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LASK

1:2 in Manchester: LASK verkaufte sich teuer

Von Günther Mayrhofer/apa   06. August 2020 06:12 Uhr

LASK Wiesinger
Mit einer soliden Leistung und einem Traumtor von Philipp Wiesinger (l.) hat sich der LASK aus der Europa League verabschiedet.

MANCHESTER. Der LASK hat am Mittwochabend das Rückspiel im Achtelfinale der Europa League gegen Manchester United mit 1:2 verloren. Trainer Thalhammer zufrieden.

Es war ein Auftritt, der einen Motivationsschub geben muss: Obwohl erst seit zwölf Tagen im Training. war der LASK im Achtelfinal-Rückspiel der Fußball-Europa-League bei Manchester United lange Zeit ebenbürtig und führte durch ein Traumtor von Philipp Wiesinger sogar 1:0. Am Ende nahmen die Athletiker trotz des 1:2 ganz viel Positives aus England mit.

Beim Abschlusstraining am Mittwoch hatten die Spieler noch unzählige Erinnerungsfotos geschossen. Für viele ging mit der Partie im Old-Trafford-Stadion ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ab dem Anpfiff gaben die Athletiker dann ein sehr gutes Bild ab – und spielten wieder so, wie beim Höhenflug vor der Corona-Zwangspause.

„Wir können mehr gewinnen, als wir verlieren können“, hatte Trainer Dominik Thalhammer vor seinem Pflichtspieldebüt gesagt und Mut gefordert – und diesen zeigten die Athletiker. Andres Andrade traf nach einem Eckball per Kopf die Latte, der Nachschuss von Philipp Wiesinger ging daneben (10.). Mit jeder gelungenen Aktion stieg das Selbstvertrauen beim Kaltstart. „Keinen Millimeter nachlassen“, forderte Thalhammer in der 27. Minute. Kurz darauf ging der Kopfball von Marko Raguz daneben (28.), Torhüter Sergio Romero parierte einen Schuss des Stürmers (31.).

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Flexibles 4-3-3 statt 3-4-3

Thalhammer wird gefallen haben, wie seine Mannschaft die Vorgaben umsetzte. Der LASK spielte nicht ausschließlich im 3-4-3, Reinhold Ranftl war mehr im Mittelfeld zu finden und machte ein 4-3-3 daraus. Dadurch hatten die Athletiker mehr Zugriff im Zentrum – und gingen durch ein Traumtor in der 55. Minute sogar in Führung: Wiesinger zirkelte den Ball aus 25 Metern sensationell ins Kreuzeck.

Die Freude über die Führung währte nicht lange: Juan Mata schickte Jesse Lingard in die Tiefe, dessen Schuss fälschte Wiesinger beim Rettungsversuch zum 1:1 ab (57.). Danach schwanden beim LASK ein wenig die Kräfte, während bei den „Red Devils“ Weltmeister Paul Pogba und Anthony Martial ins Spiel kamen. Letzterer erzielte das 2:1 (88.). Romero verhinderte ein zweites LASK-Traumtor, als er den Fersler von Raguz parierte (93.).

Lob für die Leistung bekam der LASK auch von United-Legende Bobby Charlton, der auch auf das 5:0 im Hinspiel zurückblickte. „Es war sehr schade, dass es ohne Zuschauer gespielt werden musste, sonst wäre es sicher anders ausgegangen.“ Als echter Sir erwies er sich auch, weil er über den LASK genau Bescheid wusste: Er wünschte alles Gute beim Stadionbau.

 "Ich bin mit der Leistung durchaus zufrieden. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt. Wir wollten als starke Einheit auftreten und den Gegner unter Druck setzen - das ist uns gelungen", sagte Thalhammer. 

Manchester United - LASK Endstand 2:1 (0:0).

Old Trafford, SR Sidiropoulos (GRE).
Hinspiel (am 12. März) 5:0 - Manchester mit dem Gesamtscore von 7:1 im Viertelfinale (Gegner FC Kopenhagen).

Tore: 0:1 (55.) Wiesinger 1:1 (57.) Lingard 2:1 (88.) Martial

Manchester: Romero - Fosu-Mensah (84. Mengi), Bailly, Maguire, Williams (72. Chong) - Fred (64. Pereira) - Mata, McTominay, Lingard (64. Pogba), James (84. Martial) - Ighalo

LASK: A. Schlager - Wiesinger (73. T. Sabitzer), Trauner, Andrade (80. Filipovic) - Ranftl, Holland, Michorl, Renner - Frieser, Raguz, Balic (66. Reiter)

Gelbe Karten: McTominay bzw. Michorl

Aus für Glasner-Klub

Neben Manchester United haben sich am Mittwoch auch Inter Mailand, der FC Kopenhagen und Schachtar Donezk für das Finalturnier der Europa League in Nordrhein-Westfalen qualifiziert.

Die Dänen siegten in ihrem Achtelfinal-Rückspiel daheim gegen den türkischen Meister Istanbul Basaksehir 3:0 und machten damit ein 0:1 aus dem Hinspiel wett. Inter traf indes in Gelsenkirchen in einem Entscheidungsspiel auf Getafe, da bereits das Hinspiel im März aufgrund des Ausbruchs der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte. Romelu Lukaku (33.) sorgte beim 2:0 der Mailänder mit seinem 30. Saisontor für die Führung seines Teams, Christian Eriksen (83.) besorgte kurz nach seiner Einwechslung die Entscheidung. Getafe ließ vom Elferpunkt die Chance auf den Ausgleich aus, Jorge Molina schoss am Gehäuse vorbei (76.).

Der VfL Wolfsburg ist gescheitert. Nach der 1:2-Niederlage gegen Schachtar Donezk verlor der deutsche Bundesligist unter Trainer Oliver Glasner auch in Kiew mit 0:3. Alle Tore der Ukrainer fielen in den letzten Spielminuten. Xaver Schlager spielte bei den Wolfsburgern durch. Diese waren weit davon entfernt, ihre Heimniederlage noch einmal wettmachen zu können. Spannend wurde es nur nach 65 Minuten, als der Schiedsrichter zunächst Elfmeter für Wolfsburg nach einem Foul an Joao Victor gab, diese Entscheidung nach VAR-Studium aber zu einem Freistoß außerhalb des Strafraums abänderte.

Am Donnerstag folgen die übrigen Achtelfinal-Partien. Bayer Leverkusen spielt gegen die Glasgow Rangers (Hinspiel 3:1), Eintracht Frankfurt beim FC Basel (0:3) und Wolverhampton gegen Olympiakos Piräus (1:1). In einem Entscheidungsspiel trifft der FC Sevilla in Duisburg auf die AS Roma.

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