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Fußball Unterhaus

Kuriose Wende: Waldl wieder Stadl-Paura-Trainer

Von Raphael Watzinger   26. April 2019 13:31 Uhr

Regionalliga Herkulesaufgabe für Waldl in Stadl-Paura
Waldl (Gepa)

STADL-PAURA. Am Dienstag warf Markus Waldl als Trainer von Fußball-Regionalligist ATSV Stadl-Paura das Handtuch. Drei Tage später ist er als Coach zurück.

Es gibt nichts, was es nicht gibt: Die Situation beim von Finanznöten gebeutelten Fußball-Regionalligisten ATSV Stadl-Paura verkommt langsam zu einem echten Kabarett. 

Am Dienstag trat Markus Waldl wegen der Geschehnisse in den vergangenen Wochen als Stadl-Paura-Trainer zurück. Schnell wurde mit Christian Mayrleb ein Nachfolger gefunden. Doch der ÖFB-Teamspieler trat nach nur fünf Stunden als Betreuer des OÖ-Drittligisten gestern ebenfalls zurück. "Wie ich gestern in Stadl-Paura angekommen bin, hat der Vorstand nur gestritten.

Ich hätte es als Freundschaftsdienst für Hans Stöttinger gemacht, weil ich in Stadl-Paura eine schöne Zeit hatte. So macht das aber keinen Sinn“, sagt Mayrleb im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Kurios: Ausgerechnet sein Vorgänger Waldl wird gleichzeitig auch zu seinem Nachfolger. Die OÖN erreichten den 46-Jährigen im Bus zum heutigen Auswärtsspiel nach Weiz. "Es ist auch für mich eine komische Situation. Ich mache es nur für die Mannschaft, die unglaublichen Charakter hat", sagt Waldl.

Gestern hatten sich Waldl und sein Co-Trainer Christoph Brummayer noch emotional vom Team verabschiedet. Dann überschlugen sich die Ereignisse. "Die Mannschaft wollte diese Entscheidung nicht akzeptieren, hat das auch dem Vorstand mitgeteilt." Dieser wiederum soll Sportchef Johann Stöttinger ins Gewissen geredet haben. Waldl: "Ich und Christoph waren dann eine Runde Golf spielen in Kematen, um etwas abzuschalten. Danach stand plötzlich fast die gesamte Stadl-Mannschaft vor dem Golf-Platz, hat uns gebeten, weiterzumachen. Dieses Zeichen war überragend. Trotz aller Vorkommnisse haben wir uns durchgerungen, die Saison fertig zu machen." 

Ein starkes Zeichen, immerhin warten Spieler und Trainer schon wochenlang auf fehlende Gehälter. Waldl: "Mir geht es nicht um das Geld, das werde ich wahrscheinlich sowieso nicht mehr sehen. Wir machen es nur für diese tolle Mannschaft. Wenn plötzlich ein Maier, ein Poljanec oder ein Raischl dastehen, die alle schon im Profigeschäft aktiv waren und unbedingt wollen, dass wir weitermachen. Dann ist das schon etwas ganz besonderes."

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