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Trauner nach 2:4: "Eine ernüchternde Vorstellung"

Von Günther Mayrhofer   25.Januar 2021

Trauner nach 2:4: "Eine ernüchternde Vorstellung"
Vier Mal mussten die LASK-Spieler beim Torjubel der WSG-Tirol-Spieler wegsehen.

"Vier Tore tun weh als Verteidiger. Wir haben Geschenke verteilt. Das darf uns nicht passieren", sagte Kapitän Gernot Trauner. "Das war eine ernüchternde Vorstellung."

Im Linzer Stadion hatte der LASK im Herbst alle sechs Heimspiele gewonnen und dabei nur einen Gegentreffer kassiert, gestern wurden die Tiroler zum Toreschießen eingeladen. Dabei hatte Peter Michorl den LASK noch in Führung gebracht (25.). Dann nutzte Tirol eiskalt die Fehler:

1:1 (30.): Gernot Trauner kommt beim Corner nicht an den Ball, Johannes Eggestein springt gar nicht mit David Gugganig mit – dessen Kopfball passt genau ins Kreuzeck.

1:2 (33.): Es ist ein Blackout von Torhüter Alexander Schlager: Als Jewgen Tscheberko einen Rückpass spielt, übersieht er Kelvin Yeboah. Der Stürmer nimmt ihm den Ball ab und bedient Nikolai Baden Frederiksen (33.). Schlager bestätigt: "Ich habe nur den gesehen, der von rechts kommt. Den von links hatte ich ehrlich gesagt nicht auf dem Schirm."

1:3 (42.): Wieder wird Yeboah übersehen: Der Stürmer wird nach einer Behandlungspause wieder auf das Feld gewunken und sofort angespielt. Den Stanglpass verwertet wieder Baden Frederiksen, der völlig alleingelassen wird (42.). Zwar gestand der vierte Offizielle im Gespräch mit LASK-Trainer Dominik Thalhammer: "Ich weiß, das schaut unglücklich aus." Thalhammer: "Aber wenn man ein Spiel so wie wir verliert, sollte man sich nicht auf andere ausreden."

Zum ersten Mal in der Bundesliga gelangen Tirol drei Tore vor der Pause. Das 2:3 von James Holland (43.) gab dem LASK zwar Hoffnung, In die Druckphase nach der Pause fiel das 2:4. Rene Renner brachte Baden Frederiksen im Strafraum zu Fall, Yeboah verwandelte den Elfmeter (70.).

"Wir waren nicht bereit"

"Tirol wollte das unbedingt, wir waren nicht so bereit", kritisierte der LASK-Trainer. "Ein Spitzenteam muss in so einer Situation anders reagieren." So sah es auch Trauner: "Wir waren von der ersten Sekunde an nicht zu hundert Prozent bereit, die letzten Meter zu gehen." Ganz im Gegensatz zum Gegner. "Jeder Gebietsligist hat bessere Trainingsbedingungen als wir", sagte Trainer Thomas Silberberger. In den vergangenen zwei Wochen konnte man nur ein Mal auf Naturrasen trainieren. Aber das reichte gestern.

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11. April 2021