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Kam er seiner Degradierung zuvor?

Thomas Weissenböck ist nicht mehr Cheftrainer der SV Ried. Bild: Scharinger

Kam Thomas Weissenböck seiner Degradierung zuvor?

RIED IM INNKREIS. Thomas Weissenböck trat als SV-Ried-Trainer zurück, bleibt aber der Akademie erhalten.

13. November 2018 - 00:04 Uhr

Seit gestern, 16.35 Uhr, ist Fußball-Zweitligist SV Guntamatic Ried offiziell auf Trainersuche. Thomas Weissenböck erklärte nach dem 1:3 gegen den FC Blau-Weiß Linz seinen Rücktritt bei den drittplatzierten Innviertlern, die zuletzt dreimal in Folge nicht gewinnen konnten. "Ich habe in den jüngsten Spielen gemerkt, dass die Mannschaft neue Impulse braucht. Ich möchte dem Verein hierbei nicht im Wege stehen", sagte Weissenböck, der dem Klub als Akademieleiter erhalten bleibt.

Trotzdem stellt sich die Frage: Kam der 46-Jährige seiner Degradierung zuvor? "Das kann man so nicht sagen, es hätte Gespräche gegeben, wir hätten die Situation in der Winterpause analysiert. Alles andere wäre Spekulation", betonte SVR-Sportchef Fränky Schiemer: "Dieser Schritt ist von ihm ausgegangen und kam für mich überraschend. Wenn Thomas Weissenböck nicht mehr Trainer sein will, dann ist das zu akzeptieren. Wichtig ist, dass er uns erhalten bleibt."

Dennoch gilt es als wahrscheinlich, dass Weissenböck nach dem letzten Spiel des Jahres am 25. November beim FC Juniors OÖ abgelöst worden wäre. Zu groß war der Druck nach der Kritik – vor allem in den sozialen Netzwerken. Zu groß vielleicht auch der Frust, in der öffentlichen Wahrnehmung als Alleinschuldiger der durchwachsenen Herbst-Saison herhalten zu müssen. Die neuerlich mit Aufstiegsambitionen gestarteten Rieder haben einen Rückstand von sechs Zählern auf Spitzenreiter Wattens aufgerissen. "Thomas Weissenböck hat es gut gemacht, auch der Punkteschnitt ist in Ordnung. Leider gibt es eine gewisse Unruhe. Wir sind zwar Tabellendritter, aber gefühlt Neunter", sagte Schiemer: "Unser Problem ist, dass wir wenige Tore schießen."

Von Gludovatz bis Baumgartner

Weissenböck selbst, der Tag und Nacht alles für den Verein gibt, kann den Ball nicht ins gegnerische Tor befördern. Für ihn war vor allem die Doppelbelastung Akademie/Kampfmannschaft in Verbindung mit dem größer werdenden Tabellen-Rückstand nicht mehr zu stemmen.

Vorerst übernimmt Co-Trainer Miron Muslic, Chefcoach der in der OÖ-Liga erfolgreichen Jungen Wikinger, das Zepter. Allerdings nur interimistisch. Wie geht es danach weiter? Einige freie Trainer gibt es.

Eine Rückkehr von Paul Gludovatz, von vielen gefordert, käme intern der völligen sportlichen Entmachtung von Sportchef Schiemer gleich. Neben Gludovatz ist für niemand Platz. Zu sehr sind auch die halbherzigen Annäherungsversuche der Vorsaison in Erinnerung, die am Ende in einer Absage von Gludovatz mündeten.

Zu haben ist auch Heimo Pfeifenberger, der seinen bis 2019 datierten Vertrag in Wolfsberg bereits vor einiger Zeit aufgelöst hat. Zwar hat er Ried bereits im Frühjahr abgesagt, damals war die Vertragssituation aber noch anders.

Gerald Baumgartner, vor einigen Wochen in Mattersburg gekündigt, wird wohl nicht so leicht auf seinen gut dotierten Vertrag bei den Burgenländern verzichten.

Oliver Lederer ist nach seinem gescheiterten Intermezzo in St. Pölten mittlerweile in der Regionalliga Ost tätig.

Vier Trainer binnen 20 Monaten

Namen werden zu diesem Zeitpunkt von Schiemer nicht kommentiert, er schloss aber nicht aus, dass Trainer, die in der Vergangenheit der SV Ried abgesagt haben, wieder ein Thema werden könnten. "Die Entscheidung muss gut überlegt sein, einen Schnellschuss wird es nicht geben. Wir haben Zeit", sagte der Sportchef.

In Ried wird über kurz oder lang der vierte Trainer binnen 20 Monaten arbeiten. Christian Benbennek musste im März 2017, kurz nach dem Amtsantritt von Schiemer als Manager, gehen. Lassaad Chabbi, um 50.000 Euro aus Lustenau geholt, wurde kurz vor Ende der vergangenen Saison von Weissenböck abgelöst. (haba/alex)

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