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Fußball International

Klein: "Es liegt an uns, nicht an Basel"

Von Günther Mayrhofer   19. März 2014 00:04 Uhr

Klein: "Es liegt an uns, nicht an Basel"
Klein ersetzt den verletzten Schwegler in der Abwehr.

SALZBURG. Fußball-Europa-League: Nach dem 0:0 im Hinspiel geht Red Bull Salzburg am Donnerstag mit dem Ex-LASK-Spieler auf den erstmaligen Viertelfinaleinzug los (21.05 Uhr, ORF eins live).

Es ist das größte Spiel in der bisherigen Karriere von Florian Klein: Der Ex-LASK-Spieler steht am Donnerstag im Achtelfinal-Rückspiel der Fußball-Europa-League gegen Basel in der Startelf von Red Bull Salzburg. Der 27-Jährige zeichnet im OÖNachrichten-Interview den Weg zum Aufstieg nach dem 0:0 in Basel vor.

OÖNachrichten: Wie sehen Sie die Chancen gegen Basel?

Klein: Für Red Bull Salzburg ist das eines der wichtigsten Spiele. Wir haben uns das super erarbeitet, es soll noch nicht das Ende sein. Wir haben eine gute Chance, wenn wir es schaffen, unsere Art von Fußball durchzusetzen.

Im Hinspiel gelang das nur in der Anfangsphase. Warum?

Das Spiel war kampfbetont, wir haben uns zu sehr auf die Spielweise von Basel eingelassen, zu viele lange Bälle gespielt. Das Gute ist: Es liegt an uns, nicht an Basel. Andererseits ist es auf diesem Niveau auch schwierig, sein Spiel durchzubringen. Außerdem ist der FC Basel ja auch nicht irgendeine Mannschaft.

Wie kann das gelingen?

Wir erwarten Basel so wie im Hinspiel, sie werden wieder versuchen, unser Pressing mit langen Bällen aus der Abwehr heraus zu umgehen. Wichtig für uns wird sein, dass wir mit dem Ball unser Kombinationsspiel zeigen und der Baseler Abwehr mit Pressing nicht die Chance geben, die Bälle nach vorne zu schlagen.

Das Offensivpressing von Red Bull Salzburg ist sehr anspruchsvoll. Wie schwierig war es, sich diese Spielweise anzueignen?

Das erste Jahr hat es als Mannschaft noch nicht so gut geklappt, aber jeder hat sich weiterentwickelt. Als Außenverteidiger ist es sehr anspruchsvoll, weil man weit vorne attackieren muss. Aber das Offensive kommt meiner Spielweise entgegen.

Sie haben sich in dieser Saison lange hinter Christian Schwegler anstellen müssen. Wie sind Sie damit umgegangen?

Das ist natürlich kein angenehmes Gefühl. Ich habe mich aber nie hängen lassen und dem Trainer gezeigt, dass ich bereit bin. Man muss auch sagen, dass wir sehr erfolgreich gespielt haben, und da gab es keinen Grund, etwas zu ändern.

Wie würden Sie Trainer Roger Schmidt charakterisieren?

Er ist ein akribischer Arbeiter, er verbringt fast die meiste Zeit im Trainingszentrum. Er hat der Mannschaft diese Philosophie übermittelt, ich denke, dass das sehr schwierig ist. Er ist eher nah bei der Mannschaft und führt viele Einzelgespräche, trotzdem bewahrt er sich eine gewisse Distanz, die notwendig ist.

Am Sonntag kann Red Bull Salzburg den Meistertitel gegen Wiener Neustadt endgültig fixieren. Obwohl der Vorsprung seit Wochen groß ist, scheint es so, als würde die Mannschaft nie nachlassen.

Weil das bei unserem Fußball auch nicht geht. Zurückschalten geht nicht, wenn wir Kräfte sparen, fallen wir auseinander und müssen mindestens so viel nachlaufen. Dazu ist der Spirit in der Mannschaft absolut top. Wir haben nicht elf gute Spieler, alle im Kader haben die Berechtigung zu spielen.

Was erwarten Sie sich von dem Spiel am Sonntag?

Es wäre schön, wenn beim wahrscheinlichen Meisterstück möglichst viele Fans in die Red-Bull-Arena kommen würden. International waren wir heuer ja schon vier Mal ausverkauft. In der Bundesliga wäre am Sonntag ein guter Zeitpunkt, wenn noch mehr Zuschauer dabei wären.

Sie haben beim LASK Ihre ersten Spiele in der Bundesliga gemacht, Ihr Vater ist dort Teammanager. Wie beurteilen Sie die Entwicklung beim LASK?

Ich verfolge eigentlich nur das Sportliche, ich kriege aber schon mit, das man im Umfeld einen Aufschwung spürt. Es ist gut, wenn der LASK erfolgreich ist. Ich hoffe, dass sie die Relegation schaffen.

 

Zur Person: Florian Klein

Beim LASK gab der Maturant des Peuerbach-Gymnasiums im Herbst 2004 sein Debüt in der Ersten Liga. 2009 wechselte er zu Austria Wien, nachdem sein Vertrag dort ausgelaufen war, ging er 2012 zu Red Bull Salzburg. Der rechte Verteidiger spielte bisher 18 Mal für die Nationalmannschaft.

Kleins Vertrag läuft im Sommer aus, einen anderen unterschreibt er nach Saisonende: Der 27-Jährige heiratet in Salzburg Tamara, mit der er zwei Kinder hat.

 

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