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LASK

1:1 – In der 88. Minute stieß Gruber den LASK von der Tabellenspitze

Von Günther Mayrhofer  31. Juli 2022 18:54 Uhr

Torschütze Gruber hielt sich mit dem Torjubel nur kurz zurück.

WIEN. Im Sonntags-Topspiel der Fußball-Bundesliga haben sich der LASK und die Wiener Austria mit 1:1 getrennt. Bitter war das Ergebnis vor allem aus Sicht der Linzer, die durch ein Ljubicic-Tor in Führung lagen, ehe Ex-LASK-Spieler Andreas Gruber kurz vor Schluss den Ausgleich erzielte.

In der 88. Minute stand der LASK an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga – dann traf mit Andreas Gruber einer von drei Spielern, die im Sommer zur Austria gewechselt waren, zum 1:1-Endstand. Die Austria-Fans in der Generali-Arena jubelten – der Torschütze machte hingegen eine entschuldigende Geste.

„Aus Respekt vor den Fans des LASK habe ich mich kurz zurückgehalten“, sagte Gruber, der sich erst so richtig freute, als ihn mit Reinhold Ranftl ein weiterer vormaliger LASK-Spieler umarmte. Von einem ehemaligen Kollegen hatte der Flügelflitzer die Vorlage bekommen: Felix Luckeneder hatte im Zurücklaufen nur Gruber im Auge gehabt, als ihm der Ball nach der Flanke von Manfred Fischer auf den Kopf fiel und von dort genau in den Laufweg des Gegenspielers.

„Wenn du bist zur 88. Minute 1:0 führst, musst du es heimbringen“, sagte Marvin Potzmann enttäuscht. Die Führung hatte Marin Ljubicic herausgeschossen, der damit auch in seiner zweiten Bundesligapartie traf: Nach Vorlage des eingewechselten Alexander Schmidt wurde sein Schuss von der rechten Seite ins lange Eck von Austrias Abwehrchef Lukas Mühl abgefälscht (67.).

„Das 1:1 war leistungsgerecht“

„Wir hätten das 2:0 nachlegen können“, sagte Trainer Dietmar Kühbauer. Doch der eingewechselte Efthymios Koulouris schaffte das Kunststück, den Stanglpass von Keito Nakamura aus drei Metern über das Tor zu lenken (78.). „Es wird kein Spieler mit Absicht den Ball drüberschlagen. Er wird beim nächsten Mal das Tor machen. Mit dem 2:0 wäre der Sack zu gewesen“, sagte Kühbauer. „Schlussendlich muss man das Unentschieden annehmen. Wie es im Fußball oft kommt, kriegt man ein Tor, das man möglicherweise verteidigen hätte können. Aber das 1:1 war leistungsgerecht.“

LASK kassierte bei Austria späten Ausgleich

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Die Serie geht weiter

Schon vor dem Anpfiff hatte der LASK einen Nackenschlag zu verarbeiten gehabt: Filip Stojkovic musste das Aufwärmen abbrechen, weil eine Nackenverletzung wieder aufgebrochen war, die sich der rechte Verteidiger vor zwei Monaten noch im Rapid-Dress ebenso im Auswärtsspiel gegen die Austria zugezogen hatte.

Der LASK ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und dominierte die Anfangsphase. Marin Ljubicic verpasste das 1:0 nach einer Hereingabe von Thomas Goiginger knapp (4.). Je länger die Partie dauerte, desto mehr übernahmen die Hausherren das Kommando. Doch auch in der Druckphase der Austria zu Beginn der zweiten Halbzeit ließ der LASK kaum Chancen zu – und traf dann bei erster Gelegenheit durch Ljubicic selbst. Erst danach musste LASK-Torhüter Alexander Schlager beim Schuss von Manfred Fischer erstmals rettend eingreifen (73.). Efthymios Koulouris hätte das 2:0 erzielen müssen (78.), Andreas Gruber ließ sich seine Chance nicht entgehen – 1:1 (87.).

In der Nachspielzeit hatte Alexander Schmidt den Matchball auf dem Kopf – doch der Ball segelte neben das Tor. Zumindest eine Serie wurde aber verlängert: Der LASK blieb im siebenten Auswärtsspiel in Serie gegen die Austria ungeschlagen.

Die Reaktionen:

Dietmar Kühbauer (LASK-Trainer): "Wenn du bis zur 88. Minute führst, ist es dann schon ein bisschen ärgerlich. Wir waren in der ersten Hälfte die aktivere Mannschaft, da haben wir es verpasst, dass wir die letzten Bälle klarer spielen. Mit der Führung wäre die Situation vielleicht eine andere gewesen. In der zweiten Hälfte war dann die Austria eigentlich besser im Spiel. Wie es im Fußball oft kommt, kriegt man ein Tor, das man möglicherweise verteidigen hätte können. Aber das 1:1 war leistungsgerecht."

Manfred Schmid (Austria-Trainer): "Ich bin nicht unzufrieden. Wir haben einige Minuten gebraucht, um hineinzufinden. Dann war es sein sehr, sehr intensives Spiel auf taktisch hohem Niveau. Wir haben in der Halbzeit ein bisschen etwas verändert im Spielaufbau, sind dann gut gestartet, durch einen abgefälschten Schuss in Rückstand geraten. Man hat gemerkt, dass die Mannschaft darauf ein bisschen reagiert. Aber wir haben dann den Punkt erzwungen. Grundsätzlich denke ich, dass das 1:1 in Ordnung geht."

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Günther Mayrhofer

Redakteur Sport

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