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LASK

Die Fans ließen den LASK beim 1:1 gegen Maccabi Tel Aviv im Stich

Von Florian Wurzinger und Günther Mayrhofer  30. September 2021 20:49 Uhr

Spätes Gegentor kostete LASK den Sieg gegen Tel Aviv

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KLAGENFURT. Der LASK hat in der UEFA Europa Conference League gegen Maccabi Tel Aviv vor nur 700 Zuschauern einen Sieg verpasst. Der israelische Vizemeister erzielte kurz vor Schluss den Ausgleich zum 1:1-Endstand und verhinderte so einen perfekten Auftakt der Linzer.

Bis zur 87. Minute führte der LASK in der Europa Conference League gegen Maccabi Tel Aviv mit 1:0. Ein Sieg gegen den Top-Konkurrenten wäre ein großer Schritt in Richtung Gruppensieg gewesen – doch die Athletiker kassierten noch das 1:1. Niederschmetternd wie der Ausgleich war auch die Kulisse: Nur 700 Zuschauer verloren sich im Klagenfurter Wörtherseestadion.

Mit einem Geisterspiel wäre der LASK besser bedient gewesen: Denn 250 israelische Anhänger reisten 2400 Kilometer an – und gewannen das Stimmungsduell gegen die wenigen schwarz-weißen Fans, denen die 250-Kilometer-Fahrt nicht zu beschwerlich war. Der sangesfreudige Kern verpasste dabei sogar das 1:0 und strömte erst unmittelbar nach nach dem Torjubel in das Stadion, weil die Stimmungsmacher auf dem Parkplatz auf Nachzügler gewartet hatten.

Den Treffer erzielte Sascha Horvath, der abstaubte, als Alexander Schmidt eine Hereingabe an die Stange gelenkt hatte – 1:0 (11.). Glück war dabei, dass in der Europa Conference League auch keine Videoreferees zuschauen: Schmidt stand beim Stanglpass von Rene Renner wohl mit der Fußspitze im Abseits.

Die Athletiker legten wie zu erfolgreichen Zeiten weniger Wert auf Ballbesitz und attackierten früh – dass die früheren Automatismen erst wieder erarbeitet werden müssen, zeigte die defensive Unordnung, als Stipe Perica die Ausgleichschance vergab (17.).

Zu den Zuschauern zählte ab der 30. Minute auch Yannis Letard. Der Verteidiger, der erstmals seit seiner Wadenverletzung wieder in der Startelf stand, schied verletzt aus – diesmal, weil der Oberschenkel zwickte. Für ihn kam der ebenso gerade erst genesene Jan Boller in die Partie. Ab der 56. Minute gab auch Marko Raguz sein Comeback, sechs Minuten später parierte Torhüter Daniel Peretz dessen Kopfball glänzend. Die Konterchance auf das 2:0 verstolperte Husein Balic (74.). Es rächte sich, weil Maccabis Joker stachen: Eduardo Guerrero gab die Vorlage für das 1:1 von Eden Shamir (87.).

„Zwei verlorene Punkte“

LASK-Torschütze Sascha Horvath war nach dem Spiel ernüchtert: „Das sind natürlich zwei verlorene Punkte. Wenn man so knapp vor dem Sieg steht, dann ist das besonders bitter.“ Ähnlich fühlten gestern wohl auch die (wenigen) LASK-Fans im Stadion. 769 Zuschauer gegen Vojvodina Novi Sad, 750 gegen St. Johnstone, jetzt die Minuskulisse – mit den Zuschauerzahlen in Klagenfurt geht es stetig bergab, weil nicht einmal alle kamen, die eine Karte gekauft hatten. Selbst im jüngsten Duell gegen eine israelische Mannschaft im UI-Cup 2000 gegen Hapoel Petach Tikva kamen 800 – ins Grieskirchner Trattnachtalstadion.

Der Liveticker zum Nachlesen:

LASK - Maccabi Tel Aviv


LASK
Maccabi Tel Aviv
LASK
Maccabi Tel Aviv
Spielende
 
11' Sascha Horvath (1:0)
 
88' Eden Shamir (1:1)
 
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Live-Kommentar

  Von unserer Seite war's das - wir bedanken uns für's Mitlesen und wünschen noch einen erholsamen Abend. Servus und bis zum nächsten Mal!
  Für den LASK geht es am Sonntag in der Bundesliga weiter, es steht die denkbar schwerste Aufgabe an: Ein Auswärtsspiel bei Meister Salzburg. Dort ist man natürlich krasser Außenseiter, aber die heutige Leistung macht zumindest ein bisschen Hoffnung auf spielerische Besserung.
  So richtig erfreulich ist der heutige Europacup-Abend bis jetzt also noch nicht verlaufen, denn Sturm musste sich daheim in Graz der PSV Eindhoven klar mit 1:4 geschlagen geben. Vielleicht rettet ja Rapid gegen West Ham die Ehre der österreichischen Europacupstarter, auch wenn uns dafür mit Verlaub aktuell ein bisschen die Phantasie fehlt.
  Ein Ergebnis vom turbulenten Parallelspiel sind wir noch schuldig: HJK Helsinki hat in Armenien mit 4:2 gewonnen. In der Tabelle sind der LASK und Maccabi mit je vier Punkten weiterhin vorne, dahinter rangieren die Finnen mit drei Zählern. Schlusslicht bleibt Alaschkert Martuni, die Armenier sind noch punktlos.
  Es ist ein bitteres Ergebnis für die Linzer, die deutlich mehr gefährliche Aktionen hatten, die Führung aber dann nicht über die Zeit bringen konnten. Maccabi verdankt den Punkt einer guten Moral und seinen Wechselspielern, die frischen Wind gebracht und schlussendlich den Ausgleich herbeigeführt haben.
  Die Partie ist vorbei, Schiedsrichter Balakin hat soeben abgepfiffen. Der LASK und Maccabi Tel Aviv trennen sich mit einem 1:1-Unentschieden.
  90. Minute (+ 4)
Die drei Minuten sind bereits abgelaufen.
  90. Minute (+ 3)
Stürmerfoul Maccabi, Freistoß LASK. Das dürfte es jetzt gewesen sein.
  90. Minute (+ 2)
Maccabi Tel Aviv Maccabi Tel Aviv wechselt. Für den umtriebigen Gavriel Kanichowsky kommt Ido Shahar.
  90. Minute (+ 1)
Maccabi will es jetzt wissen, Hozez mit dem nächsten Abschluss, der zwar auf Tor geht, aber letztendlich wieder ungefährlich ist.
  90. Minute (+ 1)
Es gibt drei Minuten Nachspielzeit.
  90. Minute
Nächste Chance für die Gäste, doch der Abschluss für Khalaila ist viel zu zentral, Schlager hat keine Probleme.
  89. Minute
SchlagerLASK reklamiert und sieht dafür Gelb.
  88. Minute
Guerrero steht auf rechts diesmal nicht im Abseits und spielt eine flache Hereingabe auf den neuen Mann Eden Shamir, der zum Ausgleich einschiebt. Bitter für die Linzer!
  88. Minute
Tor für Maccabi Tel Aviv Maccabi Tel Aviv durch Eden Shamir! Neuer Spielstand: 1:1.
  85. Minute
Die Linzer Abseitsfalle lässt Guerrero ins Leere laufen.
  83. Minute
Monschein mit einem Flankenversuch in Richtung Balic, aber die Defensive der Israelis kann klären.
  81. Minute
Boller mit einer Kopfballrückgabe auf Schlager, die fast ein bisschen zu kurz gerät. Aber eben nur fast, denn der Mann in Pink fängt den Ball sicher noch vor der Strafraumgrenze.
  79. Minute
Die Athletiker halten jetzt den Ball in der gegnerischen Hälfte. Das bringt wertvolle Minuten, auch wenn es für Zeitspiel noch ein bisschen zu früh ist.
  78. Minute
Geraldes entkommt den Linzer Verteidigern, macht aber zum Glück nicht viel daraus. Die Israelis werden stärker und drängen den LASK zurück.
  76. Minute
Spielverlagerung auf den neuen Mann Hozez, doch die LASK-Defensive kann auch seine Hereingabe sicher klären.
  75. Minute
Balic gleich mit einer Chance, aber leider überholt er im Strafraum den Ball. Da war viel mehr drin.
  74. Minute
Auch Maccabi Tel Aviv Maccabi Tel Aviv wechselt, aber nur zweimal. Für Stipe Perica und Sheran Yeini kommen Eden Shamir und Osama Khalaila.
  73. Minute
Hong LASK holt sich gleich eine Gelbe wegen eines Foulspiels ab. Das war jetzt fast schon rekordverdächtig.
  71. Minute
Der LASK LASK wechselt. Für Petar Filipovic, Thomas Goiginger und Torschütze Sascha Horvath kommen Hyun-seok Hong, Christoph Monschein und Husein Balic.
  69. Minute
Wieland bereitet einen Dreifachwechsel vor.
  69. Minute
Den Kopfball setzt Perica knapp daneben, trotzdem war das irgendwie gefährlich.
  68. Minute
Davidzada von links mit einer Hereingabe, doch Boller klärt aufmerksam zur Ecke.
  66. Minute
Freistoß für Maccabi in unmittelbarer Nähe zur Cornerfahne. Wieder ist Raguz zur Stelle, diesmal in der Defensive.
  65. Minute
Nächster Freistoß für den LASK, wieder ist die Flanke von Michorl nicht optimal. Aber Potzmann kommt zum Nachschuss, der zu zentral ausfällt - Peretz hat keine Mühe.
  64. Minute
Maccabi Tel Aviv Maccabi Tel Aviv wechselt doppelt. Für Dan Biton und Brandley Kuwas kommen Eduardo Guerrero und Matan Hozez.
  62. Minute
Riesenchance für den LASK: Horvath flankt präzise auf Raguz, seinen scharfen Kopfball pariert Peretz glänzend. Der Nachschuss von Goiginger wird geblockt.
  61. Minute
Die anschließende Freistoßvariante misslingt: Michorl sucht Filipovic, doch dieser steht im Abseits.
  61. Minute
Gelbe Karte für Dan Biton Maccabi Tel Aviv, der gegen James Holland zu spät kommt.
  59. Minute
Im Parallelspiel in Armenien führt HJK Helsinki mit 2:1 - und das in Überzahl. Sieht also nicht so schlecht aus für die Finnen.
  58. Minute
Kanichovsky lässt Boller mit einem Haken ins Leere laufen, doch der Abschluss mit dem schwächeren rechten Fuß verfehlt sein Ziel.
  57. Minute
LASK Marko Raguz betritt das Feld! Der bemühte Alexander Schmidt geht.
  56. Minute
Gute Chance für Stipe Perica, da hat der LASK jetzt Glück gehabt.
  56. Minute
Beim LASK macht sich Marko Raguz bereit.
  56. Minute
Tor in Graz, Sturm verkürzt auf 1:2!
  55. Minute
Auf der Gegenseite versucht sich die Linzer Wurfmaschine James Holland, aber ohne Ertrag.
  53. Minute
Hernandez mit dem nächsten weiten Einwurf, Boller kann per Kopf klären. Diese Einwürfe haben wirklich Eckball-Qualität.
  52. Minute
Schmidt wird von Renner in Szene gesetzt, doch sein Schuss wird geblockt.
  50. Minute
Soeben hat ein Israeli getroffen. Allerdings in Graz, Eran Zahavi hat gerade das 2:0 für PSV Eindhoven erzielt. Der Mann hat irgendwie ein Faible für österreichische Teams, wir erinnern uns ungern an etliche Länderspiele.
  49. Minute
Maccabi-Innenverteidiger Luis Hernandez bringt einen Einwurf in bester James-Holland-Manier weit in den LASK-Strafraum, aber die Linzer verteidigen aufmerksam.
  48. Minute
Die rund 700 Zuschauer machen ordentlich Betrieb. Die Stimmung ist den Umständen entsprechend gut, dafür sind beide Fanlager verantwortlich.
  47. Minute
Trainer Andreas Wieland coacht jetzt mit Winterjacke. Warm anziehen müssen sich bis jetzt aber nur die Gäste.
  46. Minute
Der LASK attackiert gleich wieder, Horvath bekommt eine gute Schussposition, die er aber nicht nutzt. Warum, wird sein Geheimnis bleiben.
  Die zweiten 45 Minuten wurden eben angepfiffen.
  Der LASK hat seine Qualitäten im Pressing wiederentdeckt und kommt dank der unsicheren Defensive der Israelis auch zu vielen Chancen. Es muss das Ziel in der zweiten Halbzeit sein, eine dieser Gelegenheiten zu verwerten.
  Die Gäste, bei denen offensiv alles über links läuft, werden neue Ideen brauchen, wenn sie hier etwas mitnehmen wollen.
  Bis auf die Phase nach dem Tor ist das ein starker Auftritt des LASK, der Mut macht. Ab und zu blitzt die Klasse von Maccabi Tel Aviv auf, aber die Linzer Defensive wirkt in dieser Hälfte großteils sehr gefestigt.
  Die erste Halbzeit ist zu Ende, die Mannschaften gehen in die Pause.
  45. Minute
Es gibt eine Minute Nachspielzeit.
  41. Minute
Kanichovsky mit einer Hereingabe, die aber keinen Abnehmer findet.
  39. Minute
Alexander Schmidt schießt den Ball aus spitzem Winkel über das Tor. Der Stürmer ist bislang noch glücklos.
  37. Minute
Bei den Gästen laufen fast alle Aktionen über links, die größte Gefahr geht von Gavriel Kanichovsky aus. Maresic kann einen Konter-Versuch gerade noch unterbinden.
  36. Minute
Biton bringt den Freistoß von links zur Mitte, doch die LASK-Abwehr kann klären.
  36. Minute
Gelbe Karte für Jan Boller LASK nach einem Foul an Kanichovsky.
  34. Minute
Maresic versucht nach einem Holland-Einwurf das Tor des Monats, doch sein Fallrückzieher geht trotz guter Haltungsnoten drüber.
  33. Minute
Schlechte Nachrichten aus Graz: Dort führt PSV Eindhoven gegen Sturm mit 1:0.
  31. Minute
Die Linzer gleich wieder im Vorwärtsgang: Goiginger mit einer Einzelaktion, er schießt aus der Ferne. Peretz kann zur Seite abwehren.
  31. Minute
LASK So kommt es auch. Der verletzte Yannis Letard wird von Jan Boller ersetzt.
  30. Minute

Jan Boller macht sich bereit.

  29. Minute

Ferndiagnose: Zerrung im Oberschenkel. Wieland ist wohl früh zu einem Wechsel gezwungen.

  29. Minute

Letard ist angeschlagen und liegt auf dem Boden. Das sieht nicht gut aus für den Franzosen.

  28. Minute

Gute Chance für Filipovic, der nach der Michorl-Ecke zum Kopfball kommt. Aber Peretz ist auf dem Posten.

  27. Minute

Davidzada mit einem technischen Fehler, der den Linzern einen Eckball einbringt.

  26. Minute

Im Parallelspiel zwischen Alashkert und HJK Helsinki geht es auch rund: Nach 25 Minuten steht es dort 1:1.

  25. Minute

Die Athletiker haben das Spiel nun besser unter Kontrolle.

  23. Minute

Maresic unterbindet einen Konter, der Ballgewinn bringt den LASK wieder in die Offensive. Torschütze Horvath versucht es mit einem Kunstschuss aus der zweiten Reihe, der aber drüber geht.

  21. Minute

Die Defensive der Israelis wirkt bis jetzt nicht immer ganz sattelfest: Potzmann spielt steil auf Horvath, der Pass wird nicht unterbunden. Solche Situationen muss der LASK heute ausnutzen.

  20. Minute

Biton mit dem nächsten Abschluss aus größerer Distanz. Aber keine Gefahr für das Tor von Alexander Schlager.

  18. Minute

Das Spiel beruhigt sich nun wieder ein bisschen. Das waren jetzt turbulente zehn Minuten mit vielen guten Chancen auf beiden Seiten.

  17. Minute

Nächste gute Gelegenheit für Maccabi: Perica setzt sich im Strafraum gegen Letard durch, fährt aber bei seinem Abschluss unter den Ball. Es gibt Abstoß.

  16. Minute

Genau in dem Moment, als der LASK den Führungstreffer erzielt, erscheint die organisierte Fanszene im Stadion. Die Stimmung ist nun deutlich besser.

  14. Minute

Große Ausgleichschance für die Gäste: Dan Glazer kommt nach einer Ecke zum Kopfball, verfehlt aber sein Ziel knapp. Glück für die Linzer.

  12. Minute

Und gleich die nächste Großchance! Schmidt läuft von halbrechts auf Gäste-Tormann Peretz zu, doch sein Lupfer-Versuch geht ans Außennetz. Was für ein Start!

  11. Minute

Nach einer Hereingabe von Renner verfehlt Schmidt in der Mitte, der Ball geht an die Stange. Der Abpraller fällt Horvath vor die Füße. Dieser hat wenig Mühe und kann zum 1:0 einschieben.

  11. Minute

Tooooooooor für den LASK LASK durch Sascha Horvath! Neuer Spielstand: 1:0.

  8. Minute

Goiginger, Schmidt und Horvath tauschen in der vorderen Linie immer wieder die Positionen.

  7. Minute

Maccabi schafft es noch nicht, den Ball über längere Zeit in den eigenen Reihen zu halten.

  6. Minute

Man sieht aber, was die Israelis hier vorhaben. Schnelles, direktes Spiel, um die hoch stehende LASK-Abwehr auszukontern. Das hätte hier beinahe schon funktioniert.

  5. Minute

Maccabi kommt über links, doch Kanichovsky steht im Abseits.

  4. Minute

Maccabi versucht, von hinten herauszuspielen, aber die LASK-Spieler unterbinden das mit konsequentem Pressing.

  3. Minute

Erster Versuch des LASK: Peter Michorl zieht aus großer Distanz ab, der Ball geht links daneben.

  2. Minute

Die Israelis formieren sich gegen den Ball im 4-2-3-1.

  1. Minute

Der LASK übernimmt gleich die Initiative, Renner mit einem langen Ball auf Schmidt, der aber nicht ankommt.

 

Die Partie beginnt, der ukrainische Schiedsrichter hat soeben angepfiffen!

 

Der LASK wird ganz in weiß antreten, Maccabi trägt Gelb.

 

Die Mannschaften kommen auf das Spielfeld. Gleich geht's los.

 

Verzichten muss der LASK auf Stürmer Mamoudou Karamoko, der sich am Sonntag im Spiel gegen die Admira ausgerechnet bei seinem Ausgleichstreffer am Knie verletzt hat. Man befürchtete schon das schlimmste, der Verdacht auf Kreuzbandriss hat sich aber zum Glück nicht bestätigt: Der Franzose muss „nur“ bis zu drei Wochen pausieren. Marko Raguz steht nach mehreren Blessuren wieder im Kader, auch der Langzeitverletzte Andreas Gruber ist zurück im Training. Zumindest bei Letzterem wird es bis zum Comeback wohl noch ein paar Wochen dauern.

 

Inzwischen sind sicher 400 Zuschauer da.

 

Auch der LASK ist fertig.

 

Maccabi Tel Aviv hat das Aufwärmprogramm beendet.

 

Schichtwechsel bei den LASK-Torhütern: Die Nummer 3 Nikolas Polster löst Ersatztorhüter Thomas Gebauer beim Dauerfeuer der Feldspieler ab.

 

Zum Abschluss des Aufwärmprogramms üben die LASK-Spieler Abschlüsse.

 

Bevor es ernst wird, wagen wir noch einen kurzen Exkurs in die Linguistik: Dass ein israelischer Staatsbürger „Israeli“ genannt wird, haben Sie wahrscheinlich gewusst. Treten diese in der Mehrzahl auf, spricht man entweder von „Israelis“ oder „Israeli“ (laut Duden sind beide Varianten korrekt), aber auf keinen Fall von „Israeliten“, das wäre zu biblisch. Im Sinne der besseren Lesbarkeit verwenden wir heute Variante eins. Hoffentlich nimmt uns das von den Israelis keiner übel.

 

Die LASKler machen sich mit einem 4-gegen-4 für den Anstoß scharf.

 

Vielleicht ist ja Eishockey der Grund, warum so wenig Linzer da sind: Die Steel Wings spielen gleichzeitig in der Stadthalle gegen den KAC.

 

Der wohl bekannteste Exil-LASK-Fan in Klagenfurt ist Eishockey-Meister Lukas Haudum. Der gebürtige Eferdinger wird die Partie heute aber von daheim aus mitverfolgen, weil für den Rekordmeister KAC morgen das Duell mit den Vienna Capitals steigt.

 

Aus der Rubrik „Stammtischwissen“: Der LASK hat schon einmal in seiner Europacuphistorie gegen eine Mannschaft aus Israel gespielt, nämlich im Juni 2000 im UI-Cup gegen Hapoel Petach Tikva. Die Linzer gewannen vor 800 begeisterten Zuschauern im Grieskirchner Trattnachtalstadion mit 2:1, ehe die Partie erst nach dem Rückspiel am grünen Tisch mit 3:0 für den LASK gewertet wurde. Grund: Die Israelis hatten einen unberechtigten Spieler eingesetzt.

 

Auch die Maccabi-Fans machen schon Stimmung.

 

Die LASK-Spieler betreten den Rasen. Es wird erstmals laut im Wörthersee-Stadion.

 

Die Maccabi-Feldspieler und die Schiedsrichter sind da.

 

Als erster Fußballklub des Landes wurde Maccabi Tel Aviv im Jahr 1906 gegründet. Der Verein steht dem bürgerlichen Lager nahe und setzt sich für ein freies Israel ein, jüdische Symbole wie der Davidstern sind bei jedem Maccabi-Verein des Landes im Logo präsent, der Nationalstolz ist groß. Eine besondere Rivalität verbindet Maccabi mit Hapoel Tel Aviv, dem Arbeiterverein, der für ein liberales und offenes Israel steht. Während Hapoel als erster Verein einen arabischen Kapitän stellte, waren bei Maccabi arabische Spieler lange Zeit unerwünscht. Eine genauere Ausführung der politischen Thematik würde jetzt aber natürlich zu weit führen. Nach über siebzig Jahren Konflikt ist die Lage in Israel kompliziert – auch im Fußball und seiner Fankultur.

 

Im Duell um die israelische Meisterschaft hatte heuer zwar Maccabi Haifa das bessere Ende für sich, dafür verläuft die Europacupsaison für Maccabi Tel Aviv nach Wunsch. In sieben Spielen (inklusive Qualifikation) blieb Israels Rekordmeister bislang ungeschlagen.

 

250 israelische Fans werden im Wörthersee-Stadion erwartet.

 

Auch die LASK-Torhüter sind da. Großer Jubel brandet nicht auf, es sind noch sehr wenige Fans im Stadion.

  Die Torhüter von Maccabi Tel Aviv haben schon mit dem Aufwärmen begonnen.
 

Unter dem niederländischen Trainer Patrick van Leeuwen spielt Maccabi meist ein 4-2-3-1-System, das situativ auch zu einem 4-3-3 werden kann. Als einzige Spitze agiert der Kroate Stipe Perica, im Mittelfeld zieht Kapitän Shiran Yeini die Fäden. Außerdem stehen die israelischen Teamspieler in der Startelf, die Teamchef Willi Ruttensteiner beim 5:2 gegen Österreich in der WM-Qualifikation eingewechselt hat: Mittelfeldspieler Dan Glazer und Verteidiger Ofir Davidzada.

  Und so spielen die Gäste aus Israel heute: Daniel Peretz – André Geraldes, Shahar Piven, Luis Hernández, Ofir Davidzada – Dan Glazer, Sheran Yeini – Brandley Kuwas, Dan Biton, Gavriel Kanichowsky – Stipe Perica Auf der Bank: Daniel Tenenbaum, Omer Yizhak; Matan Baltaxa, Eylon Almog, Eduardo Guerrero, Ronen Hanzis, Matan Hozez, Osama Khalaila, Ido Shahar, Eden Shamir
  Der LASK also mit zwei Veränderungen im Vergleich zur Startelf am Sonntag gegen die Admira (3:1): Yannis Letard verteidigt anstelle von Felix Luckeneder, der zweite Wechsel ist durch die Knieverletzung von Mamoudou Karamoko zwangsläufig: Alexander Schmidt stürmt.
 

Die Aufstellungen sind da! Wir beginnen mit dem LASK:

 

Alexander Schlager – Yannis Letard, Dario Maresic, Petar Filipovic – Marvin Potzmann, James Holland, Peter Michorl, Rene Renner – Sascha Horvath, Alexander Schmidt, Thomas Goiginger

 

Auf der Bank: Thomas Gebauer, Nikolas Polster; Florian Flecker, Lukas Grgic, Jan Boller, Felix Luckeneder, Keito Nakamura, Husein Balic, Christoph Monschein, Hyun-seok Hong, Marko Raguz

  Ein besonders ehrwürdiges Stadion darf heute um 21:00 Uhr der SK Rapid in der Europa League bespielen: Die Hütteldorfer gastieren im Londoner Olympiastadion bei Premier-League-Traditionsklub West Ham United. Bereits um 18:45 Uhr feiert Sturm Graz sein Heimspiel-Comeback in einer europäischen Gruppenphase nach zehn Jahren Pause. Gegner in Graz-Liebenau ist die PSV Eindhoven. Oder wie die LASK-Mannschaft vom Herbst 2019 sagen würde: Lieblingsgegner.
  Vier Mal hat der LASK heuer schon in Klagenfurt gespielt, die Bilanz ist mit einem Sieg (6:1 gegen Novi Sad), zwei Unentschieden (jeweils 1:1 gegen St. Johnstone und Austria Klagenfurt) und einer Niederlage ausgeglichen. Jene Niederlage, die ziemlich genau fünf Monate zurückliegt, war für die Linzer besonders schmerzhaft: Im Cupfinale hatte man beim 0:3 gegen Salzburg keine Chance.
 

Der Vollständigkeit halber: Der LASK absolviert sein „Heimspiel“ heute natürlich nicht auf der Linzer Gugl, sondern im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt. Heimspiel-Atmosphäre wird daher wohl kaum aufkommen, aber zumindest gibt es für die LASK-Fans beim Thema Stadionbau gute Nachrichten: Nach der erneuten Ausschreibung des Großprojekts wurde ein neuer Baukonzern gefunden, die Fertigstellung ist für Februar 2023 geplant. Mehr dazu lesen Sie hier.

  Vier Pflichtspiele sind es mittlerweile schon wieder, die der LASK unter Wieland bestritten hat – und die Bilanz ist mit drei Siegen und einer Niederlage auch gar nicht so schlecht. Große Zufriedenheit ist im Lager der Athletiker deswegen aber nicht eingekehrt, vor allem beim 3:0 im Cup gegen den Regionalligisten SV Stripfing war die Leistung „von Anfang bis Ende gar nichts“ (O-Ton Wieland). Erst die zweite Hälfte im Spiel gegen die Admira am Sonntag machte Hoffnung auf spielerische Besserung. Man darf also gespannt sein, wie sich der LASK heute präsentiert.
  Der LASK ist vor zwei Wochen mit einem 2:0 beim finnischen Meister HJK Helsinki in den neuen UEFA-Bewerb gestartet. So richtig glanzvoll war die Darbietung beim Debüt von Trainer Andreas Wieland nicht, aber danach fragt ja heute schon niemand mehr. Ein klassischer Arbeitssieg, wie man im Fußball-Jargon sagt.
  Gegner ist heute Maccabi Tel Aviv. Der israelische Vizemeister ist mit Sicherheit der härteste Konkurrent im Kampf um den Gruppensieg, der gleichbedeutend mit einem Einzug ins Achtelfinale der Conference League wäre. Auch sie haben in Runde eins voll angeschrieben, gegen Alaschkert Martuni gewann man im heimischen Bloomfield-Stadion klar mit 4:1.
  Servus und herzlich willkommen aus Klagenfurt! Nach dem gelungenen Auftakt will der LASK heute in der Conference League nachlegen. In eineinhalb Stunden geht’s los – bis dahin verkürzen wir uns mit ein paar Informationen und Statistiken die Wartezeit.

 

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