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Aufhauser stoppte den Fan, den die Ordner nur begleitet hatten. Bild: GEPA

Aufhauser verhinderte den Abbruch

Nicht nur sportlich gab der LASK in Wiener Neustadt ein inferiores Bild ab. Einige der mitgereisten Fans verstärkten den schlechten Eindruck mit ihrem skandalösen Verhalten. Kapitän René Aufhauser verhinderte einen Spielabbruch.

19. Juli 2010 - 00:04 Uhr

Nicht nur sportlich gab der LASK in Wiener Neustadt ein inferiores Bild ab. Einige der mitgereisten Fans verstärkten den schlechten Eindruck mit ihrem skandalösen Verhalten. Kapitän René Aufhauser verhinderte einen Spielabbruch.

Schon vor der Pause wurden aus dem Linzer Fansektor verbotenerweise Leuchtraketen abgefeuert. Nach dem 0:5 kletterten ein paar Anhänger über den Zaun und rannten zur LASK-Trainerbank. Helmut Kraft versuchte sie zu beruhigen. „Es war eine große Enttäuschung zu spüren. Ich habe versucht, zu vermitteln, dass sie uns damit nicht helfen, im Gegenteil.“ Der Appell an die Vernunft wirkte nur kurz. In der 68. Minute stürmte eine Horde Fans auf das Feld. Schiedsrichter Alexander Harkam, der schon zur Pause einen Abbruch angedroht hatte, hatte den Ball für den Schlusspfiff schon in der Hand. Aufhauser hielt zuerst einen Fan zurück, der auf Harkam zuging und von den Ordnern nur begleitet wurde. Dann redete er auf den Referee ein. „Er wollte abbrechen. Ich habe ihn gebeten, dass er das Spiel fertig laufen lassen soll, weil wir mit dem 0:5 genug gestraft sind.“ Harkam ließ sich überzeugen: „Wenn noch einmal etwas gewesen wäre, hätte ich abgebrochen. Ich bin zehn Jahre Schiedsrichter, so etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Nicht zum ersten Mal fielen die Linzer Fans negativ auf, nach dem Schlusspfiff sollen sie außerhalb des Stadions randaliert haben. Eine Strafe ist dem LASK sicher. „Es wird ein bisschen dauern, wir müssen die Berichte abwarten und Stellungnahmen einholen“, sagte Bundesliga-Sprecher Christian Kircher. Der LASK kündigte Konsequenzen für die Fans an.

Harkam, der bei allen Elfmeterentscheidungen und den Roten Karten richtig lag, zog sich dennoch den Ärger von Kraft zu. Vor dem 0:1 war Vorbereiter Hannes Aigner beim Pass von Christian Thonhofer um einen Schritt im Abseits gestanden. Kraft erkannte das schon unmittelbar nach dem Treffer auf einem Monitor.

„Die schlechten Schiedsrichterleistungen der WM setzen sich nahtlos fort“, sagte Kraft. „Das erste Tor hat immer entscheidenden Charakter.“ Richtig wütend wurde er, als sich Harkam nach der Analyse der TV-Bilder verteidigte. „Auch beim fünften, sechsten Anschauen könnte ich es nicht entscheiden“, erklärte der Steirer. Schiedsrichter-Besetzungschef Günter Benkö stellte sich vor seinen 28-jährigen Schützling: „Das war so knapp, da muss man zugunsten des Stürmers entscheiden, das ist die FIFA-Regel.“ Kraft: „Jetzt glaub ich’s dann. Deswegen pfeifen alle so, weil hintennach alles gutgeredet wird.“ (mag)

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