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 Das sind Oberösterreichs einzige Kampfmannschaftstrainerinnen

Von Raphael Watzinger, 16. Oktober 2023, 06:01 Uhr
 Das sind Oberösterreichs einzige Kampfmannschaftstrainerinnen

LINZ. Selbst in Oberösterreichs Frauenteams haben hauptsächlich Männer als Trainer das Sagen. Aber nicht überall: Die OÖN haben die wenigen weiblichen Trainer-Ausnahmen gefunden.

LINZ. Fußball-Interessierten, darunter auch jenen, die sich nur am Rande damit beschäftigen, dürfte eines sicher nicht entgangen sein: Der Sport ist noch immer eine Männerdomäne. Ob bei den Schiedsrichtern, den Zuschauern oder auch bei den Trainern, Frauen sind in der Minderheit. Selbst bei Oberösterreichs Frauenteams haben hauptsächlich Männer als Trainer das Sagen. Es gibt aber sehr wohl Ausnahmen – wie etwa in Nebelberg. Die Mühlviertler vertrauen als einziges Team in der Frauen-OÖ-Liga auf eine Cheftrainerin: Seit 2019 steht Paula Kern an der Seitenlinie. "Ich bin gefragt worden, ob ich es mir vorstellen kann, die Frauen-Kampfmannschaft zu übernehmen. Zunächst hatte ich Zweifel, aber mein Mann sagte zu mir: Warum machst du es nicht? Es war vielleicht ein bisschen blauäugig, aber ich habe es nie bereut", sagt Kern, die selbst jahrelang bei Kleinmünchen als Spielerin dem runden Leder nachgelaufen ist.

Ihre ersten Erfahrungen als Betreuerin sammelte sie bereits im Nachwuchsbereich – als Trainerin ihrer Söhne Matthias und Philipp. "Für meine Buben war das normal, dass die Mama Trainerin war. Und für sie ist es auch jetzt normal, dass ich jedes Wochenende mehrmals am Fußballplatz bin", sagt Kern mit einem Schmunzeln. Die Faszination Fußball wurde bereits in ihrer Kindheit geweckt: "Ich bin mit Fußball aufgewachsen, habe immer mit meinen Brüdern gespielt. Miteinander gewinnen und verlieren – das habe ich immer bewundert. Als Trainerin gefällt es mir vor allem, mit verschiedenen Charakteren zu arbeiten." Im Umgang mit ihren Spielerinnen kann sie durchaus hart durchgreifen. "Ich verlange genauso viel von meinen Kickerinnen, wie ich auch von mir selbst verlangen würde. Aber vielleicht habe ich in der einen oder anderen Situation mehr Verständnis."

"Wollen keine Trainerin"

Was ebenfalls wohl nie vorkommen wird: dass Kern einmal eine Männer-Mannschaft übernimmt. "Mir wurde schon einmal die Reserve angeboten, ich habe das aber nicht gemacht. Da bin ich lieber bei meinem aktuellen Team, da kann ich mehr entwickeln. Außerdem glaube ich, dass es bei den Männern leider noch immer einige gibt, die ungern eine Frau als Trainerin hätten."

Zumindest bis zum Ende der Herbstsaison wird sie das Frauen-Team von Nebelberg aufstellen – und eines der weiblichen Trainer-Unikate im oberösterreichischen Amateurfußball sein. Den Reiz der Verantwortung als Cheftrainerin kann sie ihren Kolleginnen trotzdem nur ans Herz legen: "Ich befürchte, dass es sich viele nicht zutrauen. Man muss sich einfach hinstellen und es machen. Hoffentlich wird diese Aufgabe in Zukunft auch für Frauen interessanter."

Aktuell ist Kern zumindest nicht ganz alleine: Das 1b-Team der SPG Wallern/Krenglbach wird sogar von einem weiblichen Duo betreut. Verena Buchner und Melanie Hofer geben beim Frauen-Landesligisten die taktischen Anweisungen. "Ich bin als Spielerin mit dem Verein schon lange verbunden und kann so auch als Trainerin mein Wissen weitergeben", sagt Buchner. Auch die 1c des LASK hat in der Frauenklasse Nord/Ost eine Trainerin. Sogar eine höchst erfolgreiche: Mit sechs Siegen aus sechs Spielen führt die Elf von Sophia Schwendtner ungeschlagen die Tabelle an.

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Raphael Watzinger
Redakteur Sport
Raphael Watzinger

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