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Fußball International

FC Barcelona trennt sich von Trainer Valverde und holt Setien

Von nachrichten.at/apa   14. Januar 2020 05:52 Uhr

Ernesto Valverde
Aus für Ernesto Valverde

BARCELONA. Ernesto Valverde ist nicht mehr Trainer des FC Barcelona. Vier Tage nach der 2:3-Niederlage gegen Atletico Madrid im Halbfinal des spanischen Supercups wurde der 55-Jährige bei Barcelona entlassen.

In der Person von Quique Setien ist Valverdes Nachfolger bereits gefunden. Eine Überraschung war die Trennung von Barcelona und Valverde nicht mehr.

Fast täglich hatten spanische Medien zuletzt über versteckte Verhandlungen der Barcelona-Verantwortlichen mit möglichen Nachfolgern von Valverde berichtet. Die an die Öffentlichkeit getragenen Informationen kühlten das bereits vorbelastete Verhältnis zwischen Valverde und Präsident Josep Maria Bartomeu weiter ab.

Letztlich dürfte aber trotz der Unstimmigkeiten zwischen Valverde und Bartomeu vor allem das sportliche Abschneiden der letzten Wochen zur Trennung geführt haben. Valverde, der 2017 als noch relativ unbekannter Trainer bei Barcelona angeheuert hat und in seinen zweieinhalb Jahren zwei Mal Meister und je ein Mal spanischer Cup-und Supercup-Sieger wurde, führte sein Team in den letzten fünf Spielen zu lediglich einem Sieg. Den definitiven Ausschlag für die erste Trainerentlassung im FC Barcelona seit 2003 gab am Donnerstag die blamable Schlussphase bei der 2:3-Niederlage im Halbfinal des spanischen Supercups gegen Atletico Madrid.

Mit Setien folgt bei den Katalanen ein Trainer, der wie Vorgänger Valverde außerhalb von Spanien weitestgehend unbekannt ist, aber ins Konzept passt. Der 60-Jährige, der Ende der letzten Saison seinen Vertrag bei Betis Sevilla vorzeitig aufgelöst hat, gilt als Fan und Verfechter des von Johan Cruyff und Pep Guardiola geprägten Spielstils. Wie erfolgreich er dieses Spielsystem interpretiert, bewies Setien bei seiner letzten Station. Nachdem er Betis Sevilla im Sommer 2017 übernommen hatte, führte er das Team direkt in die Europa League.

Dennoch soll Setien, der bei den Katalanen einen bis zum Ende der Saison 2021/22 gültigen Vertrag unterschrieb, nicht Bartomeus erste Wahl gewesen sein. Gemäß spanischen Medien hätten vor dem 60-Jährigen mit Xavi Hernandez und Ronald Koeman dem FC Barcelona zwei Kandidaten eine Absage erteilt.

FC Barcelona erstmals Umsatz-Krösus

Der FC Barcelona ist gemäß einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Deloitte erstmals der umsatzstärkste Fußball-Club der Welt. Demnach kam Spaniens Meister in der Saison 2018/19 auf 840,8 Millionen Euro, was einer Steigerung von 150 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Katalanen verdrängten damit Erzrivale Real Madrid (757,3 Millionen) von der Spitze des Ranking der Top 20.

London/Wien. Manchester United (711,5) ist wie im Vorjahr Dritter, gefolgt von Bayern München (660,1) und Paris Saint-Germain (635,9). Champions-League-Sieger Liverpool (604,7) liegt gemäß der 23. Ausgabe der Studie auf dem siebenten Platz. Die 20 umsatzstärksten Vereine der Welt erwirtschafteten in der Vorsaison gemeinsam eine Rekordsumme von 9,56 Milliarden Euro. Barcelonas Steigerung erklärte Deloitte mit einer neuen Strategie des Clubs auf dem Merchandising-Sektor.

In den Top 20 gab es mit Olympique Lyon (17.) und SSC Napoli (20.) nur zwei neue Vertreter. Die einzigen Clubs in den Top 30, die nicht aus den fünf großen Ligen Europas kommen, sind Ajax Amsterdam (23.), Benfica Lissabon (24.), Zenit St. Petersburg (28.) und der FC Porto (29.).

Umsatzstärkster österreichischer Club war wenig überraschend Serienmeister Salzburg (119,06 Millionen). Mit Respektabstand folgen die Wiener Clubs Rapid (50,75) und Austria (38,76). Danach klafft bis zu Sturm Graz (18,94) und dem LASK (15,30) neuerlich eine finanzielle Lücke. "Die Top Drei der österreichischen Bundesliga konnten einen Gesamtumsatz von 208,6 Millionen Euro erzielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung", meinte Wilfried Krammer, Senior Manager bei Deloitte Österreich. Damals lag der Wert bei 158,4 Millionen Euro, alleine Salzburg erwirtschaftete nun fast 40 Millionen mehr. Zu den Zahlen im globalen Fußball meinte Krammer: "Derzeit ist kein Ende des Wachstums in Sicht."

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