Lade Inhalte...

Das Millionenspiel für den LASK

Von Günther Mayrhofer   13.August 2019

Das Millionenspiel für den LASK
Basel-Trainer Marcel Koller

Es ist eine historische Chance: Der LASK geht heute mit einem 2:1-Vorsprung in das Rückspiel gegen den FC Basel. "Das Stadion muss nicht brennen, sondern explodieren", sagte LASK-Trainer Valérien Ismaël. 14.000 Fans werden die Athletiker im Heimspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League auf der ausverkauften Gugl antreiben (20.30 Uhr, ORF eins live).

Fünf Millionen Euro ist der Einzug in das Play-off wert. So viel bekommt jeder Klub, der an der Schwelle zur Gruppenphase scheitert. Diese UEFA-Prämie wird sich der LASK hart verdienen müssen – und ist dabei auf einen anderen Auftritt des Gegners wie beim 2:1 in Basel vorbereitet. "Sie haben nicht damit gerechnet, dass wir 90 Minuten pressen. Sie haben wohl gedacht, dass wir nach 20 Minuten müde sein werden. Damit sind sie nicht klargekommen", erinnert sich Ismaël. "Das Überraschungsmoment ist nicht mehr da."

Sehr wohl aber der Glaube des LASK an die eigene Stärke. Deswegen ändert der Vorsprung nichts an der Spielweise. "Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen. Wir sind der LASK, und so spielen wir", sagte der Trainer bestimmt und selbstbewusst. "Wir werden marschieren, so lange uns unsere Beine tragen. Wir werden 90 Minuten ans Limit gehen."

An der Außenseiterrolle habe sich nichts geändert. "Basel ist der Favorit und muss liefern. Es geht darum, kühlen Kopf zu bewahren." Und aus dem Hinspiel trotz der Topleistung zu lernen. "Es gab Phasen, in denen wir nicht so verteidigt haben, wie wir uns das wünschen."

Basel mit der Brechstange

Sieben der jüngsten neun Auswärtsspiele gewannen die Schweizer mit einem Ergebnis, das heute zumindest eine Verlängerung bringen würde. Die Schweizer benötigen zumindest zwei Tore für den Aufstieg. Zwei Gegentreffer kassierte der LASK nur in der ersten Cuprunde beim 6:2 in Vöcklamarkt. Bei den drei Siegen in der Bundesliga blieb man ohne Gegentor, Basel brach beim Hinspiel mit der Brechstange die Torsperre. Diese wird auch heute das Werkzeug der Schweizer sein – in Person von 1,98-Meter-Stürmer Kemal Ademi. Emanuel Pogatetz wird wohl bei den vielen Luftduellen als Vertreter des verletzten Christian Ramsebner den Kopf hinhalten müssen.

Ramsebner bleibt nur das Daumendrücken auf der Tribüne. Er machte via Instagram die Fans heiß auf die Partie: "Eine ausverkaufte Gugl und mit dem LASK in der Champions-League-Quali zu spielen, war vor etwas mehr als vier Jahren noch unvorstellbar. Also genießt dieses Spiel, lasst die Gugl brennen und peitscht unsere Jungs zum Sieg!"

Das Millionenspiel für den LASK
Basel-Trainer Marcel Koller

"Wir müssen uns wehren"

„Wir sind hierher gereist, damit wir etwas Großes erreichen“, sagte Basels Verteidiger Silvan Widmer gestern beim Abschlusstraining bestimmt. Den Matchplan dafür gibt Trainer Marcel Koller vor: „Wir müssen uns mehr wehren, wir müssen mehr dagegenhalten. Wir können besser spielen als zu Hause. Es geht aber nicht darum, dass wir darüber reden, sondern dass wir es zeigen.“

Koller hatte gestern ein Déjà-vu: 2012 war er als ÖFB-Teamchef zuletzt auf der Gugl gewesen. Nach dem 0:3 gegen die Elfenbeinküste war der Rasen kritisiert worden. Der extra für das Rückspiel neu verlegte machte gestern optisch keine gute Figur. „Ist der verbrannt?“, fragte Koller. LASK-Kapitän Gernot Trauner beruhigte: „Er ist gut, auch wenn es vielleicht nicht so aussieht.“

Lesen Sie auch: Verteidiger Ramsebner muss operiert werden

copyright  2020
17. Januar 2020