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SV Ried

Viel Lob für Ried, aber jetzt muss der Titelfavorit liefern

Von Raphael Watzinger   02. März 2018 00:04 Uhr

Viel Lob für Ried, aber jetzt muss der Titelfavorit in der Ersten Liga liefern
Dieser vergebene Kopfball von Thomas Fröschl vor dem leeren Tor kostete Ried am Ende den Aufstieg.

WIEN/RIED. Die Innviertler drängten Bundesligist Rapid im ÖFB-Cup an den Rand einer Niederlage - in der Meisterschaft sind sie als Ligakrösus allerdings bereits drei Partien sieglos.

Verkehrte Fußball-Welt nach dem 1:2 der SV Guntamatic Ried im Cup-Viertelfinale beim SK Rapid: Während die Innviertler nach ihrer Niederlage mit Lob überhäuft wurden, musste der Fußball-Bundesligist aus Wien Kritik einstecken. Nicht das glückliche Weiterkommen der Grün-Weißen, sondern der starke Auftritt des Tabellenführers der Ersten Liga war das Hauptthema. "Wir wussten, dass Ried ein harter Brocken wird. Ich habe eine Bundesliga-Mannschaft gesehen", sagte Rapid-Trainer Goran Djuricin.

Auch die Rapid-Kicker zollten den Wikingern Respekt. "Sie spielen ein gutes Pressing, waren sicherer und besser im Spiel. Ried ist für mich jetzt schon eine Bundesliga-Mannschaft, wir waren der glückliche Sieger", sagte der Ex-Rieder Thomas Murg. In der Tat: Das Team von Trainer Lassaad Chabbi hätte die Wießmeier-Führung durch Thomas Fröschl und den eingewechselten Philipp Prosenik ausbauen müssen.

Djuricin: "Es wird hoffentlich nicht mehr so oft vorkommen, dass eine gegnerische Mannschaft so viele klare Torchancen bei uns vorfindet." Stattdessen gab der Zweitliga-Tabellenführer binnen 82 Sekunden die Partie aus der Hand. "Wenn wir das 2:0 machen, ist das Spiel vorbei. So wie es dann gelaufen ist, war es typisch Rapid. Sie wissen selber nicht, wie sie weitergekommen sind", war Angreifer Prosenik enttäuscht.

Niederlage soll Auftrieb geben

Eine Frage drängte sich natürlich auf: Warum ist jene Mannschaft, die im Cup gegen den LASK und Rapid so geglänzt hat, in der Meisterschaft nicht längst schon meilenweit vor der Konkurrenz? Ried liegt zwar punktgleich mit Innsbruck an der Spitze. Mit Leistungen wie gegen Rapid müsste man aber längst viel weiter vorne liegen. Dass der Rieder Kader nicht nur von den Kosten, sondern auch von der Leistung her bundesligatauglich ist, hat man bewiesen. Für Trainer Lassaad Chabbi ist klar: "Die Meisterschaft wird im Kopf entschieden." Und da ist der Druck für Ried Woche für Woche wesentlich größer. Man ist der große Gejagte. Spiele, in denen man nichts zu verlieren hat, liegen Ried offensichtlich besser.

Chabbi ist seiner Mannschaft nicht böse, dass die Leistung in der Meisterschaft am Freitag gegen den FAC (1:1) zwei Klassen schwächer war. "Ich bin nicht sauer. Das ist vor so einem Cup-Duell wie gegen Rapid menschlich."

Morgen wartet mit dem FC Liefering wieder der Liga-Alltag. Die "Jung-Bullen" werden mit den gleichen Dressen wie Bundesligist Red Bull Salzburg einlaufen. Vielleicht ist das ja Motivationshilfe.

Blau-Weiß schiebt Test ein

Die Kältewelle verschont auch die Fußball-Erste-Liga nicht: Mit den Begegnungen Kapfenberg gegen Blau-Weiß Linz und Wiener Neustadt gegen Hartberg wurden zwei weitere Freitagsspiele abgesagt. Bereits am Mittwoch war die Partie zwischen FAC Wien und Wattens gestrichen worden. Damit findet heute lediglich die Partie zwischen Wacker Innsbruck und Austria Lustenau planmäßig statt.

Eine Absage, die Blau-Weiß durchaus gelegen kommt. Der Nachtragstermin für das Spiel in Kapfenberg ist der 20. März (18.30 Uhr). Dann könnten mit Rodnei, Manuel Hartl oder Markus Blutsch bei den Linzern wieder einige Spieler von ihren Verletzungen retour kommen. Auch Florian Templ und Ante Anic sollen in zwei Wochen wieder in das Mannschaftstraining einsteigen.

Ganz ohne Spiel kommt das Team von Trainer Thomas Sageder an diesem Wochenende aber nicht aus: Heute wird ein Test gegen Regionalligist Stadl-Paura eingeschoben, morgen macht sich der Blau-Weiß-Coach auf den Weg nach Salzburg, um vor dem OÖ-Derby am kommenden Freitag Gegner Ried in Liefering live zu beobachten. (rawa)

 

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