei der Aufstieg in die 2. Liga das Ziel. "Wir haben im Vergleich zur Vorsaison einen Schritt nach vorne gemacht." Und vielleicht muss man in dieser Saison ja gar nicht Meister werden, um auch aufsteigen zu dürfen. Bis auf Gleisdorf und WSC/Hertha haben aktuell noch keine Vereine richtige Ambitionen gezeigt, aufsteigen zu wollen...

Welche Ziele stecken sich die restlichen OÖ-Teams?

Vöcklamarkt, in der Vorsaison beste Amateurmannschaft Oberösterreichs, will einen Cup-Platz erreichen. Damit muss man wohl mindestens unter den besten drei oberösterreichischen Mannschaften liegen. Gurten hat abermals den Startplatz im ÖFB-Cup ausgerufen, peilt zudem einen einstelligen Tabellenplatz an. Die Jungen Wikinger wollen sich in der dritten Liga festsetzen, bei Stadl-Paura und dem FC Wels kann nur der Klassenerhalt das Ziel sein.

Wie geht es nach den vergangenen turbulenten Wochen bei ATSV Stadl-Paura weiter?

Das ist ungewiss. Durch die Rücktrittswelle einiger Vorstandsmitglieder am Montag – die OÖN haben exklusiv berichtet – hätte Druck auf Noch-Obmann Johann Stöttinger ausgeübt werden sollen. Handlungsunfähig ist er deshalb aber nicht. Laut OÖN-Recherchen benötigt man bei einem Unterhausklub bis zur Regionalliga lediglich zwei Funktionäre im Vereinsregister, um einen Spielbetrieb abwickeln zu können. Und die hat Stadl-Paura mit Johann Stöttinger und seinem Sohn Hannes als Kassier. "Das hat alles keine Auswirkungen auf die kommende Saison", sagt Stöttinger. Für seine ehemaligen Funktionärskollegen, die sich zuletzt mehrmals gegen ihn gewendet haben, hat er kein Verständnis: "Ich betone seit Monaten, dass ich mein Amt zur Verfügung stelle, wenn die guten Herren einen Nachfolger bringen. Das haben sie noch nicht geschafft."

Wann ändert sich etwas am Format der Regionalliga?

Vor drei Monaten haben sich die OÖ-Drittligisten gegen eine Ligen-Reform ab der Saison 2020/2021 entschieden. Damit ist bis Sommer 2021 eine Revolution der dritten Spielklasse nicht möglich – es bleibt alles beim Alten.

Trotzdem wird man genau auf den Westen Österreichs blicken: Da wird ab dieser Saison statt der Regionalliga West eine Eliteliga gespielt. In Salzburg, Tirol und Vorarlberg spielen im Herbst jeweils zehn Teams eine Hin- und Rückrunde gegeneinander. Die besten zwei Mannschaften jedes Bundeslandes steigen im Frühjahr in die Eliteliga auf – wo sechs Vereine in insgesamt 15 Runden im Frühjahr um den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse kämpfen. "Wir werden die Eliteliga beobachten und sie mit unseren Klubs im Sommer besprechen", sagt Verbandsdirektor Raphael Koch.

 

OÖN-Regionalliga-Check

 

UVB Vöcklamarkt

Die Hausruckviertler gehen weiter den Weg mit eigenen Talenten. Den Abgang von Mittelfeld-Regisseur Thomas Höltschl zu Regionalliga-West-Klub Anif sollen die jungen Wilden um Yannik Johnson (21), Paul Gunst (22), Manuel Gerbl (22), Lukas Preiner (17) und Marius Lehner (18) abfedern.

OÖN-Tipp: Der Vorzeigeverein in Oberösterreichs Amateurbereich wird eine ähnliche Rolle wie in der Vorsaison spielen.
Zu: Gerbl (Straßwalchen), Burger (Gmunden).

Ab: Höltschl (Anif), Gilhofer (Karriereende)

Wunschelf: Schober; Rensch, Würtinger, Holzinger; Rohrstorfer, Löffler, Johnson, Brandl; Gerbl, Leitner, A. Fröschl

ATSV Stadl-Paura

Nach dem Finanz-Chaos blieb von der erfolgreichen Mannschaft der vergangenen Spielzeit nicht mehr viel übrig. 19 neue Spieler sind im Sommer zu Stadl-Paura gekommen – darunter Legionäre aus Botswana, Südafrika oder Frankreich.

OÖN-Tipp: Trainer Vujanovic muss aus dem völlig neu zusammengewürfelten Team schnell eine Einheit formen – sonst kann man schon im Winter mit dem Gang in die OÖ-Liga planen.

Zu: Cirkovic (FC Juniors OÖ), Zümrüt (FC Wels), Sarcevic (Oedt), Seperovic, Kolakovic (beide SC Marchtrenk), Merville (El San Martin, Esp), Thobega, Molefi (beide Bot), Stajev (Passirio Meran, Ita), Sufaj (Illertissen, D), Iljazovic, Dervisevic (beide Liezen), Kljajic (Akademie Ried), Zdrakovic (Ostbahn XI), Mujanic (Niederthalheim), T. Ramakic (Bad Schallerbach), Lainer (Neumarkt), Tawdrous (St. Marienkirchen), Kanyerere (ASV 13), Hilaj.

Ab: Trainer Waldl (WSC/Hertha), Alin, P. Hofstätter (beide Vorwärts Steyr), Duna, Lüftner, Danicic, Maier, Mayer, Poljanec (alle WSC/Hertha), Ciobanu (Oedt), R. Hofstätter, Kölbl(beide Bad Ischl), Maric, M. Gruber, D. Gruber, Winkler (alle Gmunden), Raischl (Salzburger AK), Springer (Allerheiligen), Matell, Marco Siverio.

Wunschelf: Zdravkovic; Iljazovic, Merville, Stajev, Kolakovic; Cirkovic, Seperovic, Sufaj; Beglerovic, Kanyerere, Muro

U. Gurten

Der Kader wurde klug verstärkt: Die Fähigkeiten von Heimkehrer Fabian Wimmleitner sind bekannt, Neo-Stürmer Filip Matijasevic soll die Qualität heben.

OÖN-Tipp: Die Innviertler werden sicher wieder den einen oder anderen Favoriten zum Stolpern bringen. Ein einstelliger Tabellenplatz ist möglich.

Zu: Miletic (Ried), Wimmleitner (Friedburg/Pöndorf), Bauer (SK Schärding), Schmierer (Obernberg), Matijasevic (Dragovoljac, Cro).

Ab: Caka (FC Wels), Radojicic (ASK St. Valentin), Toth (St. Martin/M.), Cirkic (Bad Schallerbach), Hüttmair (Schalchen), Kouskous

Wunschelf: F. Wimmer; Kienberger, Th. Reiter, Schnaitter, Burghuber; Schott, Miletic; Kreuzer, Wimmleitner, Zirnitzer;
Matijasevic

WSC/Hertha

Vier der sechs OÖ-Klubs in der Regionalliga Mitte sehen im Team aus der Messestadt den großen Aufstiegsfavoriten. Neo-Coach Markus Waldl hat die Qual der Wahl: Beim 1:0 im Cup gegen Hohenems schafften es Florian Krennmayr oder Oliver Affenzeller nicht einmal in die erste Elf. Der Konkurrenzkampf ist enorm.

OÖN-Tipp: Bei Stadl-Paura genoss Neo-Coach Waldl die Rolle des Überraschungsteams, in Wels ist er der große Favorit: Schafft er es auch, ein Team voller gut bezahlter Ex-Profis zu motivieren? Wenn ja, führt der Aufstieg über die Welser.
Zu: Waldl (Trainer, ATSV Stadl-Paura), Duna, Lüftner, Danicic, Maier, Mayer, Poljanec (alle ATSV Stadl-Paura), M. Hartl (Blau-Weiß Linz), Gabriel (Vorwärts Steyr), Holzinger (FC Juniors OÖ), Rozic (FC Wels), Reiter (Oedt), David Klausriegler (Micheldorf), Gruber (Gallspach).

Ab: Bibaku (Vorwärts Steyr), Hamzic, Pellegrini (beide FC Wels), Kovacic (Junge Wikinger), Mitter, Schmid (beide Wallern), Abraham (St. Florian), Baumgartner (Grieskirchen), Vulic (Bad Schallerbach), Aljiji (SC Marchtrenk), Rabl (V. Marchtrenk), Ramadani

Wunschelf: Duna; Madlmayr, Gabriel, F. Maier, L. Mayr; M. Reiter, R. Pervan; M. Hartl, Markovic, H. Sulimani; Poljanec

FC Wels

Nächster Total-Umbruch in Wels: Neo-Trainer Ivica Lucic muss 15 neue Spieler integrieren.

OÖN-Tipp: Es wird wieder eng im Abstiegskampf.

Zu: Lucic (Trainer, FC Wels Juniors), Brkanovic, Pointner, Helal Ali, Huskic (alle FC Juniors OÖ), Hamzic, Pellegrini, Krajic (alle WSC/Hertha), Caka (Gurten), D. Haudum (Weißkirchen/Allhaming), Sinani (Andorf), Krajic (Neuhofen/Y.), Sallaku (Frittlingen, D), Vareskic (St. Marienkirchen/P.), Elgit (Vorchdorf), Mandir (Pettenbach), Guso (Vorwärts Steyr II).

Ab: Kartalija (Trainer, Steyregg), Zümrüt (ATSV Stadl-Paura), Rozic (WSC/Hertha), Hebesberger (Junge Wikinge Ried), Stadlbauer (Oedt), Idrizi, Kovjenic (beide Micheldorf), M. Sulimani (Bad Schallerbach), Tokic (Blau Weiße Jungs), St. Kovacevic (Kuchl), Dimitrov (Pettenbach), Dzelili, Hasani, Golkar (alle Stadl-Paura Juniors)

Wunschelf: Caka; Krumphals, Elgit, Kandler, Sinani: Pointner, Sallaku, Gas, Kaijic; Huskic, Pellegrini.

Junge Wikinger Ried

Klub-Ikone Herwig Drechsel kehrte im Sommer als Amateurtrainer zu den Innviertlern zurück. Im Vordergrund steht die Entwicklung der jungen Talente.

OÖN-Tipp: Gibt es regelmäßig Verstärkung aus der Zweitliga-Mannschaft, sollte der OÖ-Liga-Aufsteiger mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen.

Zu: H. Drechsel (Trainer, Bad Leonfelden), Untersberger (Co-Trainer, Akademie Ried), Kovacic (WSC/Hertha), Hebesberger (FC Wels), D. Kovacevic (Oedt).

Ab: Unterberger (Trainer, Akademie Ried), Fischer (Oedt), Viechtbauer (Wallern), Hochleitner (St. Johann), M. Schubert (Anif), Ph. Hartl (Kirchanschöring), Kahrimanovic (FC Juniors OÖ), O. Fischer (Oedt).

Wunschelf: Gütlbauer; Yilmaz, Hingsamer, Zrnic, Seiwald; Gragger, D. Pointner; Handlechner, H. Huber, Hebesberger; Schlosser

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