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Oberösterreichs Fußball trauert um Helmut Köglberger

LINZ. Der LASK-Jahrhundertspieler ist am Sonntag im Alter von 72 Jahren nach längerer Krankheit verstorben.

Bild: VOLKER WEIHBOLD

Oberösterreichs Fußball trauert um Helmut Köglberger, dessen Herz am vergangenen Sonntag im Alter von 72 Jahren zu schlagen aufgehört hat. 

Helmut Köglberger wuchs als Besatzungskind in Sierning auf, und spielte zu Beginn für den SK Amateure Steyr. Immer wieder erzählte er von der schwierigen Zeit als junger Bub, der seinen Vater, einen amerikanischen Besatzungssoldaten, nie kennengelernt hat. Von den Problemen, die die alleinerziehende Mutter hatte, weshalb er meist bei seiner Großmutter und Tante aufwuchs. Und wie wichtig der Fußball in dieser Zeit war.

1964 wechselte er zum LASK, mit dem er in der Saison darauf den Meistertitel feiern konnte. 1968 holte ihn die Wiener Austria, die er mit 31 Toren ein Jahr später zum ersten von zwei Meistertiteln während seiner Ära in Wien schoss. Im Jahr 1975 wechselte er zum LASK zurück. Bei den Linzern wurde er erneut Torschützenkönig. Und für seine Verdienste wurde Köglberger im Jahr 2008 anlässlich der 100-Jahr-Feier der Schwarz-Weißen auch zum LASK-Jahrhundertspieler geehrt. 

Später arbeitete Köglberger als Trainer im oberösterreichischen Unterhaus. Egal ob bei Haka Traun, beim SV Grieskirchen, beim Nachwuchs des LASK oder des Sk Vöest, beim BNZ Linz, daheim in Baumgartenberg, in Perg, Pregarten und Pichling - überall war Köglberger gerne gesehen. 

Der Aufbau der Fußball-Akademie in Acakoro in Nairobi, bei dem er gemeinsam mit seinem Sohn Stefan, ÖFB-Präsident Leo Windtner und dessen Gattin Margarete maßgeblich verantwortlich war, sollte so etwas wie die Vollendung seines Lebenswerkes darstellen. Er, der selbst über den Fußball den Weg nach oben schaffte, konnte Slum-Kindern helfen, die ihn und die Hilfe aus Oberösterreich besonders dringend benötigten. Auch deshalb wurde er von den OÖNachrichten mit dem "Goldenen Leo" für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 

Vor vier Wochen ließ er es sich nicht nehmen,  bei einem Besuch der Akacoro-Kicker in Oberösterreich dabei zu sein. Man merkte aber, dass der "Schmähbruder" Köglberger müde geworden war, und die Kraft nach längerer Krankheit mehr und mehr nachlässt. 

Am Sonntag hat sein Herz schließlich zu schlagen aufgehört. 

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Artikel OÖN-Sport 24. September 2018 - 13:42 Uhr
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