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LASK

Ohne Raguz braucht der LASK eine neue Spielidee

07. November 2020 00:04 Uhr

Ohne Raguz braucht der LASK eine neue Spielidee
Schon wenige Minuten vor der Verletzung war das rechte Knie des Torjägers untersucht worden.

LINZ. Gegen die Admira dürfte erneut Eggestein den Torjäger vertreten.

Marko Raguz wollte bis zur Diagnose nicht über seine Knieverletzung reden. Der Gesichtsausdruck des LASK-Stürmers bei der gestrigen Rückkehr vom 1:0 in der Fußball-Europa-League in Antwerpen erzählte ohnehin alles. Er wusste, dass er wohl monatelang ausfallen wird. Auf Krücken verließ der 22-Jährige den Flughafen Hörsching, von wo er gleich ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht wurde. Die Verletzung – ein Riss des Kreuzbandes im rechten Knie wird vermutet – könnte seine Saison vorzeitig beenden und damit auch seine Hoffnungen auf einen Platz im EM-Kader.

Wenige Minuten vor dem verhängnisvollen Zweikampf mit Martin Hongla war Raguz bereits im Rasen hängen geblieben. Das medizinische Team begutachtete das rechte Knie lange und führte Funktionstests durch. "Sie haben das nach bestem Wissen und Gewissen gemacht", sagte Trainer Dominik Thalhammer. Raguz spielte weiter und lief auch rund. Thalhammer: "Wer weiß, ob vorher schon etwas war? Das ist reine Spekulation."

Nicht nur als Torschütze wird er dem LASK fehlen. In Antwerpen war er Teil der laut Thalhammer eine der "bisher besten Pressingleistungen", auch als Zielspieler für lange Pässe ist er nicht zu ersetzen. Thalhammer: "Er ist ein spezieller Spielertyp."

Das Top-Duo im Visier

Am Sonntag gegen die Admira (14.30 Uhr) wird Raguz wohl erneut von Johannes Eggestein vertreten. Die Bremen-Leihgabe erzielte in Belgien das Tor, das dem LASK eine gute Ausgangsposition im Rennen auf einen Platz in der K.-o.-Phase gab. Der eigentlich als Raguz-Ersatz verpflichtete Mamoudou Karamoko sei wegen erneuter Adduktorenprobleme weiterhin keine Alternative.

Am Ende der ersten Saisonphase verloren die müden Athletiker das letzte Spiel vor der Länderspielpause gegen Rapid mit 0:3. Zum Abschluss des zweiten Powerplays gegen die Admira sind die vielen Spiele kein Problem mehr. "Die zweite Phase war jetzt wirklich sehr, sehr gut", sagte Thalhammer. "Der Anspruch ist jetzt, dass wir das gegen die Admira zu Ende führen." Da Rapid am Sonntag im Schlager Salzburg empfängt, könnte der LASK mit einem Sieg den Rückstand auf zumindest eines der beiden Teams verkürzen. (mag)

Kein Einspruch wegen Antwerpens Wechselfehler

Im Sinne des Fair-Plays verzichtet der LASK auf einen Einspruch wegen des Wechselfehlers Antwerpens beim 1:0 in der Europa League. In der 63. Minute waren zwei Royal-Spieler für einen Doppeltausch bereit gestanden, ehe es offenbar Probleme mit der Anzeigetafel gab. Referee Jewgenij Aranowskij pfiff wieder an, der zweite Wechsel wurde eine halbe Minute später vollzogen. Da die Gastgeber bei zwei Gelegenheiten drei weitere Spieler austauschten, gab es am Ende vier Wechsel-Unterbrechungen – eine mehr als erlaubt.

Eine Strafverifizierung wäre wegen des Regelverstoßes möglich gewesen. „Der Fair-Play-Gedanke steht für uns im Vordergrund“, sagte Vizepräsident Jürgen Werner. „In der Gruppe könnte uns zwar ein 3:0 statt einem 1:0 einen entscheidenden Vorteil verschaffen, aber es widerstrebt uns, dass Royal Antwerpen auf diese Art ein Nachteil entstehen könnte. Fehler können passieren.“

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