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LASK

Der LASK und der Traum von Katars Ölmillionen

10. November 2014 00:04 Uhr

Der LASK und der Traum von Katars Ölmillionen
Auch Paris-Präsident Nasser al-Khelaifi ist Stammgast in der Aspire-Academy.

LINZ. Sportlich könnte es für den LASK nicht besser laufen. Nach dem 0:0 über den FAC beträgt der Vorsprung auf Titelkonkurrent Mattersburg bereits fünf Zähler.

Da wird man auch in der Winterpause nicht mehr allzu viel verändern. "Wir werden sicher nicht um jeden Preis am Transfermarkt zuschlagen. Es gilt eher, unsere späteren Sommertransfers noch besser zu integrieren. Wir haben auch so noch Luft nach oben", sagt Sportvorstand Manfred Schill.

Allerdings gibt es eine ganz andere Kooperation hinter den Kulissen, die spektakulär werden könnte: Denn die Schwarz-Weißen arbeiten gerade an einer Zusammenarbeit mit der noblen, im Besitz der Familie des Emirs von Katar stehenden "Aspire Academy" im Wüstenstaat Katar – wo die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 stattfindet. Um eine Milliarde (!) Dollar wurde eines der weltweit größten Sport- und Trainingszentren gebaut – mit dem Hauptziel, die Spieler des eigenen Landes für die Heim-WM fit zu machen.

Heute erwartet Trainer Karl Daxbacher zwei Testspieler aus der Akademie zum Training. Vorerst einmal völlig unverbindlich – man muss erst sehen, wie stark diese Spieler wirklich sind.

Geld in den Fußball gepumpt

In Katar werden die Ölmilliarden kräftig in den Fußball gepumpt. 30 Milliarden Dollar investiert man alleine in die WM-Stadien. 2011 kaufte sich der Staatsfonds "Qatar Sports Investments", der dem 31-jährigen Sohn des Emirs gehört, in den französischen Spitzenklub Paris St. Germain ein. 130 Millionen Euro wurden für den Kauf hingeblättert, ehe 250 weitere Millionen in Stars wie Zlatan Ibrahimovic investiert wurden. Auch Paris St. Germain arbeitet mit jener Akademie in Katar zusammen, die jetzt mit dem LASK kooperieren soll. Eingefädelt hat den Doppelpass der Österreicher Markus Egger der Ex-Direktor der Fußballabteilung von Red Bull, der jetzt in Katar beruflich tätig ist. Und wer weiß, vielleicht sprudeln nach dem einen oder anderen Transfer ja irgendwann auch für den LASK die Ölmillionen... (haba)

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