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LASK

Der LASK verteidigte die Tabellenführung - 2:1 gegen Rapid

Von Günther Mayrhofer  14. August 2022 18:53 Uhr

Thomas Goiginger erzielte das 1:0.

PASCHING. In der Partie zu Ehren des verstorbenen Vizepräsidenten Helmut Oberndorfer beendeten die Athletiker die Negativserie gegen die Wiener.

LASK-Präsident Siegmund Gruber verabschiedete selbst vor dem Anpfiff den vor einer Woche verstorbenen Vizepräsidenten Helmut Oberndorfer. „Sie spielen heute für dich“, schloss er seine Rede, der nicht eine Gedenkminute folgte, sondern langer Applaus. Die LASK-Sponsoren verzichteten wegen des traurigen Anlasses auf ihre Plätze auf der schwarzen Dress, nur die Worte „Danke, Heli“ waren aufgedruckt.

Der LASK spielte groß auf und beendete damit die Negativserie gegen Rapid. Gegen die Wiener war zuletzt neun Mal in Serie kein Sieg gelungen - jeweils gegen Trainer Dietmar Kühbauer. Der Burgenländer beendete das Warten bei seiner ersten Gelegenheit als LASK-Trainer.

Goiginger traf zur Führung

Marin Ljubicic, der in den ersten beiden Runden sechs Tore erzielt hatte, leitete mit der Fersenvorlage für Keito Nakamura die erste Chance ein, der Schuss des Japaners wurde abgeblockt (7.). Nach der zweiten Möglichkeit wieder über die linke Seite stand es 1:0: Rene Renner spielte den halbhohen Stanglpass, Peter Michorl, nach abgelaufener Sperre anstellte des nach Gent verkauften Hyun-seok Hong der einzige Neue in der Startelf, berührte an der ersten Stange den Ball, dahinter schloss Thomas Goiginger per Kopf ab. Es war das dritte Saisontor des Flügelstürmers (10.).

LASK gewinnt 2:1 gegen Rapid

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Goiginger gab auch den nächsten Torschuss ab, der zum Eckball abgewehrt wurde (16.). Nach diesem war Ljubicic nah dran an seinem siebenten Saisontor, kam aber etwas zu kurz. Goigingers akrobatischen Seitfallzieher nach der Flanke parierte Torhüter Niklas Hedl mit einem Reflex, den Nachschuss brachte der bedrängte Robert Zulj nicht im Tor unter (38.). Das Schiedsrichterteam hatte zwar auf Abseits entschieden, der VAR hätte den Treffer aber wohl gelten lassen.

Horvath schied angeschlagen aus

Es war einer der ersten Ballkontakte von Zulj, der in der 34. Minute für den am Knöchel angeschlagenen Sascha Horvath ins Spiel gekommen war. Der Zugang war auch gleich am 2:0 beteiligt: Das gute Zuspiel von Michorl leitete er auf Ljubicic weiter, der einen perfekten Pass in die Tiefe spielte. Nakamura umkurvte Hedl und vollendete (43.). Die Stimmung in der ausverkauften Raiffeisen-Arena kochte.

Erst in der 53. Minute musste LASK-Torhüter Alexander Schlager erstmals eingreifen. Mit dem Abschluss des eingewechselten Guido Burgstaller hatte er keine Probleme. Rapid, das Mitte der ersten Hälfte eine gute Phase gehabt hatte, rannte gegen die schwarz-weiße Defensive an. Die torgefährlicheren Aktionen hatte weiterhin der LASK: Nach Ljubicic-Vorlage parierte Hedl den Schuss von des eingewechselten Husein Balic (72.). Eine Minute später war die Entstehung der Chance umgekehrt: Balics Hereingabe konnte Ljubicic nicht verwerten. Michorl schoss nach einer Balic-Vorlage über das Tor (79.).

Debüt von Celic

Ab der 82. Minute gab Zugang Nemanja Celic sein Debüt für die Athletiker. Mit dem Schlusspfiff gelang Rapid der Anschlusstreffer durch Marco Grüll (93.). Das trübte die Stimmung nicht: Der LASK beendete die Negativserie gegen Rapid und steht nach der vierten Runde weiter an der Spitze der Fußball-Bundesliga.

Reaktionen

Dietmar Kühbauer (LASK-Trainer): "Ein verdienter Sieg. Speziell in der ersten Hälfte war das ein unglaublich gutes Spiel von uns. Rapid ist dann besser ins Spiel gekommen, ohne dass sie große Möglichkeiten vorgefunden haben. Wir hatten noch die besseren Chancen und hätten uns das Leben noch einfacher machen können. Es freut mich für die Mannschaft, weil sie viel investiert haben in das Spiel. Das war für die Burschen wichtig, dass sie gesehen haben, dass sie mit ihrem Fußball Rapid schlagen können."

Ferdinand Feldhofer (Rapid-Trainer): "Gratulation an den LASK, ein verdienter Sieg, für uns eine verdiente Niederlage aufgrund der ersten Halbzeit. Bis zur Trinkpause waren sie klar die bessere Mannschaft. Wir wollten das Spiel drehen, konnten aber keine ganz gefährlichen Torchancen kreieren. Es ist ein gefährliches Spiel gegen das LASK, weil sie im Umschalten auch sehr gut sind. Hätten wir das 2:1 eventuell etwas früher geschossen, wäre es noch spannender geworden."

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Günther Mayrhofer

Redakteur Sport

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