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Ex-Profis: 2. Klasse statt Bundesliga

LINZ. Panis &Co.: Als Spieler gehörte ihnen die große Bühne, ihre Trainerkarriere begannen sie unten.

Ex-Profis: 2. Klasse statt Bundesliga

Harald Ruckendorfer Bild: Lui

Sie spielten über zehn Jahre im bezahlten Fußball, feierten Titel und Erfolge. Während so mancher Kicker nach seiner erfolgreichen Profi-Laufbahn auch im Trainergeschäft "oben" einsteigen kann, sind sich diese drei Ex-Profis nicht zu schade, sich "unten" ihre ersten Sporen zu verdienen.

Jürgen Panis: Drei Mal Meister in der Bundesliga, einmal Cup-Sieger, Champions-League Spiele gegen Valencia: Die Bilanz des "Beißers" spricht für sich. Umso überraschender ist, dass der Ex-Mittelfeldspieler seit rund neun Monaten den 2.Klasse-Mitte-Klub aus St.Martin/Traun trainiert. "Vereins-Obmann Heinz Wolf war früher Zeugwart beim LASK, hat mich gebeten, dem Verein zu helfen und dort etwas aufzubauen", sagt Panis. Früher geriet der Klub eher durch Undiszipliniertheiten als sportliche Erfolge in die Schlagzeilen. Seit der ehemalige ÖFB-Teamspieler das Zepter in St. Martin schwingt, hat sich die Situation geändert. "Disziplin und der Einbau junger Spieler waren meine zwei zentralen Ziele, die Jungs haben dabei voll mitgezogen." Ebenso wie Pettenbachs Jung-Kicker, wo Panis nicht nur als U14-Trainer, sondern auch als Jugendleiter fungiert. Hauptberuflich arbeitet der mittlerweile 40-jährige Niederösterreicher als Immobilienfachberater bei einer Bank. "Mein Terminplan ist ganz schön voll, dennoch möchte ich einmal weiter oben eine Kampfmannschaft betreuen. Voraussetzung dafür ist aber, dass ich von meiner Frau grünes Licht bekomme."

Harald Ruckendorfer: Beim LASK war der Offensivspieler wegen seines Kampfgeistes ein Publikumsliebling. Diese Werte möchte der 32-Jährige nun auch seinen Schützlingen als Spielertrainer des 1b-Teams von OÖ-Ligist Bad Schallerbach (2. Klasse Mitte-Ost) weitergeben. Unter Ruckendorfers Regie verpasste die Mannschaft vergangene Saison nur knapp den Aufstieg. Der Ex-Vorwärts-Akteur lebt nicht nur als Aktiver, sondern auch als Trainer Vereinstreue: "Während meiner Spielerkarriere war ich nur für vier verschiedene Klubs tätig. Schallerbach ist wie eine kleine Familie, deshalb habe ich im Sommer auch zwei Angebote abgelehnt", betont Ruckendorfer, der zudem auch als Sportchef des OÖ-Ligisten tätig ist.

Stefan Hartl: FC Linz, SV Ried, FC Pasching, LASK, Vorwärts Steyr – Stefan Hartl stand während seiner aktiven Zeit für etliche OÖ-Traditionsklubs auf dem Feld. Die Laufbahn ließ er bei seinem Heimatverein in Altenfelden ausklingen, wo er nun den Klub aus der 2. Klasse Nord-West betreut. Hauptberuflich leitet Hartl bei der Firma Gugler, die Wasserturbinen herstellt, Projekte. Neben dem Job genießt vor allem auch die Familie mit seinen drei Kindern Priorität. ""Für mich ist der Fußball der optimale Ausgleich zum Beruf. Das Trainersein macht mir richtig Spaß. Zudem möchte ich Altenfelden für meine gute Zeit im Nachwuchs auch etwas zurückgeben."

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Artikel Marco Wolfsberger 21. September 2015 - 00:04 Uhr
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