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LASK

„Der LASK ist in ruhigen Gewässern“

Von Christoph Zöpfl   04. April 2013 00:04 Uhr

„Der LASK ist in ruhigen Gewässern“
Vizepräsidentin Sandra Reichel

LINZ. Nach sechs Stunden wurde der Lizenz-Fall auf 13. Mai vertagt, bei der Jahreshauptversammlung versprühte Peter Michael Reichel Optimismus.

Vor der Regionalliga-Partie in St. Florian am Freitag wollte der LASK in Linz vor dem Gericht Pluspunkte einfahren. Das „Match“ gegen den Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers, der laut LASK-Klage am Verlust der Bundesliga-Lizenz schuld sein soll, ging allerdings in die Verlängerung und wurde dann nach sechs Stunden auf den 13. Mai verschoben. Das Angebot eines Vergleichs – quasi ein torloses Unentschieden – lehnte der LASK ab.

„Wir wollen diese Sache ausjudizieren, um nachzuweisen, dass der Verlust der Lizenz nicht unser Fehler gewesen ist“, sagt LASK-Präsident Peter Michael Reichel. Die Bundesliga hatte dem Linzer Traditionsklub im Mai 2012 den Laufpass gegeben, da es im Zuge des Lizenzierungsverfahrens auf der Seite des LASK zu einem Formalfehler gekommen war. Wichtige Unterlagen hätten gefehlt. Laut LASK trägt der beauftragte Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers dafür die Verantwortung. Die von den Athletikern eingereichte Klage ist 885.000 Euro schwer. Spekulationen, Reichel würde mit diesem juristischen Dribbling versuchen, taktische Vorteile beim gerade eingereichten neuen Lizenzantrag zu erwirken, weist der Welser zurück. „Das ist ein Blödsinn. Wir haben diesen Rechtsstreit im neuen Antrag nicht bewertet.“

Ein Aha-Erlebnis

Die gestrige Verhandlungsrunde wäre für ihn jedenfalls so etwas wie ein Aha-Erlebnis gewesen. Sechs Stunden lang wurden alle möglichen Details der gescheiterten Lizenzierung des LASK vor dem Gericht abgearbeitet. Reichel: „Mir ist da noch einmal richtig bewusst geworden, dass man uns eigentlich die Lizenz nicht hätte verweigern dürfen.“ Die Entscheidung des Neutralen Schiedsgerichts der Fußball-Bundesliga, die Klage des LASK gegen den Lizenzentzug aus formalen Gründen abzuweisen, sei mit Abstand betrachtet noch schwerer nachvollziehbar. Der FC Lustenau hatte vor einem Jahr die Lizenz erhalten und ist jetzt bankrott . . .

Präsidium ist ein Fall für zwei

Nach dem Verhandlungsmarathon folgte gestern beim LASK die nächste Sitzung: Bei der Generalversammlung im Welser „Wirt am Berg“ – das im Besitz eines Schwagers von Reichel befindliche und inzwischen geschlossene Feinschmecker-Restaurant hatte für den LASK ausnahmsweise noch einmal seine Pforten geöffnet – standen nur kleine Änderungen auf dem Programm. Mäzen Helmut Oberndorfer wurde aus einer Haftung entlassen – er verlässt wie angekündigt auch das Präsidium, das jetzt ein Fall für zwei geworden ist: Neben Peter Michael Reichel ist nur noch seine Tochter Sandra an Bord. „Ich will aus dem LASK keinen Familienbetrieb machen, jeder, der bereit ist, sich auch finanziell einzubringen, ist im Präsidium herzlich willkommen“, sagt Reichel. Die Zukunft der Schwarz-Weißen malt er derzeit in eher rosigen Farben aus. Sein Statusbericht vor der Hauptversammlung: „Der LASK ist in ruhigen Gewässern und stellt die Weichen für den Wiederaufstieg.“

 

Vorverkauf in Linz

Am Freitag gastiert der LASK in St. Florian (19 Uhr). Keine leichte Aufgabe für die Elf von Karl Daxbacher, wenn St.-Florian-Marketing-Mann Andreas Hofmann recht hat: „Gegen den LASK gibt es eine Extra-Motivation. Ich hab‘ ein gutes Gefühl, dass wir eine Überraschung liefern können.“ Ab heute, 13 Uhr, bis Freitagnachmittag gibt es Vorverkaufskarten bei Auto Günther in Linz. Im Sportpark St. Florian sind Karten schon heute ab 17.30 Uhr erhältlich.

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