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SV Ried

1:2 –Auch mit „Heraf-Taktik“ verlor Ried in der 91. Minute

Von Harald Bartl  21. März 2021 21:03 Uhr

Ried - Altach
Daniel Offenbacher (Ried) im Zweikampf mit Marco Meilinger (Altach)

ALTACH. Unfassbar: Zum dritten Mal in sieben Spielen verlor Fußball-Bundesligist SV Guntamatic Ried beim 1:2 in Altach in der Nachspielzeit.

Schon wieder traf Emanuel Schreiner – diesmal in der 91. Minute per Elfmeter, der via Innenstange ins Tor ging. Der 32-Jährige ist der „Ried-Schreck“: Vier Treffer hat der Ex-Rieder in 22 Runden erzielt: zwei bei Altachs 4:1-Sieg im Innviertel, die anderen beiden am Sonntag, nachdem Ried zur Halbzeit noch mit 1:0 geführt hatte.

Das taktische Verhalten der Rieder trug am Sonntag von der ersten Minute an klar die Handschrift von Co-Trainer Andreas Heraf. Vom versuchten Angriffspressing der vergangenen Wochen war nichts mehr zu sehen. Die Rieder agierten in einem 4-4-2 mit Julian Wießmeier als zweiter Spitze neben Patrick Schmidt. Im Spiel gegen den Ball waren die Innviertler mit allen elf Spielern in der eigenen Hälfte postiert – und das auch noch extrem tief. Und Ried hatte damit vorerst Erfolg. Altach kam durch Manuel Thurnwald zwar vorerst zur besten Chance (16.), doch das Tor machte Ried.

Nach einem Standard verlängerte Kennedy Boateng auf Julian Wießmeier, der aus kurzer Distanz einschoss (23.). Ein Befreiungsschlag, den Muslic auf der Trainerbank und Andreas Heraf auf der Tribüne feierten – der Co sah sich die erste Halbzeit, in der Ried auch noch weitere Chancen hatte, von oben aus an.

Der Führungstreffer schien eine Befreiung für Ried zu sein. Dennoch kamen die bis dahin offensiv ideenlos wirkenden Altacher zum Ausgleich. Bei einem hohen Subotic-Ball vergaß die Rieder Defensive auf den zur Pause eingewechselten Schreiner, der völlig frei per Kopf traf (58.). Die Rieder spielten ihre Konter danach nicht genau genug zu Ende – und agierten auch zu passiv. Altach bekam Oberwasser. Trotzdem sah bis zum Schluss nach einem Remis aus.

Bei der Elfmetersituation war ein leichter Kontakt da, Referee Harkam, der davor härtere Zweikämpfe hatte durchgehen lassen, zeigte auf den Punkt. Samuel Sahin-Radlinger erriet zwar die Ecke, der Ball ging dennoch via Stange ins Netz. Jetzt liegt Ried nach der Punkteteilung noch einen Zähler vor der Admira. Der Rückstand auf St. Pölten und Altach beträgt praktisch drei Punkte, weil man im Falle einer Punktegleichheit automatisch zurückgereiht wird.

Stimmen zum Spiel

„Die Elfmeter-Entscheidung war unglaublich und unverständlich. Wir hatten sieben, acht Topchancen. Das Ergebnis macht die Arbeit natürlich nicht einfacher. In den ersten zehn Minuten nach dem Schlusspfiff bin ich schon sehr leer und ratlos gewesen.“
Miron Muslic, Ried-Trainer

„Ein Kontakt war da, aber solche Kontakte passieren 2000 Mal in jedem Spiel.“
Luca Meisl, über die Elfmeter-Situation in der 91. Minute.

„Wir wollten abwarten, und Altach kommen lassen. Wir hätten unsere Konterchancen besser fertigspielen müssen.“
Julian Wießmeier, Rieder Torschütze

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Harald Bartl

stellvertretender Ressortleiter Sport

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