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Fußball Österreich

LASK-Teamspieler ist nur Reservist: Holland muss um eine Chance kämpfen

Von OÖN   13. August 2021 00:04 Uhr

LASK-Teamspieler ist nur Reservist: Holland muss um eine Chance kämpfen
Beim LASK ist Holland in der Warteschleife.

KLAGENFURT. Der Routinier verlor durch sein Comeback für Australien seinen Platz im Kader.

Sechseinhalb Jahre musste James Holland warten, bis er im Sommer wieder in das australische Fußball-Nationalteam berufen wurde. Die Rückkehr entwickelte sich für den 32-Jährigen beim LASK zum Rückschlag: Der Routinier hat unter anderem deswegen seinen Stammplatz bei den Athletikern verloren.

Wie in allen bisherigen Spielen der neuen Saison war für Holland im gestrigen Drittrundenrückspiel der Qualifikation zur Europa Conference League (das Spiel war bei Druckbeginn dieser Ausgabe noch im Gange) kein Platz im Kader. Er musste zu Hause bleiben. Es ist eine ungewohnte Situation für den Mittelfeldstrategen. Mehr als vier Jahre lang war er gesetzt gewesen. Die starken Auftritte in der abgelaufenen Europa-League-Saison brachten ihn bei Australiens Teamchef Graham Arnold in Erinnerung, der ihn im Sommer für die asiatische WM-Qualifikation in den Kader zurückholte.

"Ich habe immer darauf gehofft", sagte Holland. "Natürlich hatte ich Zweifel, ob es passiert – wegen meines Alters und weil ich jahrelang nicht berufen wurde." Bei den vier Siegen kam Holland gegen Kuwait (3:0) und Jordanien (1:0) zum Einsatz.

Den Sommerurlaub durfte der Routinier nach den Länderspielen nachholen und stieg deswegen verspätet in die Vorbereitung ein. Diesem Rückstand läuft er nun hinterher. Lukas Grgic machte seine Sache gut – und mit Hyon-seok Hong beförderten die Athletiker einen Konkurrenten vom FC Juniors OÖ, der einige Talentproben abgab. Der 21-jährige Südkoreaner ist hinter Peter Michorl und Grgic die Nummer drei im zentralen Mittelfeld.

Nur noch vierte Wahl

Holland ist nur noch vierte Wahl, ganz anders als im Frühjahr, obwohl er wie so viele in der Mannschaft nach einem starken Herbst vollkommen der Form hinterherlief. Als Führungsspieler konnte er den Negativtrend nicht umkehren, dann verlor er seinen wohl größten Fürsprecher: Der ehemalige Co-Trainer Emanuel Pogatetz zählt zu seinen engen Freunden. Im ersten Spiel nach dessen Beurlaubung gegen Rapid (0:3) saß Holland nur noch auf der Bank, in den abschließenden drei Matches des Frühjahrs nicht einmal das.

Der LASK würde Holland nun bei einem entsprechenden Angebot wohl gehen lassen. Pogatetz und Stephan Helm, die beiden ehemaligen LASK-Assistenzcoaches, die nun bei St. Pölten ein Trainerduo bilden, hätten ihn gerne in die zweite Liga geholt. Doch Holland fühlt sich in Oberösterreich wohl, sein Vertrag läuft bis 2023. Die aktuelle Situation bringt allerdings einen Traum in Gefahr: jenen von der Teilnahme bei der WM 2022.

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