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SV Ried

1:1 - Ried erkämpfte gegen den Vizemeister in Unterzahl einen Punkt

Von Alexander Zambarloukos  06. August 2022 19:01 Uhr

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Christoph Monschein verwandelte einen Elfmeter sicher: Kurzer Anlauf, flach ins linke Eck, das passt.

Bundesliga: Christoph Monschein verwandelte gegen den SK Sturm in der 77. Minute einen Elfmeter, eine Viertelstunde zuvor hatte Leo Mikic Gelb/Rot gesehen

Die SV Guntamatic Ried bleibt auch im zweiten Heimspiel der Fußball-Bundesliga-Saison 2022/23 ungeschlagen. Die Innviertler erkämpften vor 4345 Fans in der josko ARENA nach 0:1-Rückstand ein 1:1 (0:1) gegen Vizemeister SK Sturm, der sich am Dienstag gegen Dynamo Kiew um den Einzug in das Champions-League-Play-off bemühen wird.

Ried-Trainer Christian Heinle schenkte jener Startformation das Vertrauen, die sich eine Woche zuvor zum 1:0-Heimsieg über Aufsteiger Austria Lustenau gezittert hatte. Das überrascht nicht wirklich, weil die dünne Personaldecke kaum Alternativen zulässt. Ein Königreich für einen Sechser im Mittelfeld und einen Fels in der Abwehr. Doch solche Typen lassen sich nicht von heute auf morgen herzaubern.

Nur nichts überstürzen

„Wir werden definitiv nichts überstürzen. Das Anforderungsprofil ist erstellt, wir haben einige auf dem Zettel, aber konkret ist noch nichts“, sagte Sportchef Thomas Reifeltshammer zu den OÖN, während der Geschäftsführer Sport des SK Sturm, Andreas Schicker, bereitwillig für ein Foto mit einem Ried-Fan posierte. Der 36-Jährige fühlt sich noch immer pudelwohl in Ried, wo er zwei Etappen in seiner aktiven Laufbahn verbrachte (2004 bis 2006 und 2012 bis 2014). Und noch einer mit langer Ried-Vergangenheit war da: Blau-Weiß-Geschäftsführer Stefan Reiter.

Doppeltes Duell Mikic gegen Demaku mit Folgen

„Ein Unentschieden würden wir schon nehmen“, hatte Reifeltshammer vor dem Anpfiff einen Wunsch geäußert, der tatsächlich in Erfüllung gehen sollte. Man muss die Gunst der Stunde nutzen. Noch dazu in Unterzahl. Christoph Monschein verwandelte in der 77. Minute jenen Elfmeter staubtrocken zum 1:1, den der aufgerückte Verteidiger Tin Plavotic rund 180 Sekunden zuvor „erobert“ hatte. Der 25-jährige Kroate war im Duell um den Ball zu Boden gegangen, Schiedsrichter Josef Spurny entschied nach Videostudium auf Strafstoß, weil er erkannte, dass Sturms Sandro Ingolitsch beim versuchten Befreiungsschlag seinen Gegner getroffen hatte.

Dieser Ausgleichstreffer kam eigentlich wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Sturm hatte das Geschehen unter Kontrolle, seit der 11. Minute 1:0 geführt (Torschütze Christoph Lang) und noch dazu seit der 62. Minute einen Mann mehr auf dem Feld. Leo Mikic sah zurecht Gelb/Rot, weil er im zentralen Mittelfeld bei einem Tackling zu spät kam und Vesel Demaku zu Fall brachte. Die beiden waren sieben Minuten zuvor schon einmal aneinander geraten. Demaku klammerte, Mikic fuhr die Hand aus, um sich zu befreien. Demaku hielt sich das Gesicht, ein Wortgefecht folgte, Spurny erschien als Schlichter und zeigte beiden Protagonisten Gelb.

Ziegl hatte den Matchball

Alles egal. Die Rieder, die bis zur 42. Minute ohne Offensivaktion blieben, können mit diesem 1:1 blendend leben, auch wenn Marcel Ziegl in der 86. Minute sogar den Matchball vorfand. Der Schuss strich am linken Eck vorbei. Im Finish versuchte der SK Sturm, der am vergangenen Samstag Meister Salzburg 2:1 bezwungen hatte, alles, um drei Punkte ins Trockene zu bringen. Die Innviertler verteidigten sich mit Händen und Füßen. Letztlich erfolgreich.

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Alexander Zambarloukos

Redakteur Sport

Alexander Zambarloukos

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