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LASK

Ullmann verlor die Geduld: Rapid statt Ausland

Von Günther Mayrhofer 19. Juli 2019 00:04 Uhr

Ullmann verlor die Geduld: Rapid statt Ausland
Beim letzten Auftritt im LASK-Dress beim Test gegen Admira Linz trug Ullmann wegen eines Nasenbeinbruchs eine Maske.

WIEN. Eine Ausstiegsklausel im LASK-Vertrag ermöglichte den Wechsel zu den Wienern.

"Für keinen einzigen Spieler des LASK kommt ein österreichischer Klub in Frage", sagte Präsident Siegmund Gruber über die Angebote für die Fußballer des Vizemeisters. Seit gestern gilt das nicht mehr – und der LASK hatte keine Chance, es zu verhindern: Maximilian Ullmann steht vor dem Wechsel zu Rapid. Er nützt die Ausstiegsklausel im LASK-Vertrag, der bis 2021 gelaufen wäre.

"Die festgeschriebene Ablöse ist im Verhältnis niedrig", bestätigte LASK-Vizepräsident Jürgen Werner, dass der Verkauf kein großes Geschäft ist. "Die Ausstiegsklausel haben wir bei der Vertragsverlängerung gemacht." Ohne diese hätte Ullmann im Jänner 2018 nicht unterschrieben und wäre kostenlos frei gewesen.

Seitdem trieb Ullmann seinen Marktwert in die Höhe. Als Stammspieler beim Vizemeister stand er in der Vorsaison in allen 41 Pflichtspielen in der Startelf und wurde nur in der letzten Bundesligarunde ausgewechselt.

Gestern führte der 23-Jährige abschließende Gespräche mit Rapid. Anfragen anderer Klubs hatte es schon im Winter gegeben, nach der abgelaufenen Saison ebenso. "Es ist nichts dabei, wo er gerne hingehen will", hatte Vizepräsident Werner noch vor vier Wochen gesagt. Es wurde vereinbart, die U21-Europameisterschaft abzuwarten. Bei der Endrunde in Italien und San Marino wollte er sich vor den internationalen Scouts von seiner besten Seite zeigen.

Der LASK baute vor

Ullmann hatte nie verheimlicht, dass er in diesem Sommer den Absprung machen will. Werner: "Dass etwas passiert, war uns bewusst, das haben wir ihm auch versprochen, deswegen dürfen wir ihm auch nicht nachweinen. Dass er nun wahrscheinlich diese Entscheidung trifft, haben wir nicht erwartet. Das Ausland wäre uns lieber gewesen."

Die reizvollen Angebote, ein Legionär zu werden, blieben allerdings aus. "Ulli schmeißt ein bisschen die Nerven weg, glaube ich", sagte Werner, als früherer Spielerberater mit Vorgängen am Transfermarkt vertraut. "Er traut sich nicht mehr zu warten." Das nutzte Rapid. Die Wiener warben seit dem Verkauf von Boli Bolingoli an Celtic Glasgow intensiv um Ullmann. Vielleicht spielte auch mit, dass sich Ullmann seines Stammplatzes beim LASK nicht mehr sicher war: Die Athletiker hatten mit den Verpflichtungen von René Renner und David Schnegg bereits für den erwarteten Ullmann-Abgang vorgebaut. Renner spielte in den Tests zuletzt stets mit der ersten Garnitur. Ullmann, nach dem Sonderurlaub nach der U21-EM erst in der zweiten Woche im Mannschaftstraining, testete hingegen am Mittwoch mit der zweiten Garnitur gegen Admira Linz (8:0). Es war wohl sein letzter Auftritt im LASK-Dress.

Bei Rapid hat er als einziger Linksfuß für die Flügelposition im neuen 3-5-2 beste Chancen auf einen Stammplatz. Finanziell wird sich der Transfer für Ullmann ebenso auszahlen. Unter der Woche muss er allerdings zuschauen, wenn seine Ex-Kollegen im Europacup spielen: Rapid scheiterte an der Qualifikation.

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