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Fußball International

Wer behält im Titelrennen die Nerven?

21. Mai 2022 00:04 Uhr

Wer behält im Titelrennen die Nerven?
Kann Liverpool (Fabinho, links) an Manchester City (Phil Foden, rechts) vorbeiziehen?

BERLIN. Deutschland, England, Italien: Der schmale Grat zwischen Tränen und Triumphen.

Am Wochenende fallen die letzten Entscheidungen in drei Fußball-Top-Nationen. Deutschland kürt seinen Cupsieger, England und Italien erwartet ein Herzschlagfinale um den Meistertitel. Wer hat die stärkeren Nerven?

Heute, 20 Uhr: DFB-Pokal- Finale in Berlin: Freiburg gegen Leipzig (Servus TV)

Ein Österreicher wird beim Showdown die Trophäe stemmen. Bei Freiburg verteidigt Philipp Lienhart, bei Leipzig ist Konrad Laimer die "Pressingmaschine" (O-Ton von Bayern-Trainer Julian Nagelsmann) im Mittelfeld. Beide Vereine haben noch nie den zweitwichtigsten Titel im deutschen Fußball gewonnen, Freiburg steht zum ersten Mal in einem DFB-Pokal-Finale, Leipzig zum dritten Mal nach 2019 (0:3 gegen die Bayern) und 2021 (1:4 gegen Dortmund).

Für Laimer könnte es die Abschiedsvorstellung im Trikot der "Roten Bullen" sein. "Ich bin ein Typ, der sehr ehrgeizig ist, der irgendwann einmal um alles spielen will", sagte der 24-Jährige, dessen Vertrag im Sommer 2023 ausläuft. Der FC Bayern hat Interesse und den Anspruch, nach Möglichkeit alle Titel zu gewinnen. Das würde passen. "Es ist wichtig, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Im Moment zählt nur das Finale – und das wollen wir gewinnen", betonte Laimer.

Sonntag, 17 Uhr: Englisches Titel-Duell zwischen Manchester City und Liverpool

Führt Liverpool-Legende Steven Gerrard seinen Herzensklub zum Premier-League-Titel? Als Spieler war ihm das nicht gelungen, als Trainer von Aston Villa kann er zum Meistermacher werden: Dafür muss er einen Heimsieg von Tabellenführer Manchester City verhindern, während gleichzeitig die einen Punkt zurückliegenden "Reds" gegen Wolverhampton gewinnen müssen. Sky überträgt live. "Es ist möglich, nicht wahrscheinlich, aber möglich", sagte Liverpool-Coach Jürgen Klopp. Manchester City habe mehr Druck. "Wäre ich an ihrer Stelle, würde ich mich noch nicht als Meister fühlen." City-Trainer Pep Guardiola beschwerte sich zuletzt, dass Medien und Fans auf der Seite des Kontrahenten seien, weil dieser "eine unglaubliche Geschichte" im Europapokal habe. "Aber nicht in der Premier League, da haben sie nur eine in 30 Jahren gewonnen."

Für sein Team geht es um den vierten Meistertitel in den vergangenen fünf Saisonen und um den achten insgesamt. Klopp konterte mit einem Seitenhieb wegen Citys Ausscheiden in der Champions League gegen Real Madrid, dem Finalgegner seines Teams am kommenden Samstag: "Aus der Champions League rauszufliegen ist hart, und dann hat auch noch Liverpool das Finale erreicht."

Hochspannung verspricht auch der Abstiegskampf: Everton fixierte mit einem 3:2-Sieg über Crystal Palace (nach 0:2-Rückstand) den Klassenerhalt. Neben Watford und Norwich muss entweder Burnley (Heimspiel gegen Newcastle) oder Leeds United (auswärts gegen Brentford) in die zweitklassige Championship. Die beiden bedrohten Vereine sind punktgleich, Leeds, das Team von Jesse Marsch und Franz Schiemer, hat aber das um 20 Treffer schlechtere Torverhältnis. Darauf kommt es an.

Sonntag, 18 Uhr: Italienisches Titelduell zwischen dem AC Mailand und Inter Mailand

Dem AC Milan genügt ein Remis bei Sassuolo Calcio, um den ersten Scudetto seit 2010/11 erobern. Titelverteidiger Inter Mailand hat zwei Zähler Rückstand und das Heimspiel gegen Sampdoria vor der Brust. Bei Punktgleichheit entscheidet das direkte Duell, das für Milan spricht. Zu sehen ist das Spektakel auf DAZN. (mag/alex)

UEFA: Feststehende Meister

32 Meister stehen in den 55 UEFA-Nationen fest. In Europas Norden sind die Ganzjahresmeisterschaften erst im ersten Drittel, Liechtensteins Klubs spielen im Schweizer Ligensystem. Die Meister gereiht nach der UEFA-Fünfjahreswertung:

Spanien Real Madrid (35 Titel | zul. 2020)
Deutschland Bayern München (32 | 2021)
Frankreich Paris St-Germain (10 | 2020)
Portugal FC Porto (30 | 2020)
Niederlande Ajax Amsterdam (36 | 2021)
Russland Zenit St. Petersburg (8 | 2021)
Belgien FC Brügge (18 | 2021)
Österreich FC Salzburg (16 | 2021)
Schottland  Celtic Glasgow (52 | 2020)
Türkei Trabzonspor (7 | 1984)
Zypern  Apollon Limassol (4 | 2006)
Tschechien Viktoria Pilsen (6 | 2018)
Kroatien  Dinamo Zagreb (23 | 2021)
Schweiz FC Zürich (13 | 2009)
Griechenland Olympiakos Piräus (47 | 2021)
Israel Maccabi Haifa (14 | 2021)
Bulgarien Ludogorez Rasgrad (11 | 2021)
Rumänien CFR Cluj (8 | 2021)
Aserbaidschan Qarabag Agdam (11 | 2020)
Ungarn Ferencvaros (33 | 2021)
Polen Lech Posen (8 | 2015)
Slowakei Slovan Bratislava (16 | 2021)
Bosnien-Herzeg. Zrinjski Mostar (7 | 2018)
Nordmazedonien KF Shkupi (1)
Albanien KF Tirana (26 | 2020)
Nordirland FC Linfield (56 | 2021)
Moldau Sheriff Tiraspol (21 | 2021)
Malta Hibernians Paola (13 | 2017)
Kosovo  KF Ballkani (1)
Gibraltar Lincoln Red Imps (26 | 2021)
Montenegro  Sutjeska Niksic (5 | 2019)
Wales  The New Saints (14 | 2019)

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