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Nationalteam

3:1 – Österreichs Färöer-Trauma war nach elf Minuten wieder beendet

Von Harald Bartl, Wien   29. März 2021 00:05 Uhr

Noten: Auf Schlager und Trauner war Verlass

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WIEN. Nach einem ordentlichen Schreckmoment landete Österreichs Fußball-Nationalteam gestern den erwarteten 3:1-(3:1)-Sieg über die Färöer.

Elf Minuten lang wurde nach dem (irregulären) Treffer zum 0:1 an das Färöer-Trauma von 1990 erinnert. Danach wurde die Überlegenheit der ÖFB-Auswahl aber rasch in Tore umgemünzt. Jetzt kann Österreich am Mittwoch im WM-Qualifikationsduell mit Spitzenreiter Dänemark die Tabellenführung übernehmen.

ÖFB-Teamchef Franco Foda hatte – wie erwartet – rotiert. Neben LASK-Kapitän Gernot Trauner in der Innenverteidigung kamen auch Andreas Ulmer, Louis Schaub und Marcel Sabitzer neu ins Team. Die ÖFB-Auswahl begann ambitioniert. Die Führung der Gäste in der 19. Minute war dann doppelt bitter. Torschütze Sonni Nattestad, ohnehin 1,97 Meter groß, bekam nach einem Eckball nur deshalb einen so hohen Luftstand, weil er sich bei Trauner aufstützte, der dadurch selbst nicht hochspringen konnte.

Eigentlich hätte die ukrainische Schiedsrichterin Kateryna Monzul – die das Spiel ansonsten gut im Griff hatte – abpfeifen müssen. So aber stand es 0:1. Auch Torhüter Alexander Schlager konnte nicht herauskommen, weil ihm Heini Vatnsdal und Stefan Lainer den Weg versperrt hatten.

Beim einzigen Gegentor stützte sich Sonni Nattestad irregulär auf.

Umschwung dank Schlager

Nach 28 Minuten zahlte Schlager das Vertrauen von Foda, der ihn erneut aufgestellt hatte, zurück: Erneut kam Nattestad, der in Irland bei Dundalk sein Geld verdient, zum Kopfball. Schlagers Parade verhinderte das 0:2 – und gab dem Spiel damit auch die Wende. Denn nach dem folgenden Gegenstoß war mit dem Treffer zum 1:1 (30.) das große Zittern beendet.

Nach einer Ecke von links verlängerte Stefan Lainer auf Aleksandar Dragovic, der in seinem 88. Länderspiel seinen zweiten Treffer erzielte. Und dieser war deutlich wichtiger als sein Premierentor beim 1:2 2014 im Freundschaftsspiel gegen Brasilien.

Schiedsrichterin Kateryna Monzul hatte (fast) alles im Griff.

Damit war auch der Bann beim ÖFB-Team gebrochen. Christoph Baumgartner (37.) und Sasa Kalajdzic, der einen Alaba-Stanglpass nur noch über die Linie drücken musste (44.), machten noch vor der Pause alles klar. Drei Treffer in den ersten 45 Minuten hatte Österreich seit 2013 nicht mehr erzielt. Auch damals hieß der Gegner Färöer. Beim Gegner feierte nach der Pause mit Petur Knudsen der Sohn des legendären Färöer-Torhüters mit der Zipfelmütze, Jens Martin Knudsen, sein Teamdebüt.

Den ganz hohen Kantersieg gab es auch deshalb nicht, weil Trauner (49.) und Baumgartner (52.) gleich nach der Pause vergaben – und Foda Wechsel im Hinblick auf das Match am Mittwoch gegen Dänemark vornahm, in dem weitere Tore ohnehin wichtiger sind.

„Die Leistung war okay. Wir hatten gute Chancen und Aktionen, das Match noch höher zu gewinnen. Der Sieg war verdient“, sagte Kapitän David Alaba.

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