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LASK

Nach erstem Schritt aus der Krise muss der LASK jetzt auch in der Liga punkten

Von Harald Bartl  18. September 2021 00:04 Uhr

Nach erstem Schritt aus der Krise muss der LASK jetzt auch in der Liga punkten
Nicht nur bei Lukas Grgic herrschte nach dem Schlusspfiff beim 2:0-Sieg über HJK Helsinki Erleichterung pur.

HELSINKI. Conference League: Torschütze Dario Maresic bedankte sich nach dem 2:0 von Helsinki bei seinen Mitspielern und Freundin Stella, die auch in der Krise zu ihm gestanden waren.

Mit ein paar Kilo weniger im Gepäck ist der LASK nach dem 2:0-Sieg in der UEFA Conference League über HJK Helsinki gestern in Klagenfurt gelandet, wo am Sonntag (14.30) das Liga-Spiel bei Austria Klagenfurt auf dem Programm steht. In Finnland hat man mit der Erleichterung über den Sieg auch ganz viel Ballast aus der Vergangenheit abgelegt.

Allen voran Dario Maresic, der Torschütze zum 1:0, der wohl wie kein anderer Spieler die Situation des LASK in Person widerspiegelt. Nach dem Top-Start in Runde 1 beim 1:0 über Altach folgten für die Neuerwerbung mehrere Tiefschläge und auch individuelle Fehler. Eine ganz schwierige Situation, nachdem er auch in Frankreich bei Reims kaum gespielt hatte und genau deshalb an den LASK verliehen wurde. Maresic: "Ich konnte erst gar nicht glauben, dass ich das Tor gemacht habe, da ich ja kaum zu Chancen komme. Aus der Emotion heraus bin ich dann zu ,Grgerl’ (Lukas Grgic, Anm.) gelaufen, weil er mir in der schwierigen Zeit der letzten Wochen – gemeinsam mit Husein Balic – sehr geholfen hat und immer für mich da war. Also ging der Weg aus der Emotion heraus zu den beiden."

Nach erstem Schritt aus der Krise muss der LASK jetzt auch in der Liga punkten
Dario Maresic mit seiner Stella

Die Familie, zu der vor allem auch Freundin Stella gehört, ist ebenfalls ein großer Anker. "Meine Freundin war selbst sehr lange im Leistungssport aktiv, sie war Handballerin (in Graz, Anm.) und hat eine Sport-Hauptschule besucht. Daher weiß sie genau, mit welchen Situationen man als Sportler konfrontiert sein kann und welche Unterstützung es braucht, um da wieder rauszukommen. Sie hat ein unglaubliches Gespür dafür, wie sie mir helfen kann, wenn es sportlich nicht läuft, und ist eine richtig große Stütze für mich. Wir sind einfach ein richtig gutes Team und pushen uns gegenseitig ständig im Sport und beim Studium."

Wielands Matchplan ging auf

LASK-Neo-Trainer Andreas Wieland kennt der 21-Jährige aufgrund der gemeinsamen Zusammenarbeit beim österreichischen U16-Nationalteam schon lange. Der LASK-Trainer ging das Risiko ein, jenem Spieler zu vertrauen, der zuletzt öffentlich besonders in der Kritik gestanden war. Wieland: "Ich freue mich für Dario, dass er eine gute Leistung gebracht hat. Aber jetzt gilt es, diese zu bestätigen."

Klar erkennbar war Wielands Matchplan im 3-4-3 mit etwas flacher agierenden Außenverteidigern, der Suche nach dem schnellsten Weg ins Angriffsdrittel und dem Ball in die Tiefe.

Auffallend: Es wurden jene Spieler in der Anfangself bevorzugt (Holland im zentralen Mittelfeld, Hong eine Linie davor wie früher bei den Juniors), die auf ihren Positionen so viel LASK-Erfahrung wie möglich haben. Das ging vor allem in der ersten Halbzeit auf, als es darum ging, der verunsicherten Mannschaft etwas mehr Stabilität zu verpassen. Wieland: "Die Aufstellung war natürlich auf den Matchplan ausgerichtet, da ergibt es Sinn, dass man besonders auf jene Spieler setzt, die die Spielphilosophie seit Jahren verinnerlicht haben. Aber auch die Spieler, die noch nicht so lange dabei sind, haben ihren Job sehr gut gemacht." So erzielte Christoph Monschein nach Vorlage von Sascha Horvath knapp vor Schluss das 2:0.

Am Sonntag soll in Klagenfurt der nächste Schritt folgen. Mit Ausnahme von Enrique Wild, der nachnominiert wurde, wird wohl keiner der verletzten Spieler zurückkehren.

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Harald Bartl

stellvertretender Ressortleiter Sport

Harald Bartl
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