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Fußball International

Glasners Rückkehr nach Oberösterreich: "Die wilden Feierlichkeiten sind abgeschlossen"

Von Raphael Watzinger   28. Mai 2022 10:25 Uhr

Glasner Ankunft
Oliver Glasner mit Frau Bettina und Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner bei der Ankunft am Flughafen Linz-Hörsching.

HÖRSCHING. Nach dem Europapokal-Sieg mit Eintracht Frankfurt und einem Kurzurlaub ist Oliver Glasner am Samstag nach Oberösterreich zurückgekehrt. Der Riedauer wurde am Flughafen Linz-Hörsching von der Landespolitik empfangen.

"Die wilden Feierlichkeiten sind vorbei", sagt Oliver Glasner kurz nach seiner Landung vom privaten Familienurlaub mit Frau Bettina mit einem Schmunzeln im Gesicht. Sein Riesenerfolg, der Finalsieg in der Europa-League mit dem deutschen Bundesligisten Eintracht Frankfurt gegen die Glasgow Rangers, war aber selbst beim etwas ruhigeren Aufenthalt auf Kreta allgegenwärtig: "Jeder hat mich erkannt und wollte ein Foto machen. Man merkt, welch große Bedeutung dieser Erfolg auch in Europa hat. Die Bilder mit dem Autokorso in Frankfurt vor 200.000 Fans und weinende Anhänger, die den Europapokal berühren durften, werde ich nie vergessen. Den Leuten so eine Freude zu machen, das ist für mich die größte Anerkennung."

Speziell ist der Triumph auch für Oberösterreich: Bei seiner Ankunft in der Heimat wurde der 47-Jährige von einer Delegation um Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner am heutigen Samstag Vormittag auf dem Rollfeld des Flughafens Linz-Hörsching beschenkt. Neben einer „Fußball-Torte“ überreichte er dem Innviertler das Oberösterreich-Trachten-Sakko, das ausgewählte Botschafter des Landes erhalten und mit dem Touristiker ein Stück Heimat in die Welt hinaustragen. "Oliver Glasner ist weit über die Landesgrenzen hinaus ein wertvoller Botschafter unseres Bundeslandes. Er ist immer gleich geblieben, ist keiner, der bei Erfolgen abhebt. Er verkörpert einen richtigen Oberösterreicher: Brav arbeiten und immer mit beiden Beinen am Boden", sagt Achleitner.

Glasner Ankunft

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Bild 1/15 Bildergalerie: Oliver Glasners Empfang in Oberösterreich

Glasner spielt den Ball gerne zurück: "Oberösterreich ist meine Heimat, ich bin gerne hier. Zuletzt war es aufgrund der vielen Europacupreisen leider etwas weniger." Das soll sich zumindest in den kommenden Tagen ändern. Heute geht es einmal in den Heimatort Riedau, wo der Erfolgstrainer morgen wohl auch dem dortigen Unterhausklub SV Riedau (1.Klasse Nordwest) einen Besuch abstatten will: "Einer meiner Söhne spielt bei Riedau, morgen treffen sie als Erster auf den Zweiten Natternbach."

Frankfurt residiert in Windischgarsten

Und auch in der Sommerpause geht es für den Frankfurt-Coach wieder nach Oberösterreich  - sogar mit seinem ganzen Team: Die Eintracht wird ihr Trainingslager in Windischgarsten abhalten. "Die Deutschen freuen sich schon sehr darauf, sind alle sehr bergbegeistert", sagt Glasner. 

Schon jetzt ist sein Blick in die Zukunft gerichtet: "Ich werde versuchen, alles zu verarbeiten. In der neuen Saison wollen wir dann neu angreifen: In der Champions League." 

"Wollen den Supercup gewinnen"

Zudem hat der Ex-LASK-Coach auch den Gewinn des europäischen Supercups ins Visier genommen. "Wir wollen den Supercup gewinnen, auch wenn es gegen Real oder Liverpool geht. Wir haben immer Sieg-Ambitionen", sagte Glasner. Er werde das Champions-League-Finale zwischen Real Madrid und Liverpool am heutigen Samstag (21 Uhr) nicht nur schauen, "weil ich Fan bin, sondern auch wegen des Supercups." Einer seiner Analysten bei Frankfurt wird das heutige Endspiel in Paris sogar live verfolgen: "Er hat noch keinen Urlaub bekommen, der sitzt in Paris im Stadion." Am 10. August hat die Glasner-Elf in Helsinki als Europa-League-Champion gegen den Champions-League-Sieger die nächste Chance auf eine Trophäe.

Bereits in dieser Saison hat sein Team - unter anderem mit dem Weiterkommen gegen Barcelona - bewiesen, dass es vor keinem Gegner Angst haben muss. Ein Spiel hat den Glauben Glasners in seine Mannschaft besonders bestärkt: "Der Sieg im Herbst in München gegen die Bayern. Da haben wir erstmals gesehen: Wenn wir alles umsetzen und in München gewinnen, können wir jede Mannschaft schlagen. Da ist der Glaube in unsere eigene Stärke gewachsen." 

Die Pressekonferenz nach der Ankunft zum Nachschauen: 

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