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Nationalteam

Österreich beschäftigt die "Akte Alaba", Israel der Jom-Kippur-Feiertag

Von Harald Bartl 08. Oktober 2019 00:04 Uhr

Österreich beschäftigt die "Akte Alaba", Israel der Jom-Kippur-Feiertag
Das ÖFB-Nationalteam bestritt den gestrigen Trainingsauftakt ohne den angeschlagenen David Alaba.

WIEN. Unterschiedliche Aufgabenstellungen beschäftigen Österreichs und Israels Fußball-Nationalmannschaft vor dem richtungsweisenden EM-Qualifikationsspiel am Donnerstag (20.45 Uhr) in Wien.

Während ÖFB-Teamchef Franco Foda mit Personalfragen kämpft, hat in Israel das Jom-Kippur-Fest Auswirkungen auf die Vorbereitung der Nationalmannschaft, da die Spieler ab Dienstagnacht 25 Stunden lang keinerlei flüssige oder feste Nahrung zu sich nehmen sollen.

Beim gestrigen Auftakttraining des Nationalteams am Nachmittag auf dem Trainingsfeld des Wiener Ernst-Happel-Stadions war David Alaba nicht mit dabei. Der FC-Bayern-Spieler wurde nach seiner Rippenverletzung erst einmal individuell von der medizinischen Abteilung des ÖFB untersucht. Danach wurde entschieden, dass Alaba auf jeden Fall beim Team bleibt und man zumindest alles unternehmen will, um ihn bis Donnerstag spielfit zu machen. Allerdings schränkte Teamchef Franco Foda gestern auch ein: "Er wird nur dann spielen, wenn er wirklich fit ist. Bei solchen Verletzungen kann alles sehr schnell gehen, es kann aber auch länger dauern." Dass Alaba um jeden Preis bei der Zusammenkunft des Nationalteams dabei sein wollte, kann schon einmal als positives Zeichen gewertet werden.

Weiter offen ist auch, ob Martin Hinteregger nach seinem disziplinären Ausrutscher vor dem Polen-Länderspiel wieder in die Anfangself zurückkehrt. Helfen könnte, dass sein Ersatzmann Stefan Posch ein Kandidat auf den freien Platz des verletzten Außenverteidigers Stefan Lainer ist.

Video: EM-Quali-Vorbereitungen laufen

Israels Team ist bereits in Wien

In Israel wird morgen das Jom-Kippur-Fest begangen. Der Versöhnungstag, und damit der höchste jüdische Feiertag, hat auch Auswirkungen auf die Vorbereitungen der israelischen Fußball-Nationalmannschaft. Wie viele Spieler aus dem Aufgebot tatsächlich die 25-stündige Fastenzeit ab Dienstagnacht einhalten, ist nicht bekannt. Israels Sportdirektor Willi Ruttensteiner hat jedoch klare Prioritäten gesetzt. "Über das Fasten brauchen und wollen wir gar nicht diskutieren. Wir gehen damit sehr respektvoll um. Den Rückstand werden wir aufholen, wir stimmen uns auch mit unseren Sportmedizinern ab." Israels Team reiste bereits gestern an, heute wird am späten Vormittag trainiert, das Abschlusstraining steigt dann morgen Abend. Davor haben die Spieler am Mittwoch die Möglichkeit, eine Synagoge zu besuchen. Ruttensteiner: "Wir haben intern alles vorbereitet, um das Fest standesgemäß feiern zu können. Das ist ein wichtiger Tag, daher wollen wir es jedem ermöglichen, ihn bestmöglich zu begehen. Da tritt der Fußball einen Schritt zurück."

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Redakteur Sport

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