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SV Ried

Muslic verlor Machtkampf in Ried – Heraf übernimmt

Von Thomas Streif  26. März 2021 00:04 Uhr

Muslic verlor Machtkampf in Ried – Heraf übernimmt
Beim gestrigen 3:2-Erfolg im Testspiel gegen den SV Horn saß bereits Andreas Heraf als Cheftrainer auf der Bank der SV Ried.

RIED. Fußball-Bundesliga: Nachdem es im Training wiederholt gekracht hatte, wurde gestern der Vertrag mit dem Headcoach aufgelöst.

Nicht einmal zehn Tage hat der "Friede" zwischen Ried-Trainer Miron Muslic und seinem Assistenten Andreas Heraf gehalten. Gestern um 17.30 Uhr war Muslics Amtszeit nach einem – wieder einmal – chaotischen Tag beendet. Denn während die Mannschaft auf dem Rasen der Josko-Arena ihren Test gegen Horn absolvierte, verhandelte Muslic wenige Meter daneben in der Rieder Geschäftsstelle seine Vertragsauflösung aus. Der Tag im Zeitraffer:

  • 10 Uhr, Rieder Geschäftsstelle: Wie schon am Vortag gibt es intensive Gespräche zwischen Geschäftsführer Rainer Wöllinger, Sportkoordinator Wolfgang Fiala und Trainer Miron Muslic. Die Stimmung ist angespannt, in den Tagen davor hat es im Training laut OÖN-Infos mehrmals "gekracht". Es ist klar, dass aus dem explosiven Duo Muslic/Heraf am Ende nur einer übrig bleiben wird.
  • 13 Uhr, altes Rieder Stadion: Während die Innviertler im alten Rieder Stadion ihren ersten von zwei Tests an diesem Tag gegen Amstetten (0:0) absolvieren, lautet der Titel auf nachrichten.at bereits: Wo ist Miron Muslic? Der Trainer fehlt beim Spiel, nur Heraf ist da. Zu diesem Zeitpunkt ist offensichtlich, dass etwas passiert.
  • 15 Uhr, Rieder Josko-Arena: Während sich die Spieler nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 3:2-Sieg über die B-Garnitur von Zweitligist Horn mühen, verhandelt Muslic seine Vertragsauflösung. Kurz kommt er sogar von der Geschäftsstelle auf die Tribüne, um der Mannschaft zuzusehen, dann verschwindet er wieder.
  • 17.30 Uhr: Der Klub gibt die Vertragsauflösung bekannt. Nichts ist mehr zu hören vom "Weitergehen des eingeschlagenen Weges", den man noch vor zehn Tagen propagiert hatte. Sportkoordinator Wolfgang Fiala: "Die Herangehensweisen von Muslic und Heraf waren sehr unterschiedlich. Geschäftsführer Rainer Wöllinger und ich wollten eigentlich mit Muslic weitermachen, aber er war der Auffassung, dass es in dieser Konstellation für ihn nicht mehr möglich ist. Das haben wir akzeptiert", sagte Fiala gestern Abend im OÖN-Gespräch. Dass Heraf als Co-Trainer mehr Kompetenzen erhalten hatte als vielleicht üblich, lag auf der Hand – das war der Anfang vom Ende für Muslic. "Ich hoffe, mit meinem Rücktritt einen positiven Impuls setzen zu können", wurde Muslic in einer Aussendung zitiert. Für Geschäftsführer Wöllinger, seit November 2020 im Amt, ist es bereits der zweite Trainerwechsel. Vor dem Rücktritt von Muslic hatte Gerald Baumgartner gehen müssen. Der allerletzte Joker wurde gezogen, Heraf und die Mannschaft müssen liefern.

Artikel von

Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif
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