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Nationalteam

Für Österreichs Fußballfans wird der Kampf um EM-Tickets zur Lotterie

Von Harald Bartl 19. November 2019 00:04 Uhr

Für Österreichs Fußballfans wird der Kampf um EM-Tickets zur Lotterie
ÖFB-Stürmer Marko Arnautovic hat sein EM-Ticket bereits sicher – für Österreichs Fans wird es deutlich schwieriger.

RIGA. Fußball: Österreichs Nationalteam trifft heute (20.45 Uhr) zum Abschluss auf Lettland

Davon hätten nicht einmal die größten Optimisten im Österreichischen Fußballbund nach dem Fehlstart in der EM-Qualifikation zu träumen gewagt: Österreichs Fußballnationalteam dreht beim heutigen Gastspiel in Riga gegen Lettland (20.45 Uhr, ORF eins live) nur noch eine sportliche Ehrenrunde. Das Ergebnis ist nebensächlich, das EM-Ticket bereits eine Runde vor Schluss trotz des Fehlstarts gegen Polen (0:1) und Israel (2:4) fix in der Tasche. Wichtiger als das heutige Endresultat sind bereits Fragen wie jene nach möglichen Wegen, um an Karten zu kommen.

Die Karten: Der ÖFB selbst hat keine Möglichkeit, Tickets zu verkaufen. Dieses Privileg obliegt ausschließlich dem europäischen Fußballverband UEFA. Dieser hat den Kartenverkauf in mehrere Phasen unterteilt. Rund 1,5 Millionen Tickets wurden bereits im Sommer abgesetzt. Zwischen dem 4. und 18. Dezember können sich auch heimische Fans bei der UEFA registrieren, und sich für Karten der Österreich-Spiele in der Vorrunde sowie – im Falle des Aufstiegs – auch für die K.O.-Phase bewerben. Die Karten werden am Ende unter allen registrierten Fans verlost. Die billigsten Tickets kosten je nach Austragungsort zwischen 30 und 55 Euro.

Die Austragungsorte: Bis zum Start der Registrierung am 4. Dezember weiß man bereits, in welchen beiden Städten Österreich seine Partien austragen wird. Das erleichtert dann auch für die Fans die Planung. Optimal wäre für österreichische Fußball-Anhänger die Gruppe mit den Austragungsorten Budapest und München.

Das Restrisiko: Eine Gefahr bleibt auch nach der Auslosung am 30. November in Bukarest, bei der Österreich wohl aus dem dritten Lostopf gezogen werden dürfte: Sollte sich die Nationalmannschaft eines Austragungslandes erst im März 2020 über die Play-offs für die EM qualifizieren, dann muss neu gelost werden. Der Grund: Jeder Teilnehmer darf mindestens zwei Spiele im eigenen Land bestreiten. Am Auslosungstag stehen erst 20 der 24 Teilnehmer fest.

Alle Infos zu den EM-Tickets: www.euro2020.com

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Bild 1/26 Bildergalerie: Abschlusstraining des ÖFB-Teams vor dem Lettland-Spiel

Wem vertraut Foda im "Betonbunker" von Riga?

Welcher Mannschaft schenkt ÖFB-Teamchef Franco Foda heute im „Betonbunker“ von Riga sein Vertrauen? Das lettische Nationaltstadion hat schon bessere Zeiten gesehen. Der Großteil der Sitzplätze ist unüberdacht, die Umgebung ist ähnlich trostlos, wie es die Leistungen der punktelosen lettischen Nationalelf während der EM-Qualifikation gewesen ist.

Mindestens sieben Spieler aus der Startelf vom 2:1-Erfolg gegen Nordmazedonien werden heute fehlen. Auch der Einsatz von Kapitän Julian Baumgartlinger ist nicht fix. Die „Schülermannschaft“-Causa ist nach einem Gespräch zwischen Baumgartlinger und Präsident Leo Windtner endgültig ausgeräumt. Baumgartlinger: „Meine Worte (‘wir sind die erste Schülermannschaft, die zu einer EM fährt’, Anm.) waren auch mit einem gewissen Augenzwinkern versehen.“ Windtner: „Generell war die Kritik nach dem Israel-Spiel ein Weckruf zur richtigen Zeit.“

Auf sein Debüt im Nationalteam hofft LASK-Spieler Thomas Goiginger: „Das wäre die Erfüllung eines Kindheitstraums.“

Alle Infos zur EM 2020

Gruppenköpfe bei der EM

Gruppe A in Rom und Baku: Italien (Weltrangliste 15)
Gruppe B in Kopenhagen und St. Petersburg: Russland (37)
Gruppe C in Amsterdam und Bukarest: Niederlande (12)
Gruppe D in London und Glasgow: England (4)
Gruppe E in Bilbao und Dublin: Spanien (8)
Gruppe F in Budapest und München: Deutschland (16)

Weitere qualifizierte Teams

Belgien (1)
Frankreich (2)
Portugal (6)
Kroatien (7)
Schweden (18)
Polen (21)
Ukraine (22)
Österreich (25)
Türkei (32)
Tschechien (43)
Finnland (55)

Auslosung der EM-Gruppen
30. November in Bukarest

Nations-League-Play-off

20 der 24 EM-Startplätze werden über die EM-Qualifikation vergeben, die letzten vier Tickets im Nations-League-Play-off. Sie gehen an die Sieger von vier Viererturnieren, die im K.-o.-System ausgetragen werden.

Im Nations-League-Play-off sind jeweils die vier Sieger der Nations-League-Ligen von 2018 vorgesehen. Sofern sich diese auf normalem Weg für die EM qualifiziert haben, erhalten die nächstgereihten Teams innerhalb der Liga ihren Startplatz. Sind in einer Liga weniger als vier Teams verfügbar, weil alle anderen qualifiziert sind, geht der Play-off-Platz an das nächstbeste Team einer unteren Liga.

Die Auslosung erfolgt am 22. November in Nyon. In allen vier Gruppen trifft das bestgereihte Team in der Nations-League-Gesamtwertung im Halbfinale am 26. März auf das schlechtestgereihte, die beiden Aufsteiger spielen am 31. März um einen EM-Platz.

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Harald Bartl

Redakteur Sport

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