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Fußball International

Vor sieben Jahren Top-Kandidaten in Ried, heute auf Champions-League-Kurs

10. April 2021 00:04 Uhr

Vor sieben Jahren Top-Kandidaten in Ried, heute auf Champions-League-Kurs
Oliver Glasner und Adi Hütter sind auf einer Wellenlänge, heute haben beide aber nichts zu verschenken.

FRANKFURT. Österreichische Spitzentrainer im Duell: Hütters Eintracht trifft auf Glasners "Wölfe".

Zwei österreichische Erfolgstrainer, eine Mission: Oliver Glasner (VfL Wolfsburg) und Adi Hütter (Eintracht Frankfurt) schicken sich an, mit ihren deutschen Fußball-Bundesligaklubs das Millionenspiel Champions League zu erreichen. Sieben Runden vor Ladenschluss sind ihre Positionen in den Top Vier ziemlich gut abgesichert. Vor dem heutigen direkten Duell (15.30 Uhr, Sky) in Frankfurt beträgt der Vorsprung des Dritten Wolfsburg auf den Fünften Dortmund elf Punkte, die Eintracht liegt sieben Punkte vor dem BVB, der sich – Stand jetzt – mit der Europa League trösten müsste.

Es ist schon bemerkenswert, was Glasner und Hütter aus ihren Teams, die von Haus aus der Kategorie Mittelmaß zuzuordnen gewesen waren, herausgeholt haben. Kein Wunder, dass beide bei Borussia Mönchengladbach auf dem Zettel ganz oben stehen/standen.

"Zu 100 Prozent überzeugt"

Dass es Trainer mit außerordentlichen Fähigkeiten sind, war schon 2014 dem damaligen SV-Ried-Manager Stefan Reiter bewusst. Als es darum ging, einen Nachfolger für Michael Angerschmid zu finden, gab es genau zwei Optionen: Hütter und Glasner. "Nur bei diesen beiden waren wir zu 100 Prozent überzeugt", sagte Reiter.

Hütter gab den Riedern einen Korb und wurde Coach bei Red Bull Salzburg. Glasner entschied sich gegen einen lukrativen Co-Trainer-Job an der Seite von Roger Schmidt in Leverkusen und startete seine Laufbahn als Cheftrainer in Ried. Den Durchbruch schaffte der 46-Jährige beim LASK (mit Bundesliga-Aufstieg, Vizemeistertitel und zweimaligem Europacup-Einzug), Jörg Schmadtke verfolgte die Entwicklung genau und lotste Glasner 2019 nach Wolfsburg. Die Beziehung mit dem – sagen wir es einmal so – Konfrontationen nicht abgeneigten Sportchef lief nicht immer friktionsfrei. Die Ergebnisse sprechen aber eindeutig für Glasner und seine vor allem defensiv brillante Equipe mit den ÖFB-Legionären Pavao Pervan (Ex-LASK-Kapitän) und Xaver Schlager. Im Kalenderjahr 2021 haben die "Wölfe" die wenigsten Tore – nur neun in 14 Liga-Partien – kassiert und 30 Punkte erobert. Diesen Wert toppen nur der FC Bayern München (34) und Frankfurt (33).

Dem 51-jährigen Hütter gelang der Sprung zur Eintracht über die Schweiz. Nach seinem Double-Triumph mit RB Salzburg (2014/15) heuerte der Vorarlberger bei den Young Boys in Bern an, nach dem Meistertitel 2018, mit dem die Vorherrschaft des FC Basel beendet wurde, folgte der Ruf aus Hessen.

Der smarte Hütter wird in der Szene sehr geschätzt – auch von seinem Kollegen Glasner: "Adi ist ein super Kerl, man sieht ganz klar seine Handschrift. Wir sind uns auch privat schon einige Male über den Weg gelaufen. Wir haben einen gemeinsamen Freund, der ein Hotel hat", berichtete der Oberösterreicher.

Heute sind die beiden Kontrahenten, ein Bierchen wird es da nicht geben, einen wechselseitigen Austausch über die Aufstellungen auch nicht. "Wir fahren nach Frankfurt, um zu gewinnen", sagt Glasner. Einen Sieg peilt auch Hütter an, obwohl ihm sein Abwehrchef Martin Hinteregger weiterhin verletzt fehlt. Diese Position dürfte wie zuletzt beim 2:1-Erfolg in Dortmund Stefan Ilsanker bekleiden. (alex)

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