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SV Ried

Nach Rieds 1:3 ist das Titelrennen wieder völlig offen

Von Raphael Watzinger  19. Juni 2020 20:45 Uhr

Es war ein bitterer Abend für die SV Ried.

RIED. 2. Liga: Austria Klagenfurt verkürzte den Rückstand mit 2:0-Sieg auf zwei Punkte.

Dämpfer im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg für die SV Guntamatic Ried: Die Innviertler mussten im heutigen Heimspiel in der 2. Fußball-Liga gegen die Young Violets eine 1:3 (0:1)-Heimniederlage hinnehmen. Jetzt ist das Titelrennen wieder völlig offen: Denn Austria Klagenfurt hat nach dem souveränen 2:0 in Lustenau den Rückstand auf Ried nach der Covid-Pause von acht auf zwei Zähler reduziert.

Das Team von Trainer Gerald Baumgartner verschlief die Anfangsphase komplett: Ein Kopfball von Anouar El Moukhantir (13.) sowie ein Abschluss von Matthias Braunöder (16.) verfehlten das Rieder Tor ganz knapp. In der Drangphase der Gäste hätten die Wikinger aber beinahe in Führung gehen können: Jefte hatte Stefan Nutz ideal mit der Ferse bedient, der jedoch an Austria-Goalie Mathias Gindl (17.) scheiterte.

Besser machte es El Moukhantir: Bei einer Hereingabe konnte Rieds wiedergenesener Abwehrchef Kennedy Boateng nicht klären – Marcel Ziegl fälschte den Schuss des Wieners ins Tor (24.) ab – 0:1. Vor der Pause hatten die Hausherren Pech: Marco Grüll (37.) und Julian Wießmeier (44.) scheiterten mit Top-Chancen am starken Gindl.

Doppelt bitter wurde es für Ried zu Beginn der zweiten Hälfte: Zuerst hatte der eingewechselte Ante Bajic nach nur elf Einsatzminuten (56.) wegen wiederholter Schulterproblemen vom Platz müssen, in der 58. Minute traf Aleksandar Jukic aus 20 Metern per Freistoß zum 0:2. Der Anschlusstreffer durch Joker Bernd Gschweidl (63.) hatte zwar noch einmal Hoffnung aufkommen lassen – Can Keles machte im Finish (81.) nach einem Konterangriff aber alles klar – 1:3. Ried-Torschütze Bernd Gschweidl: „Wir waren zu Beginn nicht aggressiv genug, sind kaum in die Zweikämpfe gekommen. Das ist gegen so eine Mannschaft zu wenig.“

Blau-Weiß: Verbandsanlage?

Seine letzten beiden Heimspiele als „echter Hausherr“ bestreitet der FC Blau-Weiß Linz in den kommenden drei Tagen: Ab 1. Juli übernimmt ja der LASK das Kommando auf der Linzer Gugl, die Blau-Weißen sind nur mehr Untermieter. Morgen (20.25 Uhr) geht es im OÖ-Derby gegen den FC Juniors OÖ, am Dienstag empfängt das Brunmayr-Team Austria Lustenau.

Die Liste der Ausfälle ist weiterhin lang: Mit Martin Grasegger (krank), Martin Kreuzriegler (angeschlagen), Bernhard Janeczek (Muskelfaserriss) und Nosa Edokpolor (gesperrt) fällt gegen den LASK-Kooperationsverein die etatmäßige Viererkette aus. Wie lange die Blau-Weißen wirklich noch auf der Gugl spielen, ist ungewiss. Es ist gut möglich, dass man bereits während der kommenden Saison eine neue Heimat bezieht. Favorit wäre ein Ausweichen auf die Linzer Verbandsanlage. Die Akademie-Heimat wird vom LASK aktuell sogar bundesligafit gemacht – die Bagger sind längst angerollt, das Fußballfeld in der Daimlerstraße wurde vergrößert und entspricht auch den Standards der Profi-Ligen. „Aktuell gibt es aber kein Stadion in Linz, das zweitligatauglich wäre“, sagt Blau-Weiß-Geschäftsführer Stefan Reiter. „Das weitaus größere Problem ist, dass wir aufgrund der Bauarbeiten im Donauparkstadion ab Sommer 2021 eine Spielstätte für unser Amateurteam und unseren Nachwuchs benötigen. Mit den Profis haben wir ja sowieso das Recht, bis 2023 im Linzer Stadion zu spielen.“ Auch die Anlage des SV Urfahr wurde bereits besichtigt – fix ist, dass ein Standort außerhalb von Linz (wie etwa Traun oder Wels) nicht infrage kommt.

Steyr trifft auf Vorwärts-Schreck

Ebenfalls ein Derby hat der SK Vorwärts Steyr vor der Brust: Gegen Amstetten sinnt die Wahlmüller-Elf auf Revanche: In den bisherigen drei Zweitliga-Duellen gab es keinen Sieg. Aufpassen muss die Vorwärts-Hintermannschaft vor allem auf Amstettens David Peham: Der 28-Jährige traf in den drei Partien gegen seinen Ex-Klub fünf Mal.

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Redakteur Sport

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