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LASK vor Millionenspiel unter Druck: Aufstieg in die Gruppenphase ist Pflicht

Von Günther Mayrhofer  26. August 2021 00:04 Uhr

LASK vor Millionenspiel unter Druck: Aufstieg in die Gruppenphase ist Pflicht
Der LASK möchte heute St. Johnstones Konter bremsen – und vorne endlich treffen.

LINZ. 2,94 Millionen Euro stehen für den LASK heute auf dem Spiel – so viel ist der Einzug in die Gruppenphase der Europa Conference League wert.

Um das Startgeld abzustauben, müssen die Athletiker in Perth gegen St. Johnstone (20 Uhr, Puls 24) vieles besser machen als beim 1:1 im "Heimspiel" in Klagenfurt. "Wenn wir ein bisschen einen besseren Tag haben, kommen wir über die Hürde drüber", sagte Flügelverteidiger Florian Flecker selbstbewusst. "Der Druck ist gut, dann bringt man seine beste Leistung."

Druck lastet auch auf Trainer Dominik Thalhammer. Nach dem verpatzten Frühjahr rennt der LASK auch in der neuen Saison den Erwartungen hinterher – weniger, was die Leistungen betrifft, sondern die Punkteausbeute. Der kritische Gegenwind wird rauer. "Dass auf einem Trainer immer ein gewisser Druck lastet, ist klar. Das gehört dazu", sagte Thalhammer. Den Zugang hat er nicht verändert. "Ich versuche, die Mannschaft bestmöglich zu unterstützen. Ich spiele nicht so eine große Rolle, es ist für den Verein wichtig, dass wir eine gute Leistung bringen und in die Gruppenphase einziehen." Davon ist der 50-Jährige überzeugt. "Jeder Spieler will es – und wir werden es auf dem Platz zeigen. Es wird darauf ankommen, wer intensiver Fußball spielt, das werden mit Sicherheit wir sein."

Wiesinger und Letard dabei

Zuversicht gibt nicht nur, dass Philipp Wiesinger und Yannis Letard, die im Hinspiel ausfielen, die gestrige Trainingseinheit ohne Probleme absolvieren konnten. Vor einem Jahr zog der LASK durch ein 4:1 in Lissabon gegen Sporting in die Gruppenphase der Europa League ein – mit einer der besten Leistungen des Herbsts. Diese Erfahrung spricht für die Athletiker, der Heimvorteil im McDiarmid-Stadion allerdings für St. Johnstone. Thalhammer: "Das wird ein Hexenkessel, aber das ist auch eine Motivation. Wir werden daran arbeiten, dass es im Stadion ruhig wird."

Der Schlüssel zum Aufstieg

Der LASK ist die bessere Mannschaft – damit man das heute auch am Ergebnis sieht, müssen die Athletiker den Lerneffekt aus dem 1:1 im Hinspiel zeigen. So führt der Weg zum dritten Mal in Folge in eine Gruppenphase:

Die eigenen Stärken ausspielen: "Wir müssen unser Spiel spielen, und nicht das Spiel des Gegners", hatte LASK-Stürmer Alexander Schmidt nach dem Hinspiel messerscharf analysiert. Die Schotten hatten anfangs mit hohen Bällen über die Abwehr ihre Wucht ausgespielt, der LASK stieg auf dieses Pingpong ein. Heute muss der LASK flach und schnell kombinieren, um die unbeweglicheren Schotten in Fehler zu treiben.

Zweite Bälle sichern: Auf Rene Renner kommt wieder Schwerstarbeit zu: St. Johnstone eröffnet oft mit einem hohen Ball auf den 1,91 Meter großen Flügelverteidiger Shaun Rooney. Es ist nicht entscheidend, dass Renner alle Kopfballduelle gewinnt, sondern dass die abspringenden Bälle erobert werden.

Konter vermeiden: St. Johnstone spielt geradlinig nach vorne. Mit besserem Gegenpressing wird die Zielgenauigkeit der Pässe geringer. Hyun-seok Hong, der Ersatz für den verletzten Lukas Grgic, muss dabei taktisch besser arbeiten als vor der Pause bei seinem Startelfdebüt am vergangenen Sonntag gegen Hartberg (1:1). Da attackierte der 22-Jährige übermotiviert an vorderster Linie und ließ damit Peter Michorl hinter sich allein. Die Korrekturen des Trainerteams in der Halbzeit setzte er nach Seitenwechsel um und zeigte das, was ihn zum Hoffnungsträger macht: Der Südkoreaner spielte einige Schlüsselpässe.

Chancen verwerten: Am Ende wird es darauf hinauslaufen, dass der LASK endlich die erspielten Chancen nutzt – und damit heute die höhere Qualität auch auf die Anzeigentafel bringt.

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Redakteur Sport

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