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Besian Idrizaj

Der Fußball begleitete ihn bis zum viel zu frühen Tod. Bild: gepa

Besian Idrizaj – ein Leben für den Fußball

In der Nacht auf Samstag hörte das Herz von Besian Idrizaj zu schlagen auf. Die Wiederbelebungsversuche seines Bruders Qerim waren genauso erfolglos wie die professionelle medizinische Hilfe des Notarztteams.

Von Von Christoph Zöpfl, 17. Mai 2010 - 00:04 Uhr

In der Nacht auf Samstag hörte das Herz von Besian Idrizaj zu schlagen auf. Die Wiederbelebungsversuche seines Bruders Qerim waren genauso erfolglos wie die professionelle medizinische Hilfe des Notarztteams. Der 22-jährige Profi-Fußballer konnte nicht mehr gerettet werden. In die Trauer über den tragischen Verlust mischt sich Wut. War der frühe Tod von Besian Idrizaj wirklich nur Schicksal?

Der talentierte Fußballer, der schon mit 16 beim LASK debütierte, hatte ein großes Herz für den Fußball. Die Profi-Karriere war vorgezeichnet, einen „Plan B“ gab es nie. Als er im Sommer 2005 vom englischen Top-Klub Liverpool unter Vertrag genommen wurde, schien ein Höhenflug des großen Talents unaufhaltsam zu sein. Der Aufstieg vom Geheimtipp zum potentiellen internationalen Shooting-Star dürfte vielleicht etwas zu rasant vor sich gegangen sein. Der Rohdiamant Idrizaj wurde auf der Insel weitergereicht wie ein Wanderpokal, ehe er Anfang 2008 wieder in Österreich, bei Wacker Innsbruck, landete. Am 20. Februar brach er im Spiel gegen Sturm Graz ohne Fremdverschulden zusammen und blieb minutenlang bewusstlos liegen. Die Ärzte erteilten ihm Trainingsverbot, Idrizajs Karriere kam spätestens jetzt ins Stocken.

Er drückte den „Reset-Knopf“. Im Probetraining beim LASK im November 2008 kam der nächste Rückschlag. Idrizaj brach wieder zusammen und musste vom Notarzt abtransportiert werden. Im AKH Linz wurde von Kardiologe Robert Hofmann eine rechtsseitige Überlastung des Herzens diagnostiziert. Eine Operation hätte den Defekt möglicherweise beheben können, aber davon wollte Idrizaj nichts wissen. Ein Engagement beim LASK kam nicht zustande. Milan Toljan, der damalige Klubarzt, erinnert sich: „Es wäre fahrlässig gewesen, Besian nach so einer Diagnose zu verpflichten. Für mich war klar, dass für ihn Profi-Fußball nicht mehr infrage kommt.“

Seit zwei Jahren müssen Profi-Fußballer in Österreich einen medizinischen Check absolvieren. Toljan ist sich sicher, dass ein Spieler mit einem ähnlichen Befund wie Idrizaj keine Lizenz bekommen würde. „Warum das in England anders ist, kann ich nicht verstehen“, sagt der Mediziner.

Idrizaj stand nach einem kurzen Gastspiel in der deutschen Oberliga seit August 2009 beim Zweitligisten Swansea City unter Vertrag. Er und sein Umfeld waren zuversichtlich, dass die Karriere wieder in Schwung kommen wird. Ein Wechsel zum deutschen Red-Bull-Projekt RB Leipzig stand im Raum. Der kurze Heimaturlaub in Linz war von Optimismus überlagert. Er endete mit einer Tragödie.

Besian Idrizajs großes Herz für den Fußball schlägt nicht mehr.

Ein virtuelles Kondolenzbuch auf der Homepage von Swansea City finden Sie hier.

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Kommentare

„Nicht nur auf der Homepage von Swansea City sondern auch auf den Seiten von Crystal Palace und ...“ beisser Besian Idrizaj
„http://www.swanseacity.net/page/BesianTributes/0,,10354~2053887,00.html“ cd33 sehr beeindruckend und bewegend

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