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LASK

Liga-Check: Wie stark ist der LASK wirklich?

Von Günther Mayrhofer   21. Juli 2017 07:41 Uhr

Mit diesem Kader will der LASK in der Bundesliga bestehen

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Bild 1/24 Bildergalerie: Mit diesem Kader will der LASK in der Bundesliga bestehen

PASCHING. Mit der Aufstiegseuphorie im Rücken kehrt der LASK in die Bundesliga zurück. Die Konkurrenten streuen dem Aufsteiger Rosen.

Der überlegene Meister der Ersten Liga sei kein „normaler Aufsteiger“, sind sich die restlichen Bundesliga-Klubs einig. Doch trotzdem gibt es einige Punkte, die dem LASK zum Verhängnis werden können: Die Erfahrung im Oberhaus müssen sich einige Spieler erst erarbeiten und im Angriff hängt alles an René Gartler.

Tor: ****

Auf der Torhüterposition müssen sich die LASK-Fans keine Sorgen machen. Pavao Pervan wurde vergangene Saison erneut zum besten Torhüter der Ersten Liga gewählt. Er hatte bereits Angebote aus der Bundesliga, jetzt ist er mit den Schwarz-Weißen endlich dort angekommen. Sein neuer Ersatz Alexander Schlager ist U21-Teamtorhüter. Er weiß um seine Rolle und ist im Training ein Stimmungsmacher.

Abwehr: ***

In der Ersten Liga verteidigte der LASK fast ausschließlich mit Viererkette, für die Bundesliga wurde die Dreierkette gelernt. Als Alternative gedacht, wurde sie in der Vorbereitung zur Stammformation. Das liegt an Neuzugang Gernot Trauner, der die Position des zentralen Verteidigers bisher ganz stark spielte. Übersicht, Kopfballstärke bei gegnerischem Ballbesitz und technisches Können beim Herausspielen machen ihn zum modernen Libero. 

An Trauners linker Seite ist aktuell Felix Luckeneder Fixstarter. Er spielte eine beinahe fehlerlose vergangene Saison, seine Aufbaupässe sind ein zusätzliches Plus. Emanuel Pogatetz muss sich zu Beginn wahrscheinlich hinten anstellen. Der Routinier braucht noch etwas Zeit, um das völlig andere Training zu verkraften. Auf längere Sicht sollte er sich aber in die Startelf spielen. 

Auf der rechten Seite dürfte Christian Ramsebner beginnen. Dem Stammspieler der vergangenen Saison liegt die Innenverteidiger-Position in einer Viererkette mehr, doch er steigerte sich in der Vorbereitung im Spielaufbau. Das fehlende Tempo könnte zum Problem werden: Nicht jede Situation als Halbverteidiger lässt sich mit Routine und Stellungsspiel lösen. 

Philipp Wiesinger ist für alle Abwehrpositionen eine Alternative. Sein Talent wurde seiner Zeit beim LASK immer wieder von Verletzungen gebremst. Bleibt er über einen längeren Zeitraum fit, ist er eine spielstarke Alternative. Pogatetz ist ebenso ein möglicher Konkurrent für Ramsebner, auch wenn er Linksfuß ist. Bei Union Berlin nahm er dennoch zumeist die rechte Innenverteidiger-Position in der Viererkette ein, als rechter Halbverteidiger hätte er es noch schwieriger im Spielaufbau. Dafür brächte er seine Härte ins Spiel.

Die Außenverteidiger Reinhold Ranftl und Paulo Otávio können in der neuen Formation ihrem Offensivdrang noch mehr nachgehen und sind besser abgesichert. Ranftl ist in beide Richtungen unermüdlich und verlässlich, Otávio ist hingegen im Rückwärtsgang anfällig, auch bei Flanken muss er sich steigern. In der Vorbereitung fehlte er zuletzt wegen einer Knieverletzung. Ersatz Maximilian Ullmann ist nicht gleichwertig, weil er im Spiel bisher nicht auf den Rasen brachte, was er im Training andeutet.

Mittelfeld: ***

Das Dreiermittelfeld wird im Ballbesitz durch Otávio und Ranftl zur Fünferreihe. Beide sind jeweils alleine auf ihrer Seite für das Flügelspiel zuständig. Im Zentrum ist eigentlich James Holland als Sechser vorgesehen. Beim Meistertitel von Austria Wien 2013 spielte er dort eine entscheidende Rolle, in den Saisonen danach war er allerdings nicht mehr so dominant. Durch ein paar schlechte Entscheidungen bei Vereinswechseln hat der Australier in den vergangenen beiden Jahren nicht regelmäßig auf hohem Niveau gespielt. Mit 28 Jahren ist er allerdings im besten Fußballer-Alter und erfahren genug, wieder zu alter Stärke zu finden. In der Vorbereitung wirkte er allerdings noch nicht spritzig, zuletzt musste er auch angeschlagen aussetzen. 

Der Motor vergangene Saison war Peter Michorl. Sein Wert für die Mannschaft wurde abseits des LASK viel zu wenig gewürdigt. Die Passmaschine bestimmt das Tempo und ist für die defensive Stabilität unverzichtbar. Für die längeren Pässe war Dogan Erdogan zuständig, der ein noch besserer Zweikämpfer ist. Der Heißsporn kann auch die „tödlichen Pässe“ in die Spitze spielen - doch sein größtes Problem vergangene Saison war die Konstanz. Gernot Trauner kommt für die zentralen Positionen ebenso in Frage, Lukas Grgic kann als „Kampfschwein“ vor der Abwehr wertvoll sein. Als Zehner hat Rajko Rep alle Freiheiten. In der Ersten Liga konnte er nicht immer überzeugen.

Die Neuzugänge Bruno und Thomas Goiginger sowie Alexander Riemann haben ein Systemproblem: Ihre Lieblingspositionen auf den offensiven Flügeln gibt es nicht. Sie müssen entweder die zweite Spitze geben oder auf die Umstellung auf eine andere Formation hoffen. Der verspielte Dribbler Bruno ist unberechenbar - sowohl für die Gegen- als auch für die Mitspieler. Goiginger kommt mit der Empfehlung von acht Toren und zehn Assists in der Ersten Liga. Alexander Riemann kann mit seiner Geschwindigkeit ein Vorteil sein, allerdings fehlt ihm etwas die Härte. Dominik Reiter ist die junge Alternative. Alle vier müssen ihre Bundesligatauglichkeit nachweisen.

Angriff: **

René Gartler - und dann? Der Toptorjäger der vergangenen Saison ist aktuell die einzige erfahrene Kraft im Sturm. Dass kein weiterer Angreifer verpflichtet wurde, ist ein Hinweis darauf, wie groß der LASK das Talent von Marko Raguz einschätzt. Der U19-Teamstürmer hat alle Anlagen, aber selbst in der Ersten Liga kam er wegen Verletzungen erst im Frühjahr zum Zug und fehlte zuletzt auch in der Vorbereitung. Bruno durfte sich als Spitze probieren, doch torgefährlich war er dabei nicht. Das zeigte sich auch in den Vorbereitungsspielen und dem Cup: Nur wenige Tore fielen aus dem Spiel heraus.

Trainer:

Die Handschrift von Oliver Glasner ist deutlich zu sehen, die Abläufe wurden in den vergangenen beiden Saisonen eingeübt: Der LASK übt Druck auf den Ballführenden aus und versucht ihn, zu Fehlern zu zwingen. Mit der Umstellung von der Erfolgsformel 4-4-2 auf 3-5-2/5-3-2 geht er ein Risiko ein, möglicherweise wäre aber das 4-4-2 in der Bundesliga gegen stärkere Gegner aber auch nach hinten losgegangen. In der Vorbereitung passte noch nicht alles, vor allem am Spiel nach vorne muss er noch feilen.

Wunschelf: 

Pervan; Ramsebner, Trauner, Luckeneder; Ranftl, Holland, Michorl, Otávio; Rep; Gartler, Raguz

OÖN-Tipp:

Der LASK ist gut aufgestellt, wird aber Zeit für die Anpassung an die neue Liga und das neue System brauchen. Es sollte die angepeilte sorgenfreie Saison werden.

Transfers:

Zugänge: Gernot Trauner (Ried), Thomas Goiginger (Blau-Weiß Linz), Alexander Schlager (Liefering, zuletzt an FAC verliehen), Emanuel Pogatetz (Union Berlin), James Holland (Aus, Liaonang), Bruno (Bra, Lustenau).

Abgänge: Manuel Kerhe (Ried), Thomas Mayer (Ried), Kennedy Boateng (Ried, Leihe), Filip Dmitrovic (Altach, Leihe), Fabian Miesenböck (Wiener Neustadt), Michael Lageder, Fabiano (Bra), Dimitry Imbongo (Fra)

***** titelreif
**** Stärke
*** Durchschnitt
** Schwachstelle
* nicht bundesligatauglich

 

Das ist neu beim LASK

Die TGW-Arena wurde herausgeputzt

Knapp eine Million Euro investierte der LASK vor der Rückkehr in die Bundesliga in die TGW-Arena. Seit die Athletiker in Pasching ihr neues Zuhause gefunden haben, wurden damit schon etwas mehr als zwei Millionen Euro in das Stadion gesteckt.

Die jetzigen Verbesserungen haben wenig mit höheren Lizenzauflagen im Oberhaus zu tun – abgesehen von den in der Bundesliga vorgeschriebenen zusätzlichen Kamerapositionen. Die Verbesserungen sollen der Sicherheit und dem Komfort der Zuschauer dienen.

Das ist neu beim LASK
Neue Sitze für die LASK-Fans

Neue Sitzschalen

Die offensichtlichste Neuerung sind die neuen schwarzen Sitzschalen, welche anstelle der in die Jahre gekommenen grünen montiert wurden. Auf der Osttribüne bilden weiße Sitze den Schriftzug LASK.

Das ist neu beim LASK
Die Bank, noch verpackt

Neue Bestmarke bei den Dauerkarten

2000 Saisonkarten setzte der LASK bereits ab. „Das ist mehr als doppelt so viel wie in der vergangenen Saison“, erzählte LASK-Präsident Siegmund Gruber stolz. Kein Wunder: Die Kartenpreise wurden im Vergleich zur vergangenen Saison nicht verändert, obwohl namhaftere Gegner zu Gast sind. Bei einigen Spielen wird die Nachfrage größer sein als das Angebot. Der VIP-Klub ist schon vor Saisonbeginn ausverkauft. Alle 500 Plätze sind vergeben, es wird deswegen keine VIP-Tageskarten geben.

Neuer Spieltag, neue Gegner

Der Freitag als Spieltag ist Geschichte, in der Bundesliga wird am Samstag und am Sonntag gespielt. Morgen ist um 18.30 Uhr gegen die Admira in der TGW-Arena Anstoß, wegen der notwendigen Sicherheitsbegehung ist um 17.30 Uhr Einlass.

Mit nachrichten.at immer auf Ballhöhe

Alles, was über den LASK wichtig ist, erfahren Sie auf nachrichten.at/lask. Sollten Sie bei den Spielen nicht dabei sein können, verpassen Sie mit dem Liveticker auf nachrichten.at nichts. Nach den Partien finden Sie dort auch eine kurze Zusammenfassung, die Spielerbenotung, Bildergalerien, die Ergebnisse der gesamten Runde sowie die Tabelle.

Neue Gesichter im Kader des Aufsteigers

Für die Bundesliga wurde der Kader verstärkt. Neu im Team sind Gernot Trauner, Emanuel Pogatetz, James Holland, Thomas Goiginger, Bruno und Alexander Schlager. Alan, eigentlich für die Regionalliga-Mannschaft verpflichtet, ist nahe dran am Bundesliga-Kader. Einige Neuzugänge werden zu Saisonbeginn auf der Bank Platz nehmen. Auch wenn auch dort der Komfort durch Schalensitze verbessert wurde – lieber würden sie auf dem neuen Rasen spielen...

Bundesliga-Tippspiel

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