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Manchester United stellt den Stars die Rute ins Fenster

BARCELONA. Englands Rekordmeister muss heute beim FC Barcelona gewinnen.

Manchester United stellt den Stars die Rute ins Fenster

Solskjær kann auch ungemütlich werden. Bild: Action Images via Reuters

Manchester United steht in der Fußball-Champions-League wieder einmal mit dem Rücken zur Wand. Die "Red Devils", die in der Runde der letzten 16 sensationell Paris Saint-Germain mit einem 3:1-Auswärtssieg eliminiert haben, brauchen heute (21 Uhr, Sky) im Camp Nou das nächste Wunder, um doch noch das Halbfinale zu erreichen. Neuerlich klingt es nach einer fast unlösbaren Aufgabe: Nach einer 0:1-Heimniederlage muss der englische Rekordmeister die "Festung" des FC Barcelona erobern, also gewinnen.

Auf dem Papier scheint das nahezu unmöglich. Die Katalanen, die am Wochenende mit einer B-Elf beim spanischen Liga-Nachzügler Huesca über ein 0:0 nicht hinauskamen, sind in ihrer Arena seit 11. November 2018 (3:4 gegen Betis Sevilla) ungeschlagen, in den jüngsten 20 Meisterschaftsmatches gab es keine Niederlage.

Manchester Uniteds Trainer Ole Gunnar Solskjær ist das völlig egal. Der Cheftrainer des Tabellenfünften der Premier League, der damit um den Einzug in die "Königsklasse" 2019/20 zittern muss, bereitet einen Umbruch vor. Seine Stars spielen also auf Bewährung. "Nur die Stärksten oder Besten werden überleben, so schonungslos werden wir sein müssen", kündigte der Norweger mit dem "Babyface" eine gnadenlose Gangart an.

Im Gegensatz zum Chilenen Alexis Sanchez, der alles schuldig geblieben ist, hat der französische Teamspieler Paul Pogba viel Kredit. Der 26-Jährige, der immer wieder mit seinem Ex-Klub Juventus Turin in Verbindung gebracht wird, rettete United in der Meisterschaft mit zwei verwandelten Elfmetern ein 2:1 über West Ham.

So ein Resultat würde auch heute genügen. Also in jenem Camp Nou, an das Solskjær beste Erinnerungen hat. Dort schoss der heute 46-Jährige im Champions-League-Finale 1999 den FC Bayern mit dem 2:1 in der 93. Minute k. o. und United zum Titel. Solskjær: "Oft ist es eine Glaubenssache. Ja, Barça spielt stark, aber wir müssen uns den Sieg zutrauen."

Die Frage wird allerdings sein, ob seine Defensive das Duo infernale des spanischen So-gut-wie-Meisters in den Griff bekommt. Die argentinische "Zaubermaus" Lionel Messi hat in dieser Saison schon 43 Pflichtspieltore geschossen und 21 vorbereitet, bei Luis Suárez stehen 23 Volltreffer zu Buche. Das macht Lust auf mehr. "Wir werden den Vorsprung nicht verwalten, sondern von Beginn an Vollgas geben", kündigte der Uruguayer an.

Juventus ist gewarnt

Juventus geht nach dem 1:1 in Amsterdam um 21 Uhr (DAZN live) als Favorit ins Rückspiel gegen Ajax Amsterdam. Schon ein 0:0 würde der "alten Dame" zum Weiterkommen reichen. Doch die Turiner sind gewarnt, die niederländische Offensiv-Maschinerie macht vor großen Namen nicht Halt und kann auch auswärts brillieren. So gesehen im Achtelfinale gegen Real Madrid. Ajax feierte nach einer 1:2-Heimniederlage einen beeindruckenden 4:1-Triumph im Estadio Santiago Bernabéu.

Das ist auch dem ehemaligen Real-Madrid-Star Cristiano Ronaldo nicht entgangen. Der Portugiese, der 125 Tore in der Champions League erzielt hat, strotzt aber vor Selbstvertrauen: "Ich bin zu Juve gekommen, um diesen Titel zu holen." 

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Artikel (alex) 16. April 2019 - 00:04 Uhr
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