Lade Inhalte...

Fußball International

Glasner bleibt mit Frankfurt im Hoch – und nennt Ried als warnendes Beispiel

Von Harald Bartl  20. Dezember 2021 00:04 Uhr

Glasner bleibt mit Frankfurt im Hoch – und nennt Ried als warnendes Beispiel
Oliver Glasner liegt mit Eintracht Frankfurt bereits auf Platz sechs.

FRANKFURT. Deutsche Bundesliga: Der Trainer erinnerte sich nach 1:0-Sieg an die Zeit im Innviertel.

Gerade einmal zehn Tage lang dauert die gestern begonnene Winterpause für die deutschen Fußball-Bundesligisten. Am 30. Dezember bittet etwa Oliver Glasner seine Spieler bei Eintracht Frankfurt schon wieder zum ersten Training. Eine Woche später wird schon wieder Meisterschaft gespielt.

Nach dem 1:0-Erfolg vom Samstag gegen Mainz ging es sofort in den Kurzurlaub. "Jetzt gehen sich ein paar Tage mit der Familie in der Sonne aus. Weihnachten gefeiert wird dann gemeinsam daheim mit dem Besuch der Mette und allem, was sonst noch dazu gehört. Da wird auch etwas Zeit bleiben, um das abgelaufene Jahr etwas Revue passieren zu lassen", erzählte der 47-Jährige, für den aktuell auch sportlich die Sonne scheint.

"Ich kann es selber kaum glauben", sagte Glasner nach dem Blick auf die Tabelle. Als Sechster beträgt der Rückstand auf den Dritten Freiburg nur zwei Punkte. Während im Klub-Umfeld deshalb nach dem verhaltenen Start längst die große Euphorie ausgebrochen war, nannte Glasner am Samstag nach dem Derbysieg ausgerechnet seine Zeit in Ried als warnendes Beispiel. "Als Spieler habe ich in Österreich mit 30 Punkten als Vierter überwintert, wir haben nur noch von Europa geträumt und sind dann abgestiegen. Deswegen habe ich aufgehört, zu weit nach vorne zu blicken." Dieser Rieder Abstieg datiert aus dem Jahr 2003.

Egal, ob Leipzig (als Zehnter) oder auch Glasners Ex-Klub Wolfsburg, der als Dreizehnter weit weg von dem noch mit Glasner im Sommer erreichten Champions-League-Platz liegt – es gibt sehr viele Vereine, die trotz eines deutlich höheren Budgets hinter der im Sommer völlig neu zusammengestellten Mannschaft des Oberösterreichers liegen. Dazu gehört auch Mönchengladbach mit Trainer Adi Hütter. Der Vorarlberger konnte nach dem 1:1 gegen Hoffenheim zumindest etwas durchatmen. "Das war sicher ein kleiner Schritt in die richtige Richtung", sagte Hütter nach den zuletzt empfindlichen Niederlagen.

Glasners Wunsch für 2022

Nach dem Jahreswechsel wird Hütter am 7. Jänner mit dem Spiel in der Allianz-Arena gegen Bayern München das neue Jahr in der deutschen Bundesliga eröffnen. Glasner trifft mit seinem Klub tags darauf daheim auf Dortmund mit Ex-Salzburg-Trainer Marco Rose. Dieser hat den Titelkampf für sein Team nach dem 2:3 gegen Hertha BSC bereits abgehakt. Mit neun Punkten Rückstand auf die Bayern hat er wohl auch keine andere Wahl. Einen größeren Vorsprung zur Halbserie hatten die Münchner zuletzt 2017/18. Glasners Wunsch fürs neue Jahr: "Ich möchte bald erstmals im wirklich ausverkauften Stadion spielen. Dann hätten wir Corona überwunden."

Artikel von

Harald Bartl

stellvertretender Ressortleiter Sport

Harald Bartl

3  Kommentare 3  Kommentare