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Fußball International

Ausschreitungen in London: Ungarns Team drohen weitere Geisterspiele

Von OÖN   14. Oktober 2021 00:04 Uhr

Ausschreitungen in London: Ungarns Team drohen weitere Geisterspiele
Englands Teamspieler knieten als Zeichen gegen Rassismus.

LONDON. Zusammenstöße mit der Polizei nach rassistischer Beleidigung eines Ordners

Ungarns Fußball-Nationalteam schrieb beim 1:1 im Wembley-Stadion gegen England überraschend an – und die Fans diktierten durch Zusammenstöße mit der Polizei während des WM-Qualifikationsspiels erneut negative Schlagzeilen Die FIFA leitete Ermittlungen ein, verurteilte die Ausschreitungen "auf das Schärfste" und werde "angemessene Maßnahmen ergreifen", wie der Weltverband mitteilte.

Beim Hinspiel im September hatten ungarische Fans englische Spieler rassistisch beleidigt, Gegenstände geworfen und Feuerwerkskörper gezündet. Die UEFA sprach ein Geisterspiel als Strafe aus und drohte mit einem weiteren. Im Rückspiel in London knieten Englands Teamspieler als Zeichen gegen Rassismus, einige Gästefans reagierten darauf mit Buhrufen. Kurz nach dem Anpfiff mussten dann die Einsatzkräfte eingreifen: Der Auslöser war, dass ein Ordner von einem Zuschauer rassistisch beleidigt worden sei, wie es in der Polizeimitteilung hieß. Daraufhin habe es Unruhe gegeben, an der andere Fans beteiligt waren. Die Ordnung sei aber schnell wiederhergestellt worden. Auf im Internet kursierenden Videos war zu sehen, dass sich offenbar auch polnische Anhänger im ungarischen Fanblock befanden.

"Es war ein wenig gefährlich"

Zu einer Spielunterbrechung von rund 20 Minuten kam es in Tirana, weil albanische Fans unmittelbar nach dem entscheidenden Treffer von Karol Swiderski (77.) für Polen Flaschen in Richtung des Torschützen warfen. Nach Schlusspfiff musste Swiderski ein Interview abbrechen, weil er erneut im Hagel von Gegenständen stand. "Nach dem Tor flogen Flaschen hinein, es war ein wenig gefährlich. Wir haben uns nicht beirren lassen und fertig gespielt", sagte Kapitän Robert Lewandowski. Dank des 0:1-Sieges überholte Polen die Albaner in der Tabelle und verschaffte sich drei Punkte hinter Spitzenreiter England eine gute Ausgangsposition, zumindest als Gruppenzweiter in das Play-off einzuziehen.

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