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LASK

Thalhammer: "Unser Ziel, unser Auftrag, unsere Mission ist der Aufstieg"

Von Günther Mayrhofer  19. August 2021 00:04 Uhr

Thalhammer: "Unser Ziel, unser Auftrag, unsere Mission ist der Aufstieg"
In Klagenfurt muss der LASK heute die Lufthoheit erringen.

KLAGENFURT. Europa Conference League: Der LASK geht heute als klarer Favorit in das Play-off-Hinspiel in Klagenfurt gegen den schottischen Cupsieger St. Johnstone (19 Uhr, ORF 1)

Zwei erfolgreiche Spiele trennen den LASK vom Erreichen des ersten Ziels dieser Fußball-Saison: "Unser Ziel, unser Auftrag, unsere Mission ist der Aufstieg", sagte Trainer Dominik Thalhammer vor dem heutigen Fußball-Play-off-Hinspiel zur Europa Confernce League in Klagenfurt gegen St. Johnstone (19 Uhr, ORF 1). Der schottische Cupsieger ist die letzte Hürde vor der Gruppenphase – und sie wird hoch.

Der Gegner spielt typisch britisch: 1,88 Meter misst Sturmtank Michael O’Halloran, 1,87 Meter Abräumer Liam Craig, 1,91 Meter Verteidiger Shaun Rooney – diese Wucht ist der Trumpf der Schotten. "St. Johnstone ist physisch immens stärker", zog Thalhammer den Vergleich zu Novi Sad, den der LASK abserviert hatte (1:0, 6:1). "Sie spielen viele lange Bälle, lassen wenig zu und sind gefährlich bei Standardsituationen.

Beinahe hätten die Schotten den großen Favoriten Galatasaray in der Europa League in die Knie gezwungen. Gewarnt sind die Athletiker nicht nur deswegen, sondern auch aus der eigenen Erfahrung als Außenseiter. "Wir haben mehrmals bewiesen, gegen Sporting vor allem, dass die vermeintlich kleineren Mannschaften gewinnen können", sagte Abwehrchef Philipp Wiesinger. "Wir dürfen von der ersten Minute keinen Zweifel aufkommen lassen, dass wir als Sieger vom Platz gehen." Einen Vorgeschmack darauf, was ihn heute in den Luftduellen erwartet, bekam er schon am Samstag gegen Sturm Graz (1:3): Die Folge eines Zweikampfs mit Kelvin Yeboah war ein blaues Auge. Wer heute sein rechter Nebenmann sein wird, ließ Thalhammer offen: Yannis Letard fällt aus.

Wer vertritt Letard?

Jede Alternative birgt ein Risiko: Andres Andrade würde nach einer Verletzung sein Saisondebüt geben, Jan Boller fehlt die Erfahrung, Dario Maresic war in den jüngsten drei Bundesligaspielen an Gegentoren beteiligt. Die Spielpraxis fehlt nach zwei Jahren auf der Bank in Reims. "Vielleicht hat er es unterschätzt", erklärte Thalhammer. "Er kann sich unserer Unterstützung sicher sein. Entscheidend ist er aber am Ende selbst: Er muss sich aus dieser Situation herausarbeiten. Das muss er jeden Tag im Training und bei seinen Einsätzen zeigen, das ist sein Job." Jener des LASK ist es, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Donnerstag in Perth zu schaffen.

Heiße Transferaktie

Ali McCann ist für das spielerische Element bei St. Johnstone zuständig. Der 21-Jährige steht vor einem Karrieresprung. Er wird unter anderem mit Celtic Glasgow in Verbindung gebracht. An Österreich hat er schlechte Erinnerungen: Vor neun Monaten verlor er mit Nordirland in der Nations League in Wien mit 1:2.

Für James Holland ist kein Platz
Holland trainiert, spielt aber nicht.

Für James Holland ist kein Platz

„James Holland wird nicht im Kader sein.“ Trainer Dominik Thalhammer bestätigte gestern, dass der Routinier weiterhin keine Rolle spielt. Für einige LASK-Fans, die den 32-Jährigen noch als Leistungsträger in Erinnerung haben, ist dessen fortwährende Nichtberücksichtigung ein Rätsel – doch sie hat logische Gründe.

Schon im Frühjahr, als alle ihrer Form nachliefen, litt Holland besonders unter der Krise. Seiner Rolle als Führungsspieler konnte er dadurch nicht gerecht werden. Stammspieler war er trotzdem – bis sein größter Fürsprecher Emanuel Pogatetz, ein enger Freund, von seiner Aufgabe als Co-Trainer entbunden wurde. Schon im ersten Spiel danach saß Holland nur noch auf der Bank. „Ich habe bei einigen Dingen zu lange zugeschaut“, hatte Thalhammer zum Anpfiff der neuen Saison als Fehler im verpatzten Frühjahr eingestanden. Da meinte er wohl auch das Festhalten an Holland.

Rückstand aufgerissen

Als der Australier dann nach der Rückkehr ins Nationalteam im Sommer auch noch verspätet in die Vorbereitung einstieg, hatte er nicht nur Peter Michorl und Lukas Grgic, sondern auch Hyon-seok Hong im zentralen Mittelfeld vor sich. Vergangene Saison vertrat Holland Abwehrchef Gernot Trauner unter anderem beim 3:3 gegen Tottenham. Auf dieser Position ist allerdings Philipp Wiesinger dank starker Leistungen gesetzt. Also ist für Holland kein Platz mehr im Team.

Auch sein Status innerhalb der Mannschaft hat gelitten. Der einstige Führungsspieler gehört nicht mehr dem Mannschaftsrat an. Der LASK würde Holland wohl abgeben. Sein gut dotierter Vertrag läuft bis 2023. Will er seine Chance auf eine WM-Teilnahme 2022 bewahren, muss er spielen – und damit Abstriche bei einem Wechsel machen. 

Artikel von

Günther Mayrhofer

Redakteur Sport

Günther Mayrhofer
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