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Der jüngste Trainer im Fußball-Unterhaus

LINZ. Unterhaus Spezial: Max Babler (24) tauschte früh das Spielertrikot mit der Trainerbank.

Der jüngste Trainer im Fußball-Unterhaus

Max Babler leitet das Training des 1b-Teams von Blau-Weiß Linz. Bild: mawo

Er gibt Kommandos, lebt an der Seitenoutlinie mit und jubelt bei Treffern seines Teams – kein ungewöhnliches Verhalten für einen Trainer während der Partien seiner Elf. Und dennoch ist Max Babler kein Coach wie jeder andere. Beim 0:1 seiner 1b-Mannschaft von Blau-Weiß Linz gegen Hörsching in der 1. Klasse Mitte hatten Kapitän Lindenbauer sieben Jahre, Urgestein Valentine Duru, der gesperrt fehlte, sogar 14 Jahre mehr auf dem Buckel als ihr Trainer.

"Dennoch spüre ich die volle Akzeptanz von meinen Spielern. Ich denke, dass nicht das Alter, sondern die fachlichen und menschlichen Kompetenzen entscheidend sind", sagt Babler, der mit seinen 24 Jahren der jüngste Kampfmannschaftstrainer des Landes ist. Nach drei Kreuzbandrissen beendete der Mittelfeldspieler, der für Blau-Weiß Linz und St. Florian 76 Regionalliga-Spiele bestritt, im vergangenen Sommer seine Karriere.

Die Linzer wollten aber zumindest abseits des Platzes nicht auf die Dienste des angehenden Lehrers verzichten und engagierten ihn als Mitarbeiter im Bereich Marketing und Organisation. Als sich der Klub dann vom ehemaligen 1b-Trainer Friedrich Feigl trennte, installierte Sportchef David Wimleitner seinen ehemaligen Mitspieler als neuen 1b-Trainer. "Es hat mehrere Kandidaten gegeben, ich dürfte David aber mit meinem Konzept überzeugt haben und möchte diese Riesenchance nützen", freut sich der Jung-Coach, der seit Kurzem Inhaber der UEFA-B-Lizenz ist.

Landesliga Ost als Ziel

Mittelfristig möchte Babler die zweite Mannschaft der Blau-Weißen in die Landesliga Ost führen, vorerst steht aber die Entwicklung der jungen Spieler im Vordergrund. "Wir haben viele Talente im Kader, müssen aber in der Defensive noch stabiler werden." Auch wenn es den ehemaligen Mittelfeldakteur manchmal noch reizt, sich das Trikot selber überzustreifen, ist ein Comeback aufgrund der Verletzungen kein Thema. "Ich war als Spieler schon sehr ehrgeizig und bin das auch als Trainer, möchte das jetzt unbedingt durchziehen und einmal in der Regionalliga coachen." Es ist dem ehrgeizigen Jung-Coach auf jeden Fall zuzutrauen.

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Artikel Marco Wolfsberger 30. März 2015 - 00:04 Uhr
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