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LASK

Guter Rat vom Landesrat: „Reichel soll nicht warten“

Von Christoph Zöpfl   02. Mai 2013 16:48 Uhr

„Ich gehe sicher nicht als Landesrat in Pension“
Michael Strugl

LINZ. LASK-Krise: Neo-Landesrat Michael Strugl war Donnerstagvormittag in seiner Funktion als „Sportchef“ des Landes bei zwei Pressekonferenzen Podiumsgast.

Thema Nummer eins war eine Causa, die bei keiner der beiden Veranstaltungen auf der Tagesordnung stand: der LASK und sein Kampf um die Bundesliga-Lizenz.

Als bekennender LASK-Fan und einer der wenigen Schlüsselspieler des Landes, die noch einen Draht zu LASK-Präsident Peter Michael Reichel haben, trägt Strugl hohe Erwartungen auf seinen Schultern. Als „Retter“ des LASK könnte er sich profilieren, tatsächlich hat der 49-Jährige an einem Konzept mitgearbeitet, das den verfahrenen schwarz-weißen Karren wieder flott machen könnte. „Die Sache ist kein Alibi-Vorschlag, sondern sehr konkret, leider konnte sich Reichel nicht dazu entschließen, dieser Lösung zuzustimmen“, sagt Strugl, der die Hoffnung aber nicht aufgibt. Als Politiker würde er sein Möglichstes unternehmen, dem LASK wieder nach oben zu bringen, allerdings wären die Mittel begrenzt. „Es gibt ja nicht nur den LASK sondern zahlreiche andere Vereine. Aber eines ist klar: Eine Lizenzverweigerung für den LASK wäre ein Schaden für den gesamten oberösterreichischen Fußball. Dieser Klub bewegt viele Menschen.“ Strugls Rat an den Präsidenten: „Reichel soll nicht warten, bis der LASK gar nichts mehr wert ist.“

Der Welser bestätigte am Donnerstag, dass es ein konkretes Angebot gegeben habe. Knackpunkt sei – was sonst? – das Geld gewesen. Reichel hätte sich mit 3,1 Millionen Euro beim Projekt „LASK neu“ beteiligt, machte aber dann einen Rückzieher. „Ich wäre zwar dabei, aber nicht mehr entscheidungsfähig gewesen. Das ist nicht fair, immerhin habe ich 13 Jahre lang den Betrieb am Leben erhalten.“ Ob es ein 14. Jahr geben wird? Der Einspruch gegen die Lizenz-Verweigerung ist in Arbeit, Reichel geht davon aus, dass er das „Pickerl“ bekommen wird, weiß aber, dass damit nicht alle Probleme gelöst sind. Reichel: „Auch wenn wir die Lizenzhürde nehmen, wird es zu einem Neustart kommen müssen.“

Auf sportlicher Ebene geht heute das Duell um die Tabellenspitze weiter: Der LASK gastiert in Allerheiligen, Konkurrent Pasching kickt in Kalsdorf.

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