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Fußball Österreich

Arbeitet der Bruder von Bastian Schweinsteiger künftig in Linz?

Von Raphael Watzinger   27. November 2018 11:29 Uhr

Blau-Weiß als große Überraschung, in Ried heißt die Hoffnung Baumgartner
Alan hat zur Halbzeit mit Blau-Weiß die Nase vor Grgic und Ried.

Herbst-Analyse der 2. Liga: Blau-Weiß Linz mit einem Traum-Herbst, Ried ist nur noch die Nummer drei in Oberösterreich. Beim FC Juniors ist der Bruder eines Ex-Bayern-Stars im Gespräch.

FC Blau-Weiß Linz, "Sehr gut"

Auch wenn sich die Winterkrone knapp nicht ausgegangen ist: Mit 31 Punkten ist das Team von Trainer Thomas Sageder die positive Überraschung in dieser Saison.

Das, obwohl der Klub im Sommer auch aufgrund der fehlenden Fernsehgelder das Budget stark kürzen musste: Flossen in der Vorsaison noch um die 1,1 Millionen Euro in den Kader, sind es in dieser Spielzeit lediglich 700.000 Euro. Die Mannschaft ist also billiger, aber besser. Denn: Nachdem man die Vorsaison auf dem letzten Platz beendet hatte, liegt Blau-Weiß nach der Hinrunde auf dem sensationellen zweiten Rang.

Dass das Team so gut harmoniert, liegt auch an Trainer Sageder, der sich im Sommer gemeinsam mit Sportchef David Wimleitner die Mannschaft praktisch nach seinen Wünschen zusammenstellen konnte.

Die Kunst wird es aber jetzt sein, dieses Team langfristig zusammenzuhalten, denn: Bei zahlreichen Stützen wie Grasegger, Kreuzriegler, Haudum, Ebenhofer, Krainz, Tursch, Alan oder Canillas laufen im Sommer die Verträge aus. Bei Tursch, Alan und Canillas hat man immerhin Optionen. Auch das komplette Betreuerteam um Chefcoach Sageder gilt es über den Sommer hinaus zu halten. Vor der Winterpause wird noch zwei Wochen trainiert.

 

SK Vorwärts Steyr, „Befriedigend“

Der Klassenerhalt wäre eine Sensation – zur Saisonhalbzeit rutschte das Scheiblehner-Team durch die 2:4-Niederlage bei den Young Violets noch unter den Strich. Trotzdem kann Steyr mit 14 Punkten zufrieden sein, ließ auch den einen oder anderen Zähler liegen.

Goalie Großalber ist hauptberuflicher Lehrer, Stürmer Efendioglu geht seinem Beruf als Maurer nach – fast alle Spieler im Vorwärts-Kader arbeiten oder studieren. Bis auf Gabriel, Wachter oder Bytyci hatte vor der Saison kein Spieler Erfahrung im Profi-Bereich. Im Winter soll der Kader nachgebessert werden – ohne den eingeschlagenen regionalen Weg zu verlassen.

 

FC Juniors OÖ, „Befriedigend“

Das 0:1 gegen die SV Guntamatic Ried war auch das letzte Spiel von Ronald Brunmayr als Juniors-Trainer: Der 43-Jährige kehrt im Winter in die Linzer Fußballakademie zurück. Die Suche nach seinem Nachfolger ist bereits in vollem Gange. Es soll ein Mann sein, der früher oder später auch einmal in die Fußstapfen von Oliver Glasner beim LASK treten könnte.

Ein interessanter Name sickerte bereits durch: Laut OÖN-Infos soll es mit Tobias Schweinsteiger, Bruder von Ex-Bayern-Star Bastian, Gespräche gegeben haben. Der 36-Jährige war zuletzt im Nachwuchs von Bayern München aktiv und gilt als eines der größten Trainertalente Deutschlands.

 

SV Guntamatic Ried, „Befriedigend“

Erstmals seit dem Bundesliga-Aufstieg 1995 sind die Innviertler am Ende einer (Halb)-Saison nur noch die Nummer 3 in Oberösterreich. Auf Neo-Trainer und Sportdirektor Gerald Baumgartner wartet viel Arbeit. Der 54-Jährige muss das schaffen, woran seine Vorgänger gescheitert sind: Ried muss die zweite Liga nicht nur bei den Budgetzahlen, sondern auch auf dem grünen Rasen dominieren. Mit nur zehn Gegentoren hat man – gemeinsam mit Wattens – die beste Defensive. Darauf kann man aufbauen. 20 erzielte Tore sind in einer Liga mit vielen Halbprofi-Vereinen für Ried aber zu wenig.

Darijo Pecirep hat zwar bereits sieben Treffer erzielt – ist jedoch kein Stürmer, der den Klub zum Titel schießen wird. Woran es aber richtig krankt: Die Innviertler haben mit Grgic, Ziegl, Ammerer und Grabher vier Sechser im Kader – ein kreativer, zentraler Mittelfeldspieler, der die offensiven Akzente setzt und die tödlichen Pässe spielt, fehlt allerdings. Auch Julian Wießmeier ist das nicht: Der Deutsche läuft auch in seinem zweiten Ried-Jahr seiner Top-Zeit bei Lustenau noch hinterher.

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