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Nationalteam

Ein "Hickersberger" ist gegen die Färöer streng verboten

Von Harald Bartl  27. März 2021 00:04 Uhr

Ein "Hickersberger" ist gegen die Färöer streng verboten
Gegen Schottland durfte Österreich dank Sasa Kalajdzic (li.) zwei Mal jubeln.

WIEN. WM-Qualifikation: Im Land des Gegners steht der Name des ÖFB-Teamchefs von 1990 als Synonym für "Blamage".

Selbstzufriedenheit oder Selbstkritik? Österreichs Fußball-Nationalteam entschied sich vor dem WM-Qualifikationsheimspiel am Sonntag gegen die Färöer (20.45 Uhr, ORF 1 live) in Wien für Letzteres. Das 2:2 in Schottland war für die heimischen Ansprüche zu wenig. Da kennt man aus der Vergangenheit anderes. "Wir haben nur einen Punkt mitgenommen, aber wir werden daraus lernen", sagte etwa Wolfsburg-Legionär Xaver Schlager.

Teamchef Franco Foda war ebenfalls nicht zufrieden. "Es war für mich unnötig, wir haben hier zwei Punkte liegen gelassen. Da haben wir gerade bei Standardsituationen einen Fehler zu viel gemacht." Allerdings stellte sich der Trainer auch vor LASK-Torhüter Alexander Schlager, der vor allem beim 1:1 nicht gut ausgesehen hatte. "Er musste sich nicht auszeichnen, deswegen war das Spiel nicht so einfach für einen Torwart", sagte Foda über den LASK-Keeper. "Insgesamt war die Leistung zufriedenstellend." Ob Schlager morgen erneut spielen wird, ließ Foda offen. Generell ist mit zahlreichen Umstellungen zu rechnen, da es gleich am Mittwoch gegen Dänemark weitergeht.

"Einen Hickersberger machen"

Vorsicht ist gegen die Färöer auf jeden Fall geboten. Die Zeiten, als die Spieler als Mechaniker, Psychologe, Hitparaden-Stürmer, Mechaniker und Kindergärtner arbeiteten, sind längst vorbei. Torhüter Jens Martin Knudsen – der Mann mit der Zipfelmütze beim 1:0-Sieg über Österreich 1990 – führt eine Fischfabrik. Kaj Leo Johanneson wurde wohl auch dank seiner Popularitätswerte als Fußballer zum Premierminister des Landes gewählt. Ein Wort hat sich im lokalen Fußballgebrauch gehalten: der "Hickersberger". Die Erklärung von Allan Mörköre, einst Gegenspieler von Toni Polster und danach als Trainer tätig: "Das ist nicht böse gemeint. Hickersberger wirst du bei uns gerufen, wenn du dich im Fußball blamierst oder etwa als Trainer vor dem Aus stehst. Denn wenn man gegen die Färöer verliert, dann hast du als Trainer immer ein Problem."

Heute spielt mit Joan Edmundsson ein gegnerischer Akteur sogar in der deutschen Bundesliga bei Bielefeld. Dennoch sollte ÖFB-Teamchef Franco Foda heute kein "Hickersberger" passieren.

Artikel von

Harald Bartl

stellvertretender Ressortleiter Sport

Harald Bartl
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