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Fußball Österreich

3:2! Salzburgs "Bullen" entzauberten ihre große Schwester

21. September 2018 06:16 Uhr

3:2! Salzburg entschied "Bullen"-Duell für sich

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Europa League: Salzburg-"Joker" Gulbrandsen traf in der 89. Minute zum 3:2-Sieg in Leipzig

Rund zwei Stunden nach Rapids 2:0-Sieg über Spartak Moskau hat auch Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg einen Traumstart in der Gruppenphase der Europa League hingelegt. Und was für einen! „Joker“ Fredrik Gulbrandsen fixierte in der 89. Minute den prestigeträchtigen und hochverdienten 3:2-(2:0)-Triumph beim großen Schwesternklub RasenBallsport Leipzig, der eine unterirdische erste Spielhälfte abgeliefert hatte, aber nach einer Aufholjagd zum 2:2 noch an einem Punkt schnupperte.

„Katastrophal. Ich wünschte, meine Mannschaft hätte die Leidenschaft, die Salzburg an den Tag legte“, sagte Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff in der Pause, in der Trainer Ralf Rangnick richtig laut geworden sein soll. Ein Dreifach-Wechsel nach 45 Minuten war Ausdruck großer Unzufriedenheit, die drei Österreicher im Leipzig-Trikot Konrad Laimer, Stefan Ilsanker und Marcel Sabitzer durften durchspielen.

Doppelschlag schockte Leipzig

Die Akzente setzten allerdings Salzburgs in Bordeauxrot gekleidete Meisterkicker, die in der nicht ausverkauften Leipziger Red-Bull-Arena überfallsartig begonnen hatten und den favorisierten Kontrahenten mit einem Doppelschlag aus der Bahn warfen. In der 20. Minute hatte ausgerechnet ein Ilsanker-Fehler das 1:0 für die Mozartstädter eingeläutet, Torjäger Munas Dabbur traf im Nachsetzen per Kopf. Keine 120 Sekunden später legte Amadou Haidara das 2:0 nach – und damit jener 20-jährige Mittelfeldspieler, der im Winter nach Leipzig wechseln soll. Der Marktwert des Afrikaners beziffert sich auf 15 Millionen Euro. Tendenz stark steigend, nicht nur wegen seiner gestrigen Leistung.

Leipzig wirkte über weite Strecken konzept-, ideen-, saft- und harmlos, Salzburg verkörperte das exakte Gegenteil. Auch nach Seitenwechsel. Dabbur traf nur die Stange (55.), das 3:0 lag mehrmals in der Luft – und es wäre verdient gewesen. Trotzdem drohte sich das Blatt zu wenden. Der Ex-Salzburger Konrad Laimer verkürzte nach Ballverlust von Andreas Ulmer auf 1:2 (70.), Yussuf Poulsen stellte auf 2:2 (82.).

Rangnick, das Feindbild

Doch dann kam Gulbrandsen und versetzte die 1000 Salzburger Schlachtenbummler in Ekstase. Einige von ihnen waren vor dem Anpfiff aus der Rolle gefallen. Beim Marsch zum Stadion skandierten Anhänger „Ralf Rangnick ist ein Hurensohn“ und „Scheiß RB Leipzig“. Außerdem wurden T-Shirts mit dem Slogan „Kniet nieder, ihr Bauern – das Original ist da“ zur Schau getragen. Die 24.000 Leipzig-Fans sollten später die dürftige Vorstellung ihres Teams mit Pfiffen quittieren ... (alex)

Leipzig-Coach kündigte Strafen für Spieler an

Leipzig-Trainer Ralf Rangnick hat Sanktionen gegen einige Spieler angekündigt. Angeblich sollen sich einige Profis in der Spielvorbereitung unprofessionell verhalten haben.

"Ich hab die Dinge leider erst heute erfahren. Dann hätte ich nicht in der Halbzeit dreimal gewechselt, sondern schon vor dem Spiel", sagte Rangnick am Freitag in Leipzig. Weitere Details wollte der Trainer und Sportdirektor nicht verraten, doch es habe "was mit Abläufen und Vorbereitungen vor dem Spiel zu tun, diese wurden sicherlich ignoriert, das erklärt sicherlich vieles, aber nicht alles".

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