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Nationalteam

„Foda-Raus“-Rufe bei Österreichs peinlichem 0:1

Von Harald Bartl  08. September 2021 00:05 Uhr

Franco Foda
Teamchef Franco Foda

WIEN. Die ÖFB-Auswahl kam gegen die Schotten nicht einmal zu Chancen.

Lange hatten die 18.000 verbliebenen Fans im Wiener Ernst Happel-Stadion bei Österreichs gestrigem 0:1 (0:1) in der WM-Qualifikation gegen Schottland noch versucht, dem Nationalteam den Rücken zu stärken. Als man nach 71 Minuten noch immer keinen einzigen (!) Schuss auf das Tor des Gegners abgegeben hatte, hallten die „Foda-Raus“-Rufe und die Pfiffe dann aber bereits durchs gesamte Oval. Es war einfach (erneut) viel zu wenig, das Österreichs Mannschaft auf das Feld brachte.

Den Schotten genügte eine Durchschnittsleistung mit den typischen Attributen wie rustikalem Einsteigen und tiefstehender Abwehr, um Österreich völlig aus dem Tritt zu bringen. Ideen oder ein Plan, um das Spiel noch zu drehen? Nein, davon war gestern im Wiener Ernst-Happel-Stadion nichts zu sehen.

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Foda stellte um

ÖFB-Teamchef Franco Foda hatte wie erwartet umgestellt. Die Dreier-Abwehr – gegen Israel noch groß verteidigt – gehörte gestern der Geschichte an. Die Defensive war gestern auch nicht das Problem. Man agierte deutlich stabiler als in Israel. Es war auch nicht mangelnder Wille oder Einstellung – sondern am Ende nur noch pure Verzweiflung und Hilflosigkeit. Und das ist leider das größte Alarmzeichen.

Es war ein individueller Fehler von Martin Hinteregger, der die Partie entschied. Seine Ring-Einlage vor dem Elfmeter zum 0:1 (30.) war in Zeiten des VAR fahrlässig. Viel zu lange waren die beiden Hände am Trikot des Gegners. Der Referee wurde vom Video-Assistenten zurück an den Bildschirm beordert und entschied auf Strafstoß. Die zweite Gelbe Karte für den bereits verwarnten Frankfurt-Legionär – bei Trikotvergehen normalerweise sehr schnell heraußen – ließ der Referee stecken. Der Elfer von Lyndon Dykes war zwar nicht besonders platziert, aber trotzdem scharf genug, um die Gäste zum Sieg zu schießen.

Der Elfmetertreffer reichte, weil Schottlands Torhüter Craig Gordon bis zum Kopfball von Christoph Baumgartner (79.) keinen einzigen Ball zu halten hatte, während die Gäste im Konter sogar die besseren Chancen auf eine vorzeitige Entscheidung hatten.

Was bleibt, ist die pure Ernüchterung als Tabellen-Vierter mit mittlerweile bereits vier Punkten Rückstand auf den Zweiten Schottland und elf auf Tabellenführer Dänemark. Stefan Ilsankers ehrliches Fazit: „Ich möchte mich bei den Fans entschuldigen. Es ist uns nicht viel gelungen.“

Marko Arnautovic
Auf dem Boden: Marko Arnautovic

Artikel von

Harald Bartl

stellvertretender Ressortleiter Sport

Harald Bartl
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