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Fußball International

Jetzt ist beim FC Bayern Feuer am Dach

Von nachrichten.at/alex   12. April 2022 23:39 Uhr

MÜNCHEN/MADRID. In der 88. Minute riss Villarreal Lewandowski & Co. aus allen Semifinal-Träumen. Real zitterte sich weiter.

Aus und vorbei! Um 22.54 Uhr waren die Titelträume des FC Bayern in der Fußball-Champions-League ausgeträumt, der deutsche Rekordmeister wurde nach dem 1:1 (0:0) im Viertelfinal-Retourmatch gegen Villarreal mit einem Pfeifkonzert aus der ausverkauften Allianz-Arena verabschiedet. Samuel Chukwueze hatte in der 88. Minute einen blitzsauberen Konter abgeschlossen und den Siebenten der spanischen La Liga nach dessen 1:0-Sieg im Hinspiel vor einer Verlängerung bewahrt. Villarreal bekommt es im Semifinale voraussichtlich mit dem FC Liverpool zu tun. Die „Reds“ gehen am Mittwoch (21 Uhr, Sky, DAZN) mit einem 3:1-Vorsprung in das Duell mit Benfica.

Chelsea führte schon 3:0

Offensive war im Estadio Santiago Bernabeu Trumpf. Real Madrid entthronte Titelverteidiger FC Chelsea in einem hochkarätigen Schlagabtausch – Verlängerung inklusive. Das „Weiße Ballett“ durfte sich nach dem 3:1-Sieg in London eine 2:3-Heimniederlage leisten. Um ein Haar wäre aus der vermeintlich „gmahd’n Wies’n“ eine echte Blamage geworden.

Mason Mount (15.), Antonio Rüdiger (51.) und Timo Werner (75.) hatten Chelsea mit einer 3:0-Führung auf Aufstiegskurs gesteuert, doch Real mit dem nicht immer sattelfesten ÖFB-Teamkapitän David Alaba blies zur erfolgreichen Aufholjagd. Rodrygo (80.) erzwang jene Verlängerung, in der Karim Benzema, dem Dreifach-Torschützen aus dem Hinspiel, das erlösende 2:3 (96.) gelang. 60.000 Besucher waren komplett aus dem Häuschen.

Real trifft in der Runde der letzten vier entweder auf Manchester City oder den Stadtrivalen Atletico Madrid, der am Mittwoch (21 Uhr, Sky, DAZN) im Wanda Metropolitano ein 0:1 aufholen muss.

Die Bayern interessiert das alles nicht mehr. Zurück bleibt die Erinnerung. Zum Beispiel an den "Bomber für die Ewigkeit!". Mit diesem Transparent würdigten die 70.000 Fans den am 15. August 2021 verstorbenen legendären Torjäger Gerd Müller. Regie im Spielfilm führte zunächst ein Mann, der Müller längst alle Ehre macht. Robert Lewandowski trifft und trifft und trifft.

Der 33-Jährige schoss die Münchner in der 52. Minute via Innenstange zum 1:0, es war sein bereits 47. Pflichtspieltor in der laufenden Saison und Gerüchten zufolge eines der letzten für die Bayern. Der polnische Fernsehsender TVP hatte berichtet, dass Lewandowski seinen Abschiedswunsch deponiert habe. Der Teamstürmer soll sich trotz bis 2023 laufenden Vertrages auf einen Sommertransfer zum FC Barcelona geeinigt haben. Ein Dementi des FC Bayern ließ nicht lange auf sich warten. "Scheinbar gibt es einen Wettbewerb da draußen, wer bringt die größte Nonsens-Geschichte über Robert Lewandowski", ärgerte sich Oliver Kahn, der Vorstandschef des FC Bayern.

Nach dem K. o. gegen Villarreal ist jetzt Feuer am Dach, trotz klarer Überlegenheit fehlte die letzte Konsequenz. „Es ist extrem bitter. Wir haben gedrückt, gedrückt, gedrückt, der Aufstieg wäre verdient gewesen“, urteilte FCB-Mittelfeldspieler Thomas Müller.  

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